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Bisher bot Facebook Places den Nutzern kaum einen relevanten Mehrwert im Vergleich zu anderen Location-Based-Services wie Foursquare, Gowalla oder Friendticker (www.friendticker.com). Es gab keine Badges, keine Items, keine Mayorships und ähnliches. Wenn man Facebook kennt, war klar, dass dies nicht so bleiben wird. Mit Facebook Deals startet Facebook nun die erste große Offensive, um für eine weitere Verbreitung von Facebook Places sowohl bei den Endverbrauchern, als auch bei den Unternehmen zu sorgen.

Wie profitieren Unternehmen von Facebook Deals?

Ortsbasierte Dienste sind zwar noch kein Mainstream-Produkt, erfreuen sich aber immer größerer Beliebtheit. Mit 200 Millionen mobilen Nutzern hat Facebook hier einen enormen Vorteil gegenüber beispielsweise Gowalla. Im Zusammenhang mit Deals stehen drei Gründe für den Einsatz im Vordergrund:

  • Ansprache potenzieller Kunden auf der Straße, in Geschäften oder in Restaurants: Deals erscheinen auf den mobilen Endgeräten der Nutzer und bieten den Kunden einen Mehrwert für den Besuch oder Check-In eines Geschäftes.
  • Zusätzliche Sichtbarkeit des Unternehmens: Hier kommt die Viralität Facebooks ins Spiel. Jeder Check-In löst eine Aktion im Newsfeed des Nutzers aus und ist somit ebenfalls für die im Durchschnitt 130 Freunde sichtbar. Mit Facebook Deals wird jetzt nicht nur der Check-In verbreitet, sondern auch das Angebot. Dies wird besonders bei den so genannten Friend Deals effektiv.
  • Verbesserte Kundenbindung: Laut Facebook besuchen Nutzer das Soziale Netzwerk 28 mal pro Monat. Dort sind sie auf der Suche nach Informationen, Gewinnspielen, Sonderangeboten, Unterhaltung und Gutscheinen. Mit Facebook Deals besteht die Option, loyale Kunden bzw. deren regelmäßige Check-Ins zu belohnen.

Wie genau funktioniert Facebook Deals?

Facebook Deals befindet sich in einer öffentlichen Beta-Phase und ist aktuell nur für eine bestimmte Anzahl von Orten in den USA verfügbar. Die Funktionsweise von Deals ist simpel und erfolgt in wenigen Schritten auf der Facebook-Places-Seite eines Unternehmens. Facebook unterscheidet zwischen vier verschiedenen Arten von Deals:

  • Individual Deals: Hierbei handelt es sich um eine einmalige Aktion, die sowohl für bestehende und neue Kunden verfügbar ist. Dies eignet sich beispielsweise für die Vermarktung neuer Produkte oder den Abverkauf von älterem Warensortiment.
  • Loyalty Deals: Hier zahlt sich die Treue der Kunden aus. Nach einer bestimmten Anzahl von Check-Ins, werden diese für ihre Treue belohntn, beispielsweise mit Rabatten oder speziellen Angeboten nur für diese Kunden.
  • Friend Deals: Diese Angebote können nur eingelöst werden, wenn mehrere Personen ein Geschäft besuchen. Die Anzahl der Kunden ist hierbei auf acht begrenzt. Friend Deals sorgen sicherlich für die größte Aufmerksamkeit auf Facebook, da die Verbreitung über mehrere Personen selbstverständlich größer ist, als wenn nur ein Nutzer ein Angebot erhält bzw. einlöst.
  • Charity Deals: Hier steht Social-Responsibility im Fokus. Für jeden Check-In eines Facebook-Nutzers spendet das Unternehmen einen fixen Betrag.

Kriterien für Facebook Deals

Der Einsatz von Facebook Deals wird jedoch sicherlich nicht automatisch zu einem Erfolg werden. Konsumenten werden heutzutage von Angeboten, Coupons und Rabatten überschüttet und aus diesem Grund müssen bei der Erstellung und Vermarktung eines Deals bestimmte Kriterien genau beachtet werden:

  • Simple und klare Beschreibung des Angebots.
  • Exklusive Rabatte oder kleine Geschenke nur für Facebook Deals.
  • Vorbereitung der Mitarbeiter auf die Aktion. Wie können die Nutzer den Deal einlösen?
  • Aktion exakt planen und für genügend Kapazitäten sorgen.
  • Deals immer kurzfristig einsetzen. Langfristig angelegte Aktionen verlieren schnell an Kundeninteresse
  • Inhalte für die Facebook-Places-Seite bzw. Facebook-Seite abstimmen und planen.
  • Facebook für die Verbreitung des Deals einsetzen. Weitere Kanäle mit einbeziehen.

Deals gibt Facebook Places endlich den erhofften Mehrwert und wird aufgrund der enormen Nutzeranzahl von Facebook ein wichtiges Instrument für das Location-Based-Marketing werden. Vergleicht man die Zeit zwischen der Facebook-Places-Einführung in den USA und Deutschland, dürfte Facebook Deals zirka im Februar oder März 2011 auch in Deutschland verfügbar sein.