Lexikon

Folgeinvestition

Wobei handelt es sich um eine Folgeinvestition?

Folgeinvestition bezeichnet die Investitionen, welche im Anschluss an die Gründungsinvestition vorgenommen werden, wie beispielsweise bei Ersatz-, Erweiterungs- oder Rationalisierungsinvestitionen. Folgeinvestitionen sowie die ursprüngliche Gründungsinvestition stellen die Gesamtinvestitionen während einer Unternehmensdauer dar.

Die Bezeichnung Folgeinvestition kann zwei Bedeutungen haben. Zum einen kann es einmal die Gründung bzw. oder Übernahme eines Betriebes bzw. einer Praxis bedeuten, die zum Ausbau und zur Festigung des Unternehmens dienen kann. Zum anderen kann es eine Investition sein, welche nach der Gründung bzw. Übernahme eines Betriebes getätigt werden und der Festigung des Unternehmens dienen soll, sodass es sich dem zu Folge um eine Folgeinvestition handelt.

Außerdem ist es möglich, eine sogenannte Investitionskette zu bilden, folgendermaßen eine Ausführung hintereinanderfolgender Investitionen. Diese gilt für den Fall der einmaligen identischen Wiederholung aus der Erstinvestition, welcher sich sodann eine Folgeinvestition anschließt.

Die Erstinvestition und die Folgeinvestition

Die Erstinvestition wird gestartet und nach einer optimalen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Abgebrochen wird diese nach einer Rechnung mit der Variablen n nach einer bestimmten Jahresanzahl (Multiplikation von n und der Jahresanzahl). Demzufolge (also im n∗1) wird die gleiche Investition noch durchgeführt, wobei es sich jetzt um eine Folgeinvestition handelt, allerdings mit einer anderen Nutzungsdauer von optimal 2 Jahren (also n∗2)

Die ganze Investitionskette aus Erst- und Folgeinvestition folgt somit nach der Berechnung einer gesamte Nutzungsdauer von n∗k=n∗1+n∗2 Jahren. Die Unterschiede bestehen darin, dass es bei der Erstinvestition um anfängliche Errichtungsinvestitionen handelt und dies die Gesamtausgaben für eine Errichtung und Erstausstattung eines Betriebs sowie für den Aufbau seiner inneren und äußeren Organisation bis zur erstmaligen Erstellung von Gütern oder Dienstleistungen bedeutet. Gründungsinvestitionen haben häufig eine längerfristige Bindung des eingesetzten Kapitals zur Folge.

Gründe für eine Folgeinvestition

Die möglichen Gründe für eine Folgeinvestition können das notwendige Einsetzen bzw. der Ersatz von Produktionsmitteln oder die Erweiterung bestimmter Unternehmensbereiche, wie beispielsweise das Einführen neuer Produkte sein. Zu Folgeinvestitionen können ebenso genutzte Grundstücke oder Gebäude sein, wie auch Maschinen und technische Anlagen, Geräte und sonstige Geschäftsausstattungen. Ebenfalls als Folgeinvestition kann auch der Erwerb von immateriellen Gütern fallen. Darunter zählen beispielsweise etwa Patente oder Lizenzen. Definitiv fest steht, dass durch die Folgeinvestitionen die ursprünglich getätigten Gründungsinvestitionen erweitert werden.

Voraussetzung einer Folgeinvestition

Die Voraussetzung für die richtige Durchführung einer Folgeinvestition ist eine Inbetriebnahme und Nutzung der auslösenden Investition. Zu den für die Durchführung und Inbetriebnahme der Grundinvestition unabdingbar notwendigen Folgeinvestition gehören die Erschließungs- und Versorgungsmaßnahmen der Post, Energie- und Wasserwirtschaft und des Verkehrswesens sowie das Umbauen oder die Verlegen von Anlagen, sodass ein einwandfreies Funktionieren in Anbetracht der Grundinvestition nicht mehr gewährleistet wird, wozu das notwendige Umverlegen von Ortschaften, Ortsteilen, Produktionsanlagen und Versorgungs- und Verkehrsanlagen gehören kann. Um Folgeinvestition zu verstärken haben diese den Zweck eine Arbeitskräftefreisetzung, welche für die Grundinvestition in anderen Betrieben dienen. Als produktionsbedingte Folgeinvestition werden solche in den jeweiligen vorigen und nachfolgenden Produktionsstufen bzw. Wirtschaftszweigen bezeichnet. So bewirken diese eine wirtschaftliche Nutzung einer Grundinvestition nach Inbetriebnahme durch eine Sicherung der Zulieferung ausreichender Roh- und Hilfsstoffe und des Absatzes der Erzeugnisse, wie beispielsweise um die jeweilige Produktionserweiterung der Zulieferer- und Abnehmerbetrieben. Folgeinvestitionen, welche vom jeweiligen Standort abhängen, ergeben sich aus den jeweiligen zu den Beziehungen der Grundinvestition zur Entwicklung der Gebiete, Städte und Dörfer, worunter z.B. Wohnungsbauten und Erbauung von Versorgungs- und Folgeeinrichtungen des Handels, des Gesundheits- und Sozialwesens und der Kultur zählen können. Die Folgeinvestition wird zeitlich schon bereits bei der Vorbereitung der Grundinvestition ermittelt und wird demzufolge mit den für sie zuständigen Auftraggebern durch entsprechende Abschlussverträge abgesprochen. Häufig ist der jeweilige Auftraggeber für die Vorbereitung und Durchführung der Folgeinvestition verantwortlich.

Beispiel

Eine Folgeinvestition kann eine Einrichtung einer Holdingstruktur sein, sodass ein Geschäftsbereich sich rein rechtlich verselbstständigt und eine Expansion durch Zukäufe bzw. Folgeinvestitionen stattfindet.

Alternative Schreibweisen und Falschschreibungen:

Folge-Investition


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