Lexikon

Listing

Was ist ein Listing?

Listing ist die Eintragung und der erste Handel von Aktien.

Der Begriff Listing bezeichnet einen der letzten Schritte, den ein Unternehmen bei einem Börsengang unternimmt. Das Listing ist das Eintragen der Aktien in das Handelsregister und die Erstnotiz an der Börse. Damit das Listing stattfinden kann, muss ein von der BaFin genehmigter Börsenprospekt vorliegen. Wenn diese Bedingungen erfüllt und die Aktien registriert sind, können diese offiziell zum ersten Mal gehandelt werden. Im Anschluss an das Listing übernimmt die Konsortialbank die Kurspflege und kümmert sich darum, dass die Aktien handelbar bleiben.


Früher war es gerade auch bei großen Unternehmen beliebt, ein sogenanntes Zweitlisting zu vollziehen. Was das bedeutet? Wenn sich ein Unternehmen neben dem Land, in dem es sich zuerst an der Börse hat notieren lassen, auch noch in einem zweiten Land listen lässt, bezeichnet man dies als Zweitlisting. Unternehmen wollen auf diese Art und Weise noch mehr Investoren erreichen und damit ihre Investorengruppe erweitern – sowohl national als auch international. So haben beispielsweise Unternehmen aus den USA ein Zweitlisting in Europa angestrebt und umgekehrt. Diese Art des Listings ist allerdings auch mit einem sehr hohen finanziellen Aufwand in Form von Gebühren verbunden. Gerade seit der Einführung des Computerhandels und der zunehmenden Mobilität der Investoren hat die Bedeutung von Zweitlistings jedoch stark abgenommen und es können immer mehr Delistings verzeichnet werden.


Von sogenannten Delistings spricht man, wenn sich ein Unternehmen dazu entscheidet, seine Aktien dauerhaft vom aktiven Handel zu entfernen. Hinter der Bezeichnung Delisting versteckt sich ein ziemlich großer verwaltungsrechtlicher Vorgang. Umgangssprachlich kennt man ihn auch unter dem simplen Begriff des Börsenabgangs.

Beispiel

Der Handwerker-Marktplatz MyHammer hat auch ein Listing durchlaufen, bevor seine Aktien an der Börse notiert wurden.


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