Lexikon

Rentenversicherung

Was ist eine Rentenversicherung?

Die gesetzliche Rentenversicherung ist ein Zweig des deutschen Sozialversicherungssystems, das Berufstätige im Alter finanziell absichern soll. 

Die gesetzliche Rentenversicherung ist ein Zweig des deutschen Sozialversicherungssystems, ist also Teil der Sozialversicherung und dient als Altersvorsorge. Neben der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es auch die private Rentenversicherung. Die gesetzliche Rentenversicherung ist hauptsächlich dazu gedacht, Berufstätige im Alter finanziell abzusichern und wird auch als Altersrente bezeichnet. Darüber hinaus wird durch die Rentenversicherung auch das Risiko der verminderten Erwerbstätigkeit abgedeckt. Den dritten Teil der Rentenversicherung stellt die Hinterbliebenenrente dar, die auch Witwenrente genannt wird.

Die zentrale Aufgabe der Rentenversicherung ist die Ersetzung von ausgefallenem Arbeitseinkommen nach dem Ruhestand. Generell gilt aber der Leitspruch „Reha vor Rente“. Das bedeutet, dass bevor die Rente geleistet wird, der Träger der Rentenversicherung durch Übernahme entsprechender Rehabilitationsleistungen versucht, die Erwerbstätigkeit des Versicherten wieder herzustellen. Erst wenn das nicht mehr möglich ist, wird die Rente gezahlt. Das generelle Renteneintrittsalter liegt momentan bei 67 Jahren. Jeder, der die Rentenleistungen früher in Anspruch nimmt muss damit rechnen, dass seine Rente gemindert wird. Andersherum erhöht ein späterer Renteneintritt die Rente jedoch auch.

Die Höhe der Rente berechnet sich vor allem darüber, wie hoch die Beiträge waren, die der jetzige Rentner in seinem Versicherungsleben eingezahlt hat. Die monatlich ausgezahlte Rente wird hierbei über die sogenannte Rentenformel errechnet.


Rente, Umlageverfahren und Generationenvertrag


Die gesetzliche Rentenversicherung basiert auf dem sogenannten Generationenvertrag. Das heißt, dass die noch arbeitenden Beitragszahler die Rente der jetzigen Rentner aufbringen und wenn es soweit ist, wiederum Anspruch auf die eigene Rente haben, die dann von der nachfolgenden Generation getragen werden muss. Neben der Finanzierung durch dieses Umlageverfahren kommen noch erhebliche Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt, um die Rentnerschaft abzusichern. Trotzdem ist gerade durch den demografischen Wandel in Deutschland zukünftig noch mit großen Herausforderung zu rechnen, was den Generationsvertrag betrifft. Denn mit der Zeit wird es immer weniger Erwerbstätige geben, die aber für immer mehr Rentner aufkommen müssen. 

Beispiel

Klaus K. hat sein gesamtes Leben gearbeitet und möchte sich nun mit seinen 67 Jahren einen gemütlichen Lebensabend machen und dafür gerne seine Rente beziehen. Da er sich im aktuellen Renteneintrittsalter befindet, kann er mit dem gesamten Betrag rechnen, hätte er sich dazu allerdings schon fünf Jahre früher entschieden, wäre seine Rente geringer ausgefallen.