Lexikon

Put-Option

Was ist eine Put-Option?

Eine Put-Option ist ein Finanzinstrument, mit dem man an der Börse auf fallende Märkte setzt.

Der Begriff Put-Option stammt aus dem englischen Sprachgebrauch, ist in dem Bereich der Finanzen anzusiedeln und wird hauptsächlich im Zusammenhang mit Aktivitäten an der Börse verwendet. Mit einem Put-Option-Schein, welcher beispielsweise auf Aktien, Rohstoffe oder Währungen erworben werden kann, erhält der Käufer das Recht, innerhalb eines festgelegten Zeitraumes zu einem vereinbarten Preis zu verkaufen. Dieser vorher ausgemachte Preis wird in diesem Zusammenhang auch als Basispreis bezeichnet. Die Käufer einer solchen Put-Option setzen dabei auf fallende Märkte, denn nur bei fallenden Märkten können sie den Put-Option-Schein auch mit Gewinn wieder verkaufen. Der Verkauf einer Put-Option wird dann als Put bezeichnet. Wird dieser vollzogen, wenn der festgelegte Preis über dem aktuellen Preis liegt, ist der Put „In the Money“ und ein Verkauf lohnt sich. Liegt der vorher festgelegte Preis jedoch unter dem aktuellen Preis, ist der Put „Out of Money“ und sollte somit besser nicht vollzogen werden. Ob sich das Einlösen einer Put-Option lohnt, hängt also von dem Kurs der Aktie ab.

Das Risiko einer Put-Option


Steigen die Märkte jedoch, nachdem ein Käufer eine Put-Option erworben hat, hat dieser sich verspekuliert. Jetzt hat er zwei Möglichkeiten mit der ungünstigen Situation umzugehen: Zum einen könnte er die Option halten, auch wenn das für ihn mit einem gewissen Verlust einhergeht und darauf spekulieren, dass der Basiswert im festgelegten Zeitraum noch fallen wird. Zum Anderen könnte er sich entscheiden, die Option sofort mit Verlust zu verkaufen, bevor der Wert noch weiter fällt. Hält der Käufer die Put-Option, kann er sich absichern, indem er auf den gleichen Wert eine sogenannte Call-Option kauft. Diese setzt auf steigende Märkte. Kauft man zum gleichen Zeitpunkt eine Call- und Put-Option auf einen Wert, weil man nicht sicher ist, in welche Richtung der Markt läuft, so nennt man dies Straddeln.

Von einer Put-Option wird auch bei Unternehmensbeteiligungen gesprochen, wenn den Altgesellschaftern eines Unternehmens eine Put-Option eingeräumt wird, diese also ihre Anteile zu jeweils unterschiedlichen Preisen verkaufen können.

Beispiel

Bei eDarling wird eine Put-Option als Form des Exits vermutet, die sogar mit einer Call-Option zu einer Call-Put-Konstruktion als Exit-Strategie mit der amerikanischen Partnervermittlungsseite eHarmony zusammen zu fallen scheint.


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