Business-Process-Reengineering (BPR)
Was ist Business-Process-Reengineering?
Business-Process-Reengineering ist eine radikale Prozessmethode, die darauf abzielt, die Geschäftsprozesse eines Unternehmens fundamental und radikal neu zu gestalten.
Der Begriff Business-Process-Reengineering wurde in den 1990er Jahren von Michael Hammer und
James Champy geprägt und verfolgt den Ansatz,
die Geschäftsprozesse eines Unternehmens fundamental und radikal
neu zu gestalten und von einer funktionalen zu einer
prozessorientierten Organisation zu gelangen.
Grundsätzlich wird bei der Gestaltung von Prozessen zwischen radikalen und sanften bzw. sukzessiven Methoden unterschieden. Business-Process-Reengineering – oder kurz BPR – ist die bekannteste unter den radikalen Methoden.
Hammer und Champy stellen bei ihrer Definition den Kunden in den Mittelpunkt der Betrachtung und peilen
Optimierungen von mehr als 30 Prozent bei den Zielgrößen Qualität,
Zeit, Kosten und Service an. Zumeist umfasst dies vier wesentliche Prozessschritte:
- Erneuerung (Renewing): Mitarbeiter werden besser geschult und organisatorisch gezielter in die Unternehmensprozesse eingebunden.
- Revitalisierung (Revitalizing): Die Prozesse des Unternehmens werden neu gestaltet.
- Einstellungsänderungen (Reframing): Bisher vorherschende Denkmuster werden abgelegt und neue Methoden angewandt.
- Restrukturierung (Restructuring): Die Aktivitäten und Inhalte eines Unternehmens werden geändert oder neu gestaltet.
Im
Gegensatz zu der radikalen Methode kommen so genannte sanfte bzw.
sukzessive Methoden zum Einsatz. Diese Methoden verfolgen statt des Top-Down-Ansatzes einen Bottom-Up-Ansatz, setzen dabei jedoch voraus,
dass das gesamte Unternehmen die Methode unterstützt.
Alternative Schreibweisen und Falschschreibungen:
