Als Gründer sollten Marketing-Aktivitäten sorgsam überlegt werden. Besonders interessant sind Kanäle mit denen wenig finanzielle Risiken verbunden sind, schnell eine hohe Reichweite erzielt werden kann und nur Kosten bei erfolgtem Umsatz entstehen. Einen solchen Kanal bietet das Affiliate-Marketing mit dem Post-View-Tracking.
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Was ist Post View Tracking?
Das Post-View-Tracking wird über Affiliate Programme oder vom Merchant direkt abgewickelt. Die meisten Netzwerke bieten die technischen Möglichkeiten des Post-View-Trackings an und vermitteln aktiv Post-View-Affiliates an die Merchants, ein vorhandenes Partnerprogramm vorausgesetzt.
Ziel des Post-View-Trackings ist es, die Werbeleistung der Affiliates zu vergüten, jedoch nur wenn diese Werbeleistung zu einem messbaren Erfolg (Sale/Lead) führt. Normalerweise werden bei Partnerprogrammen Cookies bei einem Klick auf ein Werbemittel gesetzt, also wenn der User eindeutig Kenntnis von dem Werbemittel genommen hat und vom Affiliate auf das Angebot des Merchants geleitet wurde.
Mit dem Post-View-Tracking wird nun der Versuch gestartet, Affiliate-Marketing erfolgsbasiert zu vergüten. Nicht bei einem Klick auf das Werbemittel, sondern bei der Einblendung des Werbemittels wird der Cookie gesetzt. Die Post-View-Cookies haben dabei eine geringere Qualität und werden von Cookies, die bei einem späteren Klick gesetzt werden, überschrieben. Ebenfalls überschreiben sich Post-View-Cookies gegenseitig, bei den meisten Merchants erhält der Affiliate die Provision, der vor dem Verkauf/Lead zuletzt das Werbemittel eingeblendet hatte.
Was verändert das Post-View-Tracking das Affiliate-Marketing?
Die Netzwerke haben mit der Modifizierung des vorhandenen Trackings die technischen Möglichkeiten für das Post-View-Tracking geschaffen. Der größte Faktor für den momentanen Erfolg des Post-View-Trackings sind die gesunkenen TKP-Preise.
Affiliates kaufen große Traffic Pakete auf TKP-Basis, mitunter auf Premium-Webseiten und schalten dort die Post-View-Banner. Ziel dieser Affiliates ist es, gezielt und zielgruppenorientiert möglichst viele Cookies zu verteilen und mit den eingenommen Provisionen die bezahlten TKP Preise einzuspielen, wenn möglich mit Gewinn.
Was sind aber nun die Vor- und Nachteile des Post-View-Trackings?
Die große Gefahr für den Merchant liegt beim Post-View-Tracking in der Zahlung von Provisionen für Verkäufe die er ohnehin getätigt hätte. Wenn zum Beispiel ein Stammkunde einkauft, vorher ein Werbemittel eines Post-View-Partners gesehen hat, bekommt der Affiliate die volle Provision. Das kann der Merchant einfach umgehen. Wenn ein bereits registrierter Kunde kauft wird über den Pixel eine andere Tracking-Kategorie ans Netzwerk gemeldet, die zum Beispiel nur mit 50 Prozent vergütet wird. Somit gibt es getrennte Vergütungen für Neu- und Bestandskunden. Die Frage ist, wie attraktiv das Post-View-Tracking dann noch für die Affiliates ist, hat nicht doch das Werbemittel den letzten Reizpunkt für den Kauf gesetzt?
Der größte Vorteil des Post-View-Trackings liegt an der Reichweite auf CPO-Basis, die damit erzielt werden kann. Über einige Affiliates können Premium-Werbeplätze gebucht werden, auf die sonst teurer TKP oder CPC bezahlt werden müsste. Über das Post-View-Tracking gelingt es auf CPO-Basis, natürlich mit der Gefahr auch Sales zu bezahlen, die nicht durch die Werbeleistung des Affiliates entstanden sind.
Leider gibt es auch bei Post View Affiliates einige schwarze Schafe, Banner werden außerhalb des Sichtbereiches eingebaut, Werbemittel aktualisieren sich mehrmals, um mehr Cookies setzten zu können, zu viele Merchants befinden sich in einem Banner, somit ist die eigentliche Medialeistung fraglich oder es wird Traffic auf zwielichtigen Seiten gekauft.
Es gibt Möglichkeiten über Javascript zu erfassen, ob ein Banner im Sichtbereich eingeblendet wird und dann erst den Cookie zu setzen, es gibt aber keine Möglichkeit zu erfassen, ob ein eingeblendetes Banner vom User wirklich gesehen wurde. Dieses Problem besteht auch bei anderen Abrechnungsvarianten, wie zum Beispiel dem TKP.
Bei einem Gespräch mit einem sehr großem Post-View-Affiliate sagte dieser: „Wir arbeiten sauber, wir wollen doch, dass es das Post-View-Tracking noch möglichst lange gibt“. Und so denken die meisten Affiliates in der noch jungen Branche. Es ist daher ratsam, sparsam mit der Erlaubnis des Post-View-Trackings umzugehen, auf Empfehlungen der Netzwerke zu achten und mit den potentiellen Affiliates einen Dialog zu führen.
Einige Affiliates arbeiten mit dem so genannten Triple Banner. Drei verschiedene Merchants teilen sich ein Banner (meist in 160×600 oder 728×90), somit kann der Affiliate drei Post-View-Cookies gleichzeitig setzen, erbringt aber dennoch die Medialeistung. Daher sollte der Merchant darauf gefasst sein, das seine eigentlichen Werbemittel nicht zum Einsatz kommen, sondern oftmals Logo-Buttons gefragt sind. Auch hier empfiehlt es sich, mit den Affiliates mögliche Werbemittelgrößen abzusprechen und diese gegebenenfalls produzieren zu lassen.
Sinn des Post-View-Trackings vs. Status Quo
Post-View-Tracking entstand aus dem Willen heraus, eine gerechtere Vergütung für Affiliates zu schaffen, die die gelieferte Werbeleistung würdigt. Es entstand mit dem Post-View-Tracking eine Annäherung, aber noch kein gerechtes Modell. So erhält nur der letzte Affiliate eine Vergütung, nicht etwa wird die Provision auf alle beteiligten Affiliates aufgeteilt. Die tatsächlich erbrachte Medialeistung lässt sich nicht zu 100 Prozent erfassen und wir haben es weiterhin mit der Blackbox Mensch zu tun.
Momentan ist das Post-View-Tracking nur einem kleinen Kreis der Affiliates zugänglich, solchen die mit großen Mengen an Traffic handeln. Es hat sich dadurch eine Elite gebildet, die daraus ein neues Business-Modell etablieren möchte. Wohin die Reise geht bleibt abzuwarten, denn im Endeffekt entscheidet der Erfolg der Merchants, Vermarkter und Affiliates, ob dieses Modell zukunftsfähig ist.
Worauf sollte man beim Post-View-Tracking achten?
Als Merchant sollte man beim Post-View-Tracking mit Affiliates zusammenarbeiten. Durch den Kauf von großen Traffic-Paketen von Affiliates und den Triple Banner, teilt man sich die Kosten mit anderen Merchants. Die Medialeistung ist dadurch geringer, aber nur so kann das Post-View-Tracking in Konkurrenz zum TKP und CPC funktionieren.
Die beworbene Seite sollte gut performen, Post-View empfiehlt sich nicht als Test-Ballon um die Seite zu optimieren, oder gar als Stress Test für den Server. Auf eine vernünftige Technik ist zu achten, der Server sollte schon eine recht hohe Anzahl an PIs verkraften (am besten man nutzt zusätzlich eine Hightraffic Landingpage) und mit den Affiliates sollte besprochen werden, wie viel Traffic pro Tag geliefert werden darf (Capping). Der Dialog mit den Affiliates und eine Selektion ist unabdingbar, informieren Sie sich auf welche Seiten sie geschaltet werden, legen Sie fest wie viel Traffic der Affiliate bringen darf. Achten Sie darauf, dass Ihre Marke nur im positiven Umfeld geschaltet wird.
Es ist wichtig vor dem Post-View-Tracking die IST-Situation zu erfassen und nach dem Start die Entwicklung der verschiedenen Kanäle zu beobachten. Besonders sollten die „SEO“-Sales und Peaks von Offline-Maßnahmen unter die Lupe genommen werden. Das wichtigste am Post View Tracking, wie im Affiliate Marketing ist der Dialog.
Unsere Erfahrungen als Agentur mit dem Post-View-Tracking sind sehr positiv. Wir haben in diesem Artikel die Aspekte beleuchtet, die uns im Verlauf unserer Arbeit aufgefallen sind. Haben Sie andere Erfahrungen gemacht oder sind Sie in einigen Punkten anderer Meinung, nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns diese bitte mit.
Über die Autorin
Jessica Gibout ist Geschäftsführerin der Online Marketing Agentur Empreinte Media GmbH, die sie zusammen mit Steffen Deter gegründet hat. Die deutsch-französische Agentur bietet neben dem Affiliate Marketing auch Search Marketing, Kampagnen-Management und Contextual Advertising an.
Ihren Kunden bieten sie neben langjähriger Erfahrung im Online Marketing mittlerweile eigene Software Solutions an, wie den neu veröffentlichten Adgineer, ein Werbemittel-Generator auf CSV Basis.

Sehr informativer Bericht. Vielen Dank an die kompetente Autorin!
Hallo Jessica,
gleich im ersten Artikel an Post View herangetraut ;-)
Das Thema wird ja derzeit heiß diskutiert, wobei es viele Befürworter gibt – schließlich profitieren fast alle Beteiligten: vom Netzwerk, über die Agentur bis hin zum Inhouse Affiliate Manager, der Wachstumsziele zu erfüllen hat.
Meine Meinung zum Post View Tracking ist noch eine andere. Solange es kein vernünftiges Channel-übergreifendes Tracking gibt, mit dem der Erfolg von Post View wirklich gezeigt werden kann, würde ich eher dazu raten, die Finger davon zu lassen.
Ich möchte mal ein paar Zitate von Dir aufgreifen:
“Reichweite auf CPO-Basis”
–> Reichweite ja. Aber auf CPO-Basis? Wenn ich Sales bezahle, die eigentlich anderen Kanälen zugehörig sind, ist das für mich kein CPO mehr.
“Ziel dieser Affiliates ist es, gezielt und zielgruppenorientiert möglichst viele Cookies zu verteilen”
–> Gezielt und zielgruppenorientiert würde ich streichen, den Rest stehen lassen ;-) Wenn ich auf der Stern.de Startseite einen Post View Triple-Banner sehe, tue ich mich schwer, eine Zielgruppenorientierung zu erkennen. Vielmehr werden allein dort täglich Millionen von Cookies gesetzt, obwohl die Media-Leistung fragwürdig ist.
“Über einige Affiliates können Premium-Werbeplätze gebucht werden, auf die sonst teurer TKP oder CPC bezahlt werden müsste.”
–> Das stimmt grundsätzlich. Aber was ich mich frage: wenn der Affiliate sich diese Werbeplätze leisten kann, obwohl er nur auf CPO-Basis bezahlt wird. Warum kann sich der Merchant selbst diese Media Leistung nicht leisten?? Logisch wäre, dass er dann zwar TKP zahlt, er ihn aber in einen profitablen CPO umrechnen kann.
Demgegenüber steht natürlich der Triple-Banner, deren Media Leistung aber auch unklar ist.
Alles in allem bin ich bei Post View Tracking sehr skeptisch, da meiner Meinung nach für viele Sales doppelt bezahlt wird (gerade wenn z.B. auch TV-Werbung geschaltet wird).
Wenn man es dennoch probieren möchte, sollte man die Cookie-Laufzeit senken, möglicherweise auch eine geringere Provision ansetzen und eine separate Landing Page zur Verfügung stellen, die nicht so viel Server-Kapazitäten frisst (was Jessica ja auch geschrieben hat).
Grüße
Patrick
Ist reines Bla Bla von einer Agentur, die an den unsinnigen Leads ihrer Kunden mitverdient! Der Werbeeffekt von Post-View geht gegen Null, jedes Unternehmen würde besser fahren, wenn Sie direkt den Banner mit einer Low-TKP-Buchung belegt und so den Werbeplatz exklusiv hat.
Sicher ist der Werbeeffekt bei Low-TKP-Buchung höher. Nur liegen die TKPs bei den Postview-Publishern letztlich deutlich unter den TKPs direkter Buchungen. Und wer telefoniert denn permanent den Salesleuten bei den Potalen hinterher und erkundigt sich nach günstigen Restplätzen? Dass die Reichweite durch PV erhöht wird ist doch unbestritten. Und das zu einem kalkulierbaren CPO. Selbst bei Low-TKP bleibt das Risko beim Merchant, der vorab in Leistung gehen muss. Jeder der erfolgreiche Saleskampagnen über Banner realisiert, sollte sich vom Postview-Tracking fernhalten :-)
Klar ist, dass die Cookie-Laufzeiten deutlich geringer sein müssen, die volle Provison in Frage gestellt werden muss und ein channel-übergreifendes Tracking helfen würde. Mehr Transparenz durch die Netzwerke, welche Sales postview-generiert und welche klick-generiert sind, würde mehr Sachlichkeit in die Diskussion bringen.
Die Reichweite wird durch PV überhaupt nicht erhöht, es wird überwiegend für Abschlüsse bezahlt welche sonst auch gemacht würden – dass hier Affiliate-Netzwerke und Agenturen was anderes behaupten ist klar, schließlich machen sie den Reibach mit Nutzlos-Cookies.
Jeder Vermarkter bietet Low-TKP-Plätze an, da muss man sich auch nicht wirklich darum kümmern und der TKP ist auch noch niedriger als über PV.
Dazu werden die normalen Affiliates um Provisionen gebracht… doch solange bei den Merchants nicht genügend fähige Leute sitzen die das System checken, kann die Branche hier wildern ;-)
und, was meint die autorin?
Hallo Lukasz,
gerne nehme ich Stellung zu den einzelnen Kommentaren, wie gehofft ist eine Interessante Diskussion entstanden, zu der verschiedene Parteien ihre Meinung sagen. Ich gehe mal der Reihe nach:
Zu Patrick:
Freut mich dein Input zu lesen. Ich finde du hast interessante Aspekte angesprochen:
„Solange es kein vernünftiges Channel-übergreifendes Tracking gibt, mit dem der Erfolg von Post View wirklich gezeigt werden kann, würde ich eher dazu raten, die Finger davon zu lassen.“
Oder man setzt einen Status Quo und beobachtet die anderen Kanäle. (Interessante Artikel und Präsentationen dazu in dem Blog von Pascal Fantou “q48.de”) Sollte man einen starken Abfall der SEO Sales oder anderer Kanäle feststellen, müssen diese untersucht werden. Post View Tracking sollte auf jeden Fall vorsichtig eingesetzt werden und das Volumen nach und nach gesteigert werden.
„Reichweite ja. Aber auf CPO-Basis? Wenn ich Sales bezahle, die eigentlich anderen Kanälen zugehörig sind, ist das für mich kein CPO mehr“
Das ist die Frage. Post View lohnt sich nicht für jeden Merchant. Wichtig ist zu beobachten, wie verhalten sich die anderen Zahlen. Dann kann man abschätzen, wie viel Sales werden vergütet, die man ohnehin gemacht hätte. Verlässlich lässt es sich nicht sagen, daher ist Post View auch ein soviel diskutiertes Thema. Und wie Sascha es gesagt hat (der im übrigen Merchant ist) bei einem TKP liegt das Risiko beim Merchant, beim Post View wird zumindest Umsatz generiert.
„Wenn ich auf der Stern.de Startseite einen Post View Triple-Banner sehe, tue ich mich schwer, eine Zielgruppenorientierung zu erkennen. Vielmehr werden allein dort täglich Millionen von Cookies gesetzt, obwohl die Media-Leistung fragwürdig ist.“
Daher Dialog. Spreche mit den Affiliates Schaltungen ab. Du wirst es nicht schaffen, die „Gießkannen-Seiten“ aus dem Portfolio zu bekommen, aber du kannst mit dem Affiliate Zielgruppen, Keywords und Channels absprechen. Gute Post View Partner optimieren Ihren Traffic und schalten zielgruppenorientiert, sie wollen schließlich einen möglichst großen Gewinn machen. Je spezieller dein Produkt, desto besseres Targeting. Nicht alle Produkte funktionieren auf Stern.de.
„Das stimmt grundsätzlich. Aber was ich mich frage: wenn der Affiliate sich diese Werbeplätze leisten kann, obwohl er nur auf CPO-Basis bezahlt wird. Warum kann sich der Merchant selbst diese Media Leistung nicht leisten?? Logisch wäre, dass er dann zwar TKP zahlt, er ihn aber in einen profitablen CPO umrechnen kann.“
Weil der Post View Affiliate nicht für einen Merchant, sondern für 50 Merchants Traffic einkauft. Die Masse macht es. Zudem werden die Banner oft mehrfach vergeben (Triple Banner) somit „sinkt“ der TKP Preis um weitere 66% pro Merchant (die Medialeistung sinkt auch, da kleinere Fläche) Und erneut, das Risiko liegt nicht beim Merchant.
„Alles in allem bin ich bei Post View Tracking sehr skeptisch, da meiner Meinung nach für viele Sales doppelt bezahlt wird (gerade wenn z.B. auch TV-Werbung geschaltet wird).“
Bei der TV Werbung stimme ich zu. Je höher die „nicht trackbaren“ Marketing Maßnahmen, desto höher die Gefahr der Vergütung von Sales, die auch ohne Werbeleistung des Affiliates zustande gekommen wären.
Zu David
„Ist reines Bla Bla von einer Agentur, die an den unsinnigen Leads ihrer Kunden mitverdient! Der Werbeeffekt von Post-View geht gegen Null, jedes Unternehmen würde besser fahren, wenn Sie direkt den Banner mit einer Low-TKP-Buchung belegt und so den Werbeplatz exklusiv hat.“
Der Werbeeffekt geht gegen null ist nicht ganz richtig. Redest Du über Merchants die neben dem Post View große Werbekampagnen abfeuern (Offline & Online) stimme ich dir zu. Die Frage welchen Werbeeffekt das Logo eines großen Mobilfunkanbieters in einem Triple Banner hat, ist berechtigt. Für kleinere Merchants ist definitiv ein Werbeeffekt da. Eine Auswertung hat zudem gezeigt, dass bei einer recht hohen Anzahl von Sales eine kurze Zeit (unter 15 min.) zwischen Cookie setzten und Sale liegt. Das deutet auf Sales innerhalb einer Session hin und damit auf eine direkte Wirkung des Werbemittels.
Zu Sascha
„Mehr Transparenz durch die Netzwerke, welche Sales postview-generiert und welche klick-generiert sind, würde mehr Sachlichkeit in die Diskussion bringen“
Stimme Dir zu, qualitative Auswertungen würden einfacher und genauer werden.
Zu Stefan
„Die Reichweite wird durch PV überhaupt nicht erhöht“
In unserem Fall – Ein Merchant schaltet über PV auf Premium-Seiten, auf denen er normalerweise nicht schalten würde (zu teuer, hohes Risiko etc.), daher Erhöhung der Reichweite.
„Dazu werden die normalen Affiliates um Provisionen gebracht“
Das verstehe ich nicht. Die PV Cookies werden von jedem „normalen“ Affiliate-Cookie überschrieben. Vielleicht kannst du uns ein Beispiel geben, welche deine Aussage erklärt?
Ich freue mich auf weitere Kommentare und Meinungen.
Hallo nochmal,
ich möchte die Diskussion gar nicht unnötig in die Länge ziehen, da man darüber endlos diskutieren könnte: am Ende weiß einfach niemand sicher, welchen Mehrwert Post View bringt.
Noch drei Sachen:
Ich denke es macht keinen Sinn, zu beobachten, ob es nach dem Start von Post View weniger Sales aus anderen Kanälen gibt. Prinzipiell sollten die anderen Kanäle gleich bleiben, während Post View durch die Decke geht – nur die Gesamt-Sales erhöhen sich nicht. Denn wahrscheinlich werden Sales einfach doppelt getrackt und es ist extrem aufwendig, das auseinander zu halten.
Aber wie kann man Gesamt-Sales beobachten? Das ist ja wahnsinnig schwierig: es gibt saisonale Schwankungen, andere Marketing-Maßnahmen, die auch nicht sauber zu tracken sind und Startups wachsen in der Regel sowieso mal mehr, mal weniger konstant.
Ich habe übrigens mal die Post View Sales für einen unserer Merchants (die Kampagne läuft nicht mehr) ausgewertet. Im Verlauf eines Monats betrug die kürzeste Conversion-Zeit 12 Tage. Das heißt, zwischen Werbeeinblendung (oder Klick) und Kauf lagen mindestens 12 Tage, in den meisten Fällen aber deutlich mehr.
Das ist für eine Werbeleistung ungewöhnlich viel und deutet stark darauf hin, dass (zumindest in diesem Fall) einfach nur Cookies gestreut wurden, die irgendwann zufällig “eingelöst” wurden.
Am besten wir reden darüber mal bei einem Kaffee in Berlin ;-)
Grüße
Patrick
Hallo Patrick,
du hast recht, in dem von Dir beschriebenen Fall würde ich auch sagen: “Sofort abstellen”. Nach 12 Tagen kann der Kauf nicht mehr direkt der Werbeleistung zugeordnet werden. Hier eine Möglichkeit die Cookie Lifetime zu kürzen.
Das mit dem Kaffee wird gemacht ;) (Wobei es beim Thema Post View mehr als ein Kaffee werden wird)
lg
Jessica
Post-View-Tracking hieß früher Cookie Dropping
Zitat Jessica
“Gute Post View Partner optimieren Ihren Traffic und schalten zielgruppenorientiert, sie wollen schließlich einen möglichst großen Gewinn machen”
Dann frage ich mich aber warum die Post view nötig haben wenn die so optimiert sind, dass Interesse scheint ja nicht einmal auszureichen um einen Besucher zum Klick auf ein Werbemittel zu bewegen.
Klar, dient ja alles nur dem Branding auf einem 88×31 Banner :-)
Ist auch extrem Werbewirksam so ein dreifach Banner, da hat der Besucher richtig viel von.
Durch Post View werden einige gute Affiliates, die wirklich optimierte Seite haben, teilweise so richtig in den hintern getreten weil ihnen
“doppelte Provisionen” storniert werden. Wenn ein Betreiber in mehreren Netzwerken aktiv ist und das Tracking bzw. die Cookiesetzung nicht zwischen den Netzwerken unterschieden werden kann fängt der Spass erst richtig an.
Dirk
ach so hatte ich vergessen:
Zitat:
“Das verstehe ich nicht. Die PV Cookies werden von jedem „normalen“ Affiliate-Cookie überschrieben. Vielleicht kannst du uns ein Beispiel geben, welche deine Aussage erklärt?”
Aber nicht wenn das PP in mehreren Netzwerken läuft, diese Uterscheidung kann nur innerhalb eines Netzwerkes statt finden.
Diese Tatsache wird aber immer komplett ignoriert und in keinster Weise darauf eingegangen, warum wohl ;-)
Grüße
Dirk
Affilicrawler.de distanziert sich als kleines Affiliate Netzwerk ausdrücklich von Postview-Tracking
http://www.affilicrawler.de/?act=postview_tracking
Danke für diesen informativen Beitrag. Würde mich freuen mehr von dieser Art Artikeln auf Gründerszene zu lesen.
Dieses “einschlagen” auf Postview als Abrechnungs-Währung rührt einzig und allein von einer absurden Neid-Debatte. Bei den Experten von Postview.de ( http://www.postview.de ) gibt es noch einige weitere Informationen zur Thematik – aber insbesondere Marketing Profis die eben nicht aus dem Abverkaufsbereich (also dem Drecksmarketing wenn man so möchte) kommen können nicht einmal Ansatzweise die Diskussion nachvollziehen warum eine erbrachte Werbeleistung keinen Wert haben sollte.
Hallo Jason,
also performance orientiertes Marketing ist also “Drecksmarketing” weil der Kunde nur dann bezahlt wenn ein Werbemittel angeklickt worden ist und der Kunde was bestellt hat. Und das einfache setzen von Cookies ohne Kontakt mit dem Werbemittel und dann die Vergütung zahlen zu müssen ist die beste Lösung – Ok – super Aussage :-) ?
Grüße
Dirk
Wer die eigene Firma in der dritten Form als “die Experten von Postview” bezeichnet…
Die Diskussion ist doch uralt, aber so wie die ewig gleichen falschen Argumente gegen Postview gibt sollte es doch auch immer ein wenig Aufklärung geben.
Ja, Direktmarketing ist in den Augen von TV und Branding Agenturen lieber Dirk, nicht gerade “Edel-Marketing” um es mal so zu beschreiben, weils nur um Abverkauf geht und ganz ganz wichtige Faktoren wir Marken-Bekannthet, Recognition ausser Acht gelassen werden. Das sind Begriffe die gibt’s bei euch nichtmal.
Postview ist eine Abrechnungs- und Ersatzform für den TKP, ich weiß gar nicht wie man sich permanent so darüber aufregen kann. Seht doch einfach mal ein, dass auch in 10 Jahren noch TKP’s zur Erreichung bestimmer Reichweitenziele (Reichweite NICHT Abverkauf) gezahlt werden – hierbei aber Postview als Abrechnungsform benutzt wird und der Kunde einen erfolgsbasierten CPO zahlt. Vorallem was ist daran neu? Das gibt’s seit 5 Jahren nur dass nun der Affiliate Kanal aufgrund der Technologie genutzt wird. Aber zur Position von Superclix, die ja hinlänglich bekannt, wenn auch VHS Kurs Marketing Niveau ist, brauche ich sicher nicht weiter etwas zu sagen.
Hallo Jason,
“Ja, Direktmarketing ist in den Augen von TV und Branding Agenturen lieber Dirk, nicht gerade “Edel-Marketing” um es mal so zu beschreiben, weils nur um Abverkauf geht und ganz ganz wichtige Faktoren wir Marken-Bekannthet, Recognition ausser Acht gelassen werden. Das sind Begriffe die gibt’s bei euch nichtmal.”
Entschuldigung, klar gibt es diese Begriffe in der Affiliatemarketingbranche kaum.
Der Kunde hat sich ja auch bei einem Affiliate Netzwerk angemeldet um Affiliate Marketing zu machen und nicht bei einer Agentur die für sein Branding zuständig ist.
Soll ich mich jetzt bei Amazon beschweren dass die mein Branding vergessen weil ich dort Marketplace Händler bin und die nur verkaufen wollen ? :-)
Hättest Du die Diskussion und gerade die Punkte die kritisiert worden sind richtig gelesen wüsstest Du warum manche sich darüber aufregen.
Postview ist nur in die Diskussion gekommen weil es eben nicht nur für Brandigzwecke genutzt worden ist oder genützt wird da über Postview viele Programme aus dem Affiliate Marketingkanal die überhaupt keinen Brand in diesem Sinne haben, verwendet worden sind und werden.
Darunter auch viele Kunden wo PostView einfach mal aktiviert worden ist ohne vorherige Information. Ich glaube ich habe mehrmals in vielen Diskussionen angeregt das man Postview auch über ein eigenes Tracking laufen lassen kann und es hier keinen Grund gibt dies über die selbe Schiene zu fahren wie ein bestehendes Affiliate Programm um Überschneidungen zu vermeiden. Wer Branding machen will über PostView kann dies doch auch gerne machen, sagt kein Mensch was dazu.
Nur kann es doch nicht sein wenn ein Kunde sich für ein Affiliate Programm und Netzwerk entscheidet dass dieser dann auf einmal an einem “Brandingprogramm” teilnimmt ohne was davon zu wissen – oder ?
Da ich den Job nun erst seit 9 Jahren mache und auf VHS Niveau bin musst Du mir auch bitte boch mal genau erklären wie effektiv der Brandingeffekt ist wenn 4 88×31 Banner in einem Multibanner gleichzeitig erscheinen. Mein letztes Zusammentreffen mit der FH Offenburg zum Thema Eyetracking und Heatmaps liegt leider schon glaube ich 2 Jahre zurück und so wie es aussieht hat sich ja dann die Wahrnehmung von Seitenbesuchern bezüglich Werbebannern enorm verändert.
Grüße
Dirk
[...] Mehr Informationen: http://www.gruenderszene.de/marketing/affiliate-marketing-vergutung-von-werbeleistung-durch-post-vie… [...]
interessante Diskussion hier…
als Affiliate überlege ich natürlich auch, mal Postview auszuprobieren. Solange es meine Click Cookies nicht überschreibt, finde ich es auch nicht schlimm. Kürzlich habe ich aber im eisy Blog gelesen, dass es pro Host ein Limit von 150 Cookies gibt. Wenn ich nun viel auf stern.de/heise/etc rumsurfe und die Postviewsachen ja hauptsächlich über affili/zanox/tradedoubler laufen, dann könnte dieses Limit doch schnell überschritten werden und die alten Cookies würden hinten raus fallen, noch bevor ihre Laufzeit vorbei ist. Gibt es hier ggf. Pläne seitens der Netzwerke, unterschiedliche Hosts einzusetzen?
Bin nicht so drin in der Materie, aber das scheint mir ein Problem zu sein.