Lexikon

Mehrwertsteuer

Was ist die Mehrwertstuer?

Die Mehrwertsteuer ist eine Steuer, die die Wertschöpfung besteuert.

Die Mehrwertsteuer, im wirtschaftlichen Kontext vielmehr Umsatzsteuer genannt, wird auf die Wertschöpfung innerhalb eines Produktionsprozesses berechnet. Es wird hierbei also nur der zusätzlich geschaffene Wert, der Mehrwert, besteuert. Die Mehrwertsteuer, die auf Ausgaben gezahlt wurde, kann mit den, aus dem Weiterverkauf erzielten Mehrwertsteuer-Einnahmen verrechnet werden. Der Mehrwertsteuersatz liegt in Deutschland bei 19%. Eine Ausnahme bilden allerdings Güter des täglichen Bedarfs, die lediglich mit 7% Mehrwertsteuer besteuert werden. Die Mehrwertsteuer ist eine indirekte Steuer, die nicht von denjenigen gezahlt wird, die sie verursachen. Hinter der Bezeichnung Mehrwertsteuer verbirgt sich der offizielle Begriff Umsatzsteuer. Darüber hinaus gibt es in diesem Zusammenhang auch noch die sogenannte Vorsteuer. Diese kommt zum Tragen, wenn beispielsweise ein Unternehmen Ware einkauft und auf diesen Wert bereits die 19 Prozent Umsatzsteuer an den Lieferanten zahlen muss. Dieser Betrag kann dann als Vorsteuer beim Finanzamt geltend gemacht werden. Wird diese Differenz erstattet spricht man von der Vorsteuererstattung. Dieses Vorgehen basiert darauf, dass normalerweise mit Netto-Preisen gehandelt wird. Der Brutto-Preis hingegen beinhaltet bereits die Umsatzsteuer.

 

Die Bedeutung der MwSt

Die Mehrwertsteuer wurde im 20. Jahrhundert eingeführt und ist mittlerweile in den meisten Ländern der Welt eine der wichtigsten Steuereinnahmequellen. Im Durchschnitt werden zirka 25% der Gesamtsteuereinnahmen durch die Mehrwertsteuer generiert. An den Staat beziehungsweise an die Steuerbehörde wird die Mehrwertsteuer von denen weitergeleitet, die Waren oder Dienstleistungen verkaufen und mehrwertsteuerpflichtige Einnahmen generieren. Bezahlt wiederum wird die Mehrwertsteuer immer vom Endkonsument, da dieser die Mehrwertsteuer nicht absetzen oder verrechnen und somit auch nicht weiterleiten kann. Er ist in diesem Fall also der Kostenträger. Der Endverbraucher generiert somit keinen zusätzlichen Wert, sondern konsumiert den Wertgegenstand, weswegen er quasi als zusätzliche Kosten für den Verbrauch die Mehrwertsteuer auf den Kaufpreis zahlt. Die Mehrwertsteuer wird auch als Verkehrssteuer bezeichnet.

Beispiel

Wenn Zalando für Kosten von 23,80 Euro (inkl. MwSt) ein paar Schuhe einkauft, weitere unternehmensinterne, Mehrwertsteuer-abzugsberechtigte Kosten von 11,90 Euro (inkl. MwSt) pro Paar Schuhe hat und diese dann für 71,40 Euro (inkl. MwSt) verkauft, hat Zalando Mehrwertsteuer-Einnahmen von 11,40 Euro und Mehrwertsteuer-Ausgaben von 5,70 Euro. Nach Verrechnung verbleibt ein Einnahme-Überschuss von 5,70 Euro, die Zalando an das Finanzamt überweisen muss.

Alternative Schreibweisen und Falschschreibungen:

Mwst, Umsatzsteuer, USt


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