Lexikon

Pre-Money-Bewertung

Was ist eine Pre-Money-Bewertung?

Die Pre-Money-Bewertung meint die Bewertung eines Unternehmenswertes vor einer Finanzierungsrunde.

Der Begriff „Pre-Money“ stammt ursprünglich aus dem englischen Sprachgebrauch und hat sich inzwischen erfolgreich in den deutschen Sprachschatz integriert. Die Pre-Money-Bewertung kann frei mit „Vor-Geld-Bewertung“ ins Deutsche übersetzt werden und findet vor allem in der Startup-Welt Verwendung. Wie der Name schon erahnen lässt, handelt es sich hierbei um eine Unternehmensbewertung, die vorgenommen wird, bevor ein Investor Eigenkapital in das entsprechende Unternehmen einbringt. Gerade im Rahmen von Finanzierungsrunden durch Private Equity oder Venture Capital sind solche Berechnungen üblich.

 

Die Pre-Money-Bewertung steht im Gegensatz zu der sogenannten Post-Money-Bewertung, welche wiederum den Unternehmenswert nach einer Finanzierungsrunde beschreibt. Das bedeutet, dass die Pre-Money-Bewertung zuzüglich dem eingebrachten Kapital des Investors die Post-Money-Bewertung ergibt.

 

Berechnung des Pre-Money-Unternehmenswertes

 

Die Zusammensetzung des Pre-Money-Unternehmenswertes spielt vorrangig eine bedeutende Rolle, wenn es um die zukünftigen Unternehmensanteile geht, die dem Investor nach Einbringung des Kapitals zustehen. Die Rechnung kann beispielhaft wie folgt aufgestellt werden:

 

Die Pre-Money-Bewertung eines Startups ergibt, dass der Unternehmenswert zu dem jetzigen Zeitpunkt bei drei Millionen Euro liegt. Der Investor tätigt eine Kapitaleinlage von einer Million Euro, wodurch ein Post-Money-Wert von vier Millionen Euro ermittelt werden kann. Hier kommt die Wichtigkeit des Pre-Money-Wertes zum Tragen, denn durch die Ermittlung wird deutlich, dass der Investor durch die Finanzierungsrunde zu einem Viertel an dem Unternehmen beteiligt ist und ihm 25% der Unternehmensanteile gehören.

 

Gerade wenn es bei den Finanzierungsrunden um große Summen geht, sind die Pre-Money- und die Post-Money-Bewertung sehr wichtig, um möglichen Rechtsstreitigkeiten um Unternehmensanteile vorzubeugen. Generell ist allerdings auch noch kleineren Startups zu empfehlen, vor der Aufnahme von Private Equity oder Venture Capital hierzu genaue Absprachen mit den potentiellen Investoren zu treffen.

Beispiel

Klaus ist erfolgreicher Gründer und möchte gerne über einen Investor Private Equity aufnehmen. Um jedoch genau zu wissen, welche Anteile er dazu an den Investor geben müsste, wird im Voraus der Pre-Money-Unternehmenswert ermittelt.


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