Lexikon

Kommanditgesellschaft (KG)

Was ist eine Kommanditgesellschaft?

Die Kommanditgesellschaft (KG) ist eine Personengesellschaft, bei der mindestens eine Person voll und die andere nur mit ihrer Einlage haftet.

KG ist die Kurzform für Kommanditgesellschaft, welche zur Gruppe der Personengesellschaften gehört und eine Sonderform der Offenen Handelsgesellschaft (OHG) darstellt. Für eine KG gelten so grundsätzlich die gleichen Gesetze wie für eine OHG. Der Unterschied zwischen diesen beiden Rechtsformen besteht allerdings darin, dass es unterschiedliche Verhältnisse unter den Gesellschaftern bezüglich ihrer Haftung gibt.

 

Eine Kommanditgesellschaft benötigt für ihre Gründung zwei Arten an Gesellschaftern. Die Bezeichnung Kommanditgesellschaft ist eng verbunden mit dem Wort "Kommanditist", was auch schon die erste Gesellschafterform einer Kommanditgesellschaft beschreibt. Die Kommanditisten beteiligen sich an einer Kommanditgesellschaft, indem sie mit ihrem Vermögen eine Einlage leisten. Die Kommanditisten haften gegenüber Gläubigern dann auch nur bis zu der Höhe ihrer Einlage und nicht mit ihrem Privatvermögen. Deshalb bedarf es bei der Gründung einer KG auch mindestens einem sogenannten Komplementär. Dieser Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft haftet uneingeschränkt gegenüber den Gläubigern, also notfalls auch mit seinem Privatvermögen.

Die Rechte innerhalb einer Kapitalgesellschaft

 

Da die Komplementäre somit ein weitaus höheres Risiko bei einer Gründung einer KG eingehen, haben sie auch das alleinige Recht, das Unternehmen zu führen. Dies bedeutet, dass sie intern das Sagen haben und die Kommanditgesellschaft auch nach außen hin vertreten. Der Kommanditist hat keinerlei Pflicht zur Mitarbeit und haftet auch nur maximal mit seiner getätigten Einlage. Allerdings ist er dadurch auch von der Entscheidungs- und Kontrollebene des Unternehmens ausgeschlossen. Generell können Kommanditisten aber auch zu Handlungsbevollmächtigten oder Prokuristen ernannt werden.

 

Eine Kommanditgesellschaft kann ihr Eigenkapital durch die Aufnahme weiterer Kommanditisten erhöhen, da durch diese Entscheidung auch mehr der sogenannten Kommanditisteneinlagen in das Unternehmen kommen. Generell können nicht nur Privatpersonen als Kommanditisten dienen, sondern zum Beispiel auch juristische Personen.

Beispiel

Die beiden Geschwister Steffi und Anton wollen eine KG gründen. Sie verfassen schnell einen formfreien Vertrag und lassen Steffi als Komplementär ins Handelsregister eintragen. Hier wird zusätzlich vermerkt, dass Anton der Kommanditist ist und eine Einlage von 1.000 Euro geleistet hat. Sollte die nun gegründete KG pleite gehen und die Schuldner 20.000 ausstehende Euro verlangen, so muss Steffi mit ihrem kompletten Privatvermögen haften, während ihr Bruder Anton lediglich mit seiner Einlage von 1.000 Euro herangezogen wird.

Alternative Schreibweisen und Falschschreibungen:

Kommandietgesellschaft


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