Lexikon

Lohnersatzleistung

Was sind Lohnersatzleistungen?

Lohnersatzleistungen werden von den Trägern der Sozialversicherung geleistet, wenn durch bestimmte Gründe das Einkommen wegfällt. 

Lohnersatzleistungen werden inzwischen vermehrt als Entgeltersatzleistungen bezeichnet, beschreiben jedoch das gleiche Prinzip. Die Lohnersatzleistungen werden in Deutschland als Ausgleich gewährt, wenn das normale Arbeitseinkommen wegfällt. In den meisten Fällen ersetzen sie einen Teil des Einkommens, wenn die entsprechende Person krank oder arbeitslos ist.

Was fällt unter Lohnersatzleistung?

Unter den Begriff Lohnersatzleistung beziehungsweise unter das Dach der Entgeltersatzleistungen fallen verschiedene Leistungen, wie das klassische Krankengeld, Verletztengeld und Arbeitslosengeld, aber auch Mutterschaftsgeld oder Elterngeld. Darüber hinaus fallen hierunter auch Insolvenzgeld oder das sogenannte Kurzarbeitergeld und Altersteilzeitzuschläge. Die Lohnersatzleistungen greifen so beispielsweise im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung, der gesetzlichen Rentenversicherung, der gesetzlichen Unfallversicherung und der Arbeitslosenversicherung.

 

Beispiel

Erhält eine Person Entgeltersatzleistungen, wird diese Zeit im rentenrechtlichen Sinne als Beitragszeit bewertet. Die Lohnersatzleistungen, die von dem Sozialversicherungs-Träger gezahlt werden sind steuerfrei, unterliegen jedoch dem sogenannten Progressionsvorbehalt, was bedeutet, dass die Leistung eigentlich steuerfrei ist, aber durch das Greifen der Progression quasi indirekt den Steuersatz erhöhen kann.