Lexikon

Einlage

Was ist eine Einlage?

Die Einlage ist das Guthaben bzw. eine Wertanlage von Privatpersonen, Unternehmen oder öffentlichen Stellen, welches in Bar- oder Sachleistungen als Sicherheit hinterlegt werden.

Sind Einlagen immer auf Finanzen bezogen?

Nein. Sie können auch in Form von Sacheinlagen bei Banken, Notaren oder Privatpersonen hinterlegt werden. Allerdings stellt jede Einlage immer eine finanzielle Absicherung dar. Je nach Anlageart entstehen unterschiedliche Kosten- und Rechtsgrundlagen zum Zugriff auf diese Einlagen.

Welche Arten von Einlagen gibt es?

Neben dem direkten Guthaben, das als Barvermögen den beteiligten Privat- oder Geschäftspersonen zur Verfügung steht, existiert auch die Option der geschützten Einlagen. Dabei handelt es sich um Sicht-, Termin- und Spareinlagen sowie Sparbriefe. Laut der Deutschen Bank bemisst sich die Einlagensicherung an der Eigenkapitalausstattung eines Geldinstituts.

Klassische Einlagen im Bankwesen

Hierzu zählen Zahlungsmittel, die nicht aus Barvermögen bestehen, aber dennoch bei den Banken deponiert werden können. Dabei wird entweder ein Darlehensabkommen oder ein Verwahrungsabkommen für die Einlage der Summen ausgehandelt.

Einlagen im Steuerrecht

Im Steuerrecht sind die Einlagen nicht als Vermögen, sondern als Wirtschaftsgüter bekannt. Beispiele sind Grundstücke, Patente oder Waren (Sacheinlagen). Eine Ausnahme bildet jedoch die eigentliche Arbeitsleistung der Mitarbeiter eines Unternehmens. Diese und ähnliche Sachleistungen können aufgrund ihrer besonderen Rechtslage nicht als ökonomische Einlage zurückgelegt werden.

Das Einlagensicherungssystem in Deutschland

Jede Einlage ist auf Wunsch dem rechtmäßigen Anleger jederzeit zur Verfügung zu stellen. Doch leider gibt es auch Fälle, in denen eine Bank die unterhaltenen Finanzgüter nicht zurückzahlen kann. Doch mit dem in Deutschland eingerichteten Einlagensicherungssystem bleiben die Rückzahlungsansprüche des Kunden erhalten. Die verantwortlichen Einrichtungen zahlen einerseits die Einlagen bis zu einem bestimmten Wert aus und nehmen im Gegenzug die insolvente Bank in Anspruch.

Beispiel

Zwei Geschäftsleute machen sich mit ihrer Idee selbstständig und gründen ein Unternehmen. Allerdings ist zu Beginn weder Geld für Material und Mitarbeiter noch für Geschäftsräume vorhanden. Daher investieren beide Gründer mit einem Anteil an Eigenkapital, das sie auf ein gemeinsames Geschäftskonto überweisen. Dieses Konto ist nun eine Spareinlage und gleichzeitig auch die Quelle sämtlichen Umlaufvermögens.

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