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Für ein Startup gibt es kaum etwas Wertvolleres als eine konsequente Pressearbeit. Ein redaktioneller Artikel wird je nach Publikation von Tausenden oder Zehntausenden Konsumenten gelesen. Zudem trägt der Inhalt des Artikels das Gütesiegel der Redaktion. Schließlich vertrauen die Leser darauf, dass die jeweilige Publikation sie mit relevanten, interessanten und aktuellen Informationen versorgt. Die Effektivität einer Meldung in den Medien ist deshalb um ein Vielfaches höher als beispielsweise eine Anzeige, die vom Leser in der Regel nur unterbewusst wahrgenommen wird.

Obwohl sich quasi jedes Startup dieser Tatsache bewusst ist, kümmern sich nur wenige wirklich nachhaltig darum, in den relevanten Medien kontinuierlich vertreten zu sein. Sie versenden einfach plump Pressemitteilung auf Pressemitteilung über große Verteiler und wundern sich später dass nichts passiert. Dabei ist gute PR-Arbeit ein Element, das quasi von jedem Gründer mit dem entsprechenden Vorwissen hervorragend betrieben werden kann. Denn wer kann das eigene Unternehmen auch besser nach außen kommunizieren als ein Gründer selbst? Doch bei guter PR-Arbeit ist wie so oft Selbstanpacken die beste Devise.

Identifiziere die relevanten Zeitungen und Magazine

Der erste Schritt um in irgendeiner Form in den Medien abgedruckt zu werden, ist es, die richtigen Ansprechpartner herauszufinden. Dafür muss man zunächst eine Liste von allen Magazinen und Zeitungen (on- und offline) erstellen, die in der jeweiligen Branche wichtig oder für die eigene Thematik relevant sind. Achte darauf Publikationen auszuwählen, die Deine Zielgruppe liest. Es bringt Dir nicht viel in Industriekreisen bekannt zu sein, wenn das Ziel der Pressearbeit ist, das Endkundengeschäft anzukurbeln.

Hier sind ein paar hilfreiche Links:

Lerne die relevanten Journalisten persönlich kennen

Wenn die Liste der relevanten Publikationen komplett ist, musst Du den jeweils zuständigen Journalisten oder Redakteur ausfindig machen. Deine Pressearbeit wird immer wesentlich mehr Erfolg haben, wenn man den Ressortverantwortlichen direkt kontaktiert. Um dessen Kontaktinformationen zu bekommen, muss man sich zunächst ein oder zwei Aussgaben der jeweiligen Publikation kaufen und nach Artikeln suchen, die sich mit der eigenen Thematik beschäftigen. Lese diese gründlich und suche anschließend nach den Namen der Autoren und wenn möglich einer Telefonnummer oder E-Mail-Adresse.

Wie man ins Gespräch kommt

Hast Du den passenden Journalisten gefunden, ist die halbe Miete bereits gewonnen. Schreibe eine Mail oder rufe am besten persönlich an (notfalls in der Redaktion!). Da Du ja gerade einen oder zwei Artikel des Journlisten gelesen hast, solltest Du Dich direkt darauf beziehen: “Sie haben doch gerade einen sehr interessanten Artikel zum Thema XYZ geschrieben, haben Sie sich schon mal mit ABC beschäftigt? …” Soetwas kommt bei Journalisten immer gut an, nämlich wenn jemand sich mit der Arbeit tatsächlich auseinandergesetzt hat. Stelle in diesem Zusammenhang Dein Startup vor. Letzteres ist quasi wie ein Elevator Pitch nur ohne finanzielle Kennzahlen – also etwas, was jeder Gründer aus dem effeff beherrschen muss.

Wichtig! Trete dabei immer wie ein Kenner des Markts – also wie ein Experte – auf (mit der gewissen Unabhängigkeit, sprich auch Wettbewerber loben, etc.). Journalisten suchen nach Gesprächspartnern, die nicht einseitig nur das eigene Unternehmen kennen und loben, sondern die Position eines Journalisten als Unabhängige Instanz respektieren und auch schätzen. Ist das erste Eis gebrochen, frag den Journalisten höflich, in welcher Form Du ihn bei passenden Themen kontaktieren darfst. Frage ebenfalls nach seinem Themenkatalog für die nächsten Monate. Erläute, wie Du bei bestimmten Themen helfen könntest, z.B. Inhalte beisteuern, als Interviewpartner zur Verfügung stellen, etc. Häufig greifen Journalisten solche Fäden auf und kommen ganz schnell wieder auf einen zurück.

Mit etwas Ausdauer und Vorarbeit kann man sich als Gründer auf diese Weise einen Verteiler aufbauen, der von der Qualität und Effektivität nicht zu schlagen ist. Das beste daran: Den persönlichen Kontakt zu einem Journalisten kann einem niemand wieder wegnehmen. Auch für zukünftige unternehmerische Projekte kann man so immer wieder auf die eigene Arbeit zurückgreifen und mit guter Pressearbeit seinen Wettbewerbern ein Schnippchen schlagen.

Sascha Langner ist Experte für Internet-Marketing. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Guerilla Marketing, Mundpropaganda und Beeinflussungstechniken. Er ist Autor des Bestsellers “Viral Marketing” sowie zweier Praxisleitfäden zum Thema Online-Marketing. Sein kostenloser Marketing-Newsletter informiert monatlich mehr als 7.500 Entscheider aus Marketing und Vertrieb über neue Online-Strategien und -Taktiken (www.marke-x.de). Seit 2007 ist Sascha Langner zudem Geschäftsführer der Smartdex GmbH, einem Marktplatz für Direktmarketingadressen (www.smartdex.de).

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