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Voraussetzungen

Affiliate-Marketing ist einer der größten Kanäle im Online-Marketing – für einige Online Shops vielleicht auch der Wichtigste. Dennoch eignet sich ein Partnerprogramm nicht für jedes Thema. Während viele Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen, die sich an den Endkunden richten, gute Erfahrungen mit Affiliate-Marketing machen, ist es für B2B-Unternehmen häufig ungleich schwerer. Grundsätzlich funktionieren Themen im Affiliate-Marketing, die sich auch über Suchmaschinen gut vermarkten lassen. Schließlich holen sehr viele Partner einen großen Teil ihrer Besucher auch über Suchmaschinenoptimierung oder Google Adwords. Ob es für das eigene Produkt passende Affiliates geben könnte, kann in dem früheren Beitrag „Die Affiliate Geschäftsmodelle“ nachgelesen werden.

Provisionen beim Affiliate-Marketing

Die Idee des Affiliate-Marketings basiert auf der Zahlung einer Provision an den Partner für die Vermittlung eines Kunden, eines Mitglieds oder eines Besuchers. Dementsprechend groß ist die Bedeutung der Provisionsstaffel. Grundsätzlich sind verschiedenste Provisionsarten denkbar. Typisch sind Provisionen pro Verkauf oder pro Aktion (Lead, Anmeldung) und auch Klickvergütungen.

Die Provision sollte nicht zu niedrig angesetzt werden, da es den meisten Partnern darum geht, tatsächlich Geld zu verdienen und das Programm mit einer zu geringen Provision nicht erfolgreich sein kann. Sofern es Partnerprogramme von der Konkurrenz gibt, sollten deren Vergütungsmodelle zur Orientierung herangezogen werden.

Bei der Provisionsfindung muss berücksichtigt werden, dass Affiliate Netzwerke zusätzlich mit mindestens 30% von der Affiliate-Provision vergütet werden. Wenn zudem ein Dienstleister (Agentur) im Spiel ist, wird auch dieser am Affiliate-Umsatz partizipieren wollen. Es sollte von Beginn an klar sein, wie viel Provision an Affiliates und alle anderen Beteiligten ausgeschüttet werden kann. Später wird es schwierig, das Provisionsniveau wieder zu senken.

Affiliate-Marketing-Netzwerke

Eine der ersten Entscheidungen vor dem Start eines Partnerprogramms ist natürlich, bei welchem Affiliate-Netzwerk das Programm laufen soll. Wenn etwas Startkapital vorhanden ist, lohnt es sich meistens, bei mindestens einem der Großen – Zanox oder Affilinet – zu starten. Für finanziell weniger gut ausgestattete Unternehmen empfehlen sich einige kleine Affiliate-Netzwerke. Ausführlichere Informationen zu den einzelnen Netzwerken gibt es in einem früheren Beitrag.

Werbemittel für das Affiliate-Marketing

Zum Start eines Partnerprogramms werden Werbemittel benötigt, mit denen Partner die Produkte bewerben können. Das klassische Werbemittel sind animierte Banner. Diese sollten auf jeden Fall in den üblichen Standardformaten zur Verfügung gestellt werden. Wie wichtig diese jedoch wirklich sind, hängt stark individuell von den Affiliates ab, die zu dem Partnerprogramm passen. Auf Flash-Banner sollte man nur zurückgreifen, wenn sie außergewöhnlich gut animiert sind und sich deutlich von der gif-Version unterscheiden. Auf jeden Fall müssen Firmen-Logos in diversen Formaten zur Verfügung gestellt werden. Grafische Werbemittel müssen je nach Netzwerk häufig auf den eigenen Server geladen werden.

Bei außergewöhnlichen Produkten (z.B. individuelle Schokolade oder Müsli) verwenden Partner gern auch Produktfotos. Von Online Shops werden zudem Produktkataloge erwartet, also standardisierte Informationen (z.B. Preis, Bild, Beschreibung) von allen Produkten des Shops.

Zu guter Letzt gehören zu jedem Partnerprogramm natürlich auch ein paar Textlinks, für diese bedarf es jedoch keiner besonderen Vorbereitungen.

Tracking

Vor dem Start muss das Tracking der Affiliate Netzwerke installiert werden. Je nach Komplexität des Partnerprogramms und der Provisionsstaffel kann dies eine sehr leichte bis moderat schwierige Aufgabe werden. Sofern der Einbau von einem externen Dienstleister vorgenommen wird, kann der Programmstart durch mögliche Korrekturen eventuell um ein paar Tage verzögert werden.

Sonstiges vor dem Start

Zu guter Letzt gibt es ein paar weitere Entscheidungen, die vor dem Programmstart getroffen werden müssen:

  • Cookie-Laufzeit: im Normalfall sollten es schon mindestens 30 Tage sein. Affiliates freuen sich natürlich über längere Laufzeiten.
  • Widerrufsfrist: der Zeitraum, innerhalb dessen die Provisionen noch storniert werden können. Kurze Widerrufsfristen geben Partnern eine höhere Sicherheit, dass sie die erzielten Provisionen tatsächlich ausgezahlt bekommen. Online-Shops, die ihren Kunden wiederum eine 14-tägige Widerrufsfrist einräumen müssen, sollten sich mindestens 30 Tage Zeit lassen können, um Provisionen freizugeben bzw. zu stornieren.
  • Teilnahmebedingungen: jeder Programmbetreiber kann innerhalb der Regeln des Netzwerks selbst die Teilnahmebedingungen des Partnerprogramms bestimmen. Je weniger reguliert das Programm jedoch ist, desto beliebter wird es bei den Affiliates sein. Ein klassisches Beispiel für eine Teilnahmebedingung ist die Frage, ob Partner im Namen des Programmbetreibers Adwords-Anzeigen oder eine Anzeige auf den Marken-Namen des Programmbetreibers schalten können. Das muss jeder selbst entscheiden. Die Freigabe des so genannten Brand-Biddings ist für Programmbetreiber jedoch nicht empfehlenswert.

Nach Abschluss all dieser Vorarbeiten kann das Partnerprogramm starten. Dann geht es vor allem darum, das Programm bekannt zu machen und relevante Partner zu akquirieren. Viel Erfolg!

Über die Autoren:
Die Projecter GmbH ist eine Agentur für Online-Marketing mit Sitz in Leipzig. Seit 2007 unterstützt das von Katja von der Burg und Patrick Hundt gegründete Unternehmen vor allem Start-Ups mit Konzepten, Workshops und langfristigen Kooperationen in den Bereichen SEO, SEM und Affiliate-Marketing. Zu den Referenzen gehören u.a. mymuesli, Käuferportal, Lumas und amiando.

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