Lexikon

Gründerzuschuss

Was ist ein Gründerzuschuss?

Der Gründerzuschuss bzw. Gründungszuschuss bezeichnet finanzielle Hilfen für Existenzgründerinnen und Existenzgründer. Arbeitslose, die eine selbstständige Tätigkeit aufnehmen wollen, können den sogenannten Gründungszuschuss erhalten. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die vor dem Eintreten einer Selbstständigkeit stehen, haben die Möglichkeit zur Sicherung des Lebensunterhalts und zur Sozialsicherung in der Zeit nach der Existenzgründung einen Gründungszuschuss zu erhalten. Wohingegen ein direkt folgender Übergang von einer Beschäftigung in eine geförderte Selbständigkeit nicht direkt machbar ist.

Bei dem Gründerzuschuss handelt es sich um eine Ermessensleistung, die die aktive Arbeit fördert, aber auf die kein Rechtsanspruch besteht. Der Definition nach bezeichnet der Gründerzuschuss die Förderung der Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit und soll zu einer möglichst effektiven beruflichen Integration führen. Beantragt werden kann diese bei der Agentur für Arbeit. Bei der Aufnahmefähigkeit der selbständigen Tätigkeit sollt der Arbeitsmarkt berücksichtigt werden und die Frage, ob jeweiligen Stellenangebote vorhanden sind. Vor dem Gründungszuschuss gab es die bis zum zum 30.6.2006 bekannte Bezeichnung "Existenzgründungszuschuss" oder auch Ich-AG. Bis auf die Namensänderung wurden die bestehende Förderungen beibehalten und dementsprechend fortgesetzt.

Ein Gründungszuschuss findet statt, wenn die Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmer bis zur Aufnahme der Selbstständigkeit einen Anspruch auf Arbeitslosengeld hat, dessen Zeitdauer bei dem Eintritt der selbständigen Tätigkeit sich auf noch mindestens 150 Tage beläuft und sich nicht nur gemäß auf dem § 147 Abs. 3 SGB III stützt.

Die zeitliche Dauer der Tätigkeit muss zur Beendigung der Arbeitslosigkeit führen und verpflichtet zu einer Mindestanzahl von 15 Stunden wöchentlich. Außerdem sollten auch die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten zur Beschäftigung der selbständigen Tätigkeit aufgezeigt werden. Bei entsprechenden Bedenken an der Tätigkeitseignung, ist es möglich, dass eine Teilnahme an einer Maßnahme zur Eignungsfeststellung erfolgt oder auch eine entsprechende Vorbereitung zur Existenzgründung.

Die Tragfähigkeit der Existenzgründung ist der Agentur für Arbeit mit einem entsprechenden Businessplan nachzuweisen. Hier ist eine Stellungnahme einer mit den nötigen Erfahrungen kundigen Stelle vorzulegen. Zu fachkundigen Stellen zählen in diesem Sinne Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, berufsständische Kammern, Fachverbände und ebenso auch Kreditinstitute.

Die Höhe, der Zeitraum und die Auszahlungsbedingung des Gründungszuschusses

Die Leistung des Gründungszuschusses erfolgt in zwei Phasen. Die Höhe des Zuschusses beläuft sich auf die Höhe des vorherigen bezogenen Arbeitslosengeldes der letzten sechs Monate sowie der Zuschuss in Höhe des zuletzt bezogenen Arbeitslosengeldes, um den Lebensunterhalt zu sichern. Weiterhin erfolgt eine zusätzliche Unterstützung von 300 € zur sozialen Absicherung. Bei einer starken Geschäftstätigkeit kann eine Weiterzahlung für neun Monate in Höhe von 300 € monatlich zur sozialen Absicherung gewährt werden. Eine erweiterte Förderung ist nicht möglich, sollte seit dem Förderungsende des Eintrittes in eine selbständige Tätigkeit noch keine 24 Monate verstrichen sein. Geförderte Personen, die bereits die Regelaltersrente nach dem sechsten Sozialgesetzbuch handelt es sich um das 65. Lebensjahr als erforderliches Lebensjahr zur Vollendung der Regelaltersrente, und werden laut Gesetzt zu Beginn des folgenden Monats keinen Gründungszuschuss empfangen. Die Beratung zur Existenzgründung Die Risiken einer Existenzgründung können durch die jeweiligen umfassenden und zuverlässigen Informationen einer fachkundigen Beratung verringert werden. Dazu könnte die Agentur für Arbeit als erste Anlaufstelle behilflich sein. Die dortigen Vermittlungsfachkräfte besitzen die nötigen Kontakte zu Betrieben, Kammern und Verbänden und haben Kenntnisse, die sich bei Veränderungen in Berufsbildern, Branchen und Betrieben ergeben. Außerdem kann diese auch Existenzgründer zu den jeweiligen Existenzgründungszentren weiterleiten.

Der Anspruch auf Arbeitslosengeld

Zu beachten ist, dass es eine Verknüpfung zwischen der Anspruchsdauer auf Arbeitslosengeld und des Gründungszuschusses besteht. Der Arbeitslosengeldanspruch wird minimiert durch die Tagesanzahl, für welche ein Gründungszuschuss in Höhe des zuletzt bezogenen Arbeitslosengeldes geleistet worden ist.

Beispiel

Ein verheirateter Gründer mit Kind, welcher bereits ein Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdient hat, kann bei den nötigen eingeleiteten Schritten bis zu 18.280 Euro Gründungszuschuss für seine Existenzgründung erhalten. Die Höhe des Gründungszuschusses kann auf der Homepage von gruendungszuschuss.de unter folgendem Link auch mit einem speziellen Rechner dort berechnet werden.

amplifypixel.outbrain