Lexikon

Break-Even

Was ist der Break-Even?

Der Break-Even beschreibt den Punkt, an dem ein Unternehmen genauso viele Einnahmen wie Ausgaben hat.

Der Break-Even-Punkt wird auch als Break-Even-Point oder kurz Breakeven bezeichnet und kann mit „Gewinnschwelle“ oder „Kostendeckungspunkt“ ins Deutsche übersetzt werden. Der Begriff findet gerade im wirtschaftlichen Kontext Verwendung und beinhaltet einen äußerst erfreulichen Punkt für Unternehmen. Der Break-Even-Point beschreibt nämlich den Punkt einer Unternehmenskurve, an dem das Tal der Kosten durchschritten wurde und aller Voraussicht nach demnächst mit erstem Gewinn zu rechnen ist. Das heißt, dass die Ausgaben und Einnahmen eines Unternehmens am Break-Even-Point gleich hoch sind und sich gegenseitig aufheben.

 

Break-Even in der Gewinnfunktion

 

Der Break-Even befindet sich genau dort, wo aus der finanziell negativen Entwicklung eines Unternehmens eine steigende und somit positive Kurve wird, sprich an der Stelle, an der sich der Verlust in Gewinn verwandeln kann. Mathematisch gesehen ist der Break-Even somit die Nullstelle der Gewinnfunktion eines Unternehmens. Zumeist folgt diese Ermittlung bezüglich einer getätigten Investition des Unternehmens im Rahmen des Rechnungswesens. Sobald diese Investition die sogenannte Gewinnzone erreicht und das Unternehmen so viel erwirtschaften konnte, dass die entstandenen Kosten gedeckt werden, spricht man also von der Gewinnschwelle. Ab diesem Punkt kann es losgehen und wenn alles gut geht, kann ab jetzt mithilfe der vorangegangenen Investition Gewinn erwirtschaftet werden. Deshalb spielt die Darstellung des Breakeven im Controlling eine wichtige Rolle.

 

Im Rechnungswesen gibt es ein Tool, mit dessen Hilfe die Berechnungen erfolgen und die Kostenstrukturen sowie die Erlösstrukturen aufgezeigt werden können. Hier spricht man von der sogenannten Break-Even-Analyse. Diese hilft dem Unternehmen, realistisch zu planen, den zukünftigen Break-Even-Point zu definieren und in zukünftige wirtschaftliche Planungen einzubinden.

 

Beispiel

Das Unternehmen Hans Hansen AG, welches sich auf die Produktion von exklusiven Damenhandtaschen konzentriert, schrieb bisher rote Zahlen, da nicht genug der kleinen Begleiter verkauft wurden. Mittlerweile hat sich die Situation verbessert: 50.000 Euro, die insgesamt für die Produktion aufgewendet werden mussten, konnten durch die Verkäufe im Wert von 50.000 Euro gedeckt werden. Das Unternehmen hat somit den Break-Even-Point erreicht und kann in Zukunft mit einem Gewinn rechnen.

Alternative Schreibweisen und Falschschreibungen:

Break Even, Break-Even-Punkt Gewinnschwelle, Break-Even-Point, Breakeven


Mark Hoffmann erklärt den Begriff Break-Even