Joint-Venture

Was ist ein Joint-Venture?

Als Joint-Venture wird ein Tochterunternehmen bezeichnet, das von zwei voneinander unabhängigen Unternehmen gegründet und geführt wird.

Bei einem Joint-Venture handelt es sich weder um ein mit Marihuana verbundenes Abenteuer, noch um das Bonner Liedermacher-Duo aus den 1990ern. Joint-Venture heißt auf Deutsch so viel wie gemeinsames Wagnis, Interessengemeinschaft oder Gemeinschaftsunternehmen.

Dieses Gemeinschaftsunternehmen ist eine Tochtergesellschaft, an der mindestens zwei voneinander unabhängige Unternehmen beteiligt sind. Diese zwei bilden das Joint-Venture, in das sie Knowhow und Kapital fließen lassen. Dabei wird das Joint-Venture zwar kooperativ von mehreren Unternehmen gegründet und geführt, hat jedoch einen autonomen Status; das heißt, es handelt unabhängig und ist meist rechtlich selbstständig.

Zum Teil wird der Begriff Joint-Venture auch verwendet, wenn sich zwei Unternehmer, die zuvor getrennt arbeiteten, nun in einem Unternehmen zusammen tun oder wenn zwei Unternehmen nur für ein gemeinsames Projekt zusammen arbeiten. Ursprünglich und originär meint Joint-Venture aber die Beteiligung zweier Firmen in einem gemeinsamen Tochterunternehmen.

Ein Joint-Venture kann zum Beispiel ein Weg sein, im Ausland Fuß zu fassen, sprich: global zu werden. Ein Beispiel dafür liefert die Daimler AG, die ein Joint-Venture mit dem chinesischen Autohersteller Beigi Foton Motor gegründet hat. Das chinesische Unternehmen hofft durch die Kooperation mit Daimler auf einen höheren Bekanntheitsgrad. Daimler hingegen hofft durch das Insiderwissen des einheimischen Partners den chinesischen Wirtschaftsmarkt zu erschließen.
Beispiel Mit „Fujitsu Siemens“ haben sich Fujitsu und die Siemens AG auf dem Computersektor als ein Joint-Venture zusammengelegt.

Alternative Schreibweisen und Falschschreibungen:

Jointventure