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Die Blogbeiträge zu Facebook Ads häufen sich und das Thema Facebook-Marketing gewinnt immer mehr an Bedeutung. Hier soll weniger darauf eingegangen werden, wie man diese Anzeigen erstellt, sondern viel mehr Optimierungs-Tipps gegeben und Erfahrungen geteilt werden. Alle Erfahrungen und Werte, die hier beschrieben werden, beziehen sich nur auf Deutschland und den E-Commerce-Bereich.

Die Zielgruppe von Facebook-Werbeanzeigen

Die Zielgruppe einer Facebook-Werbeanzeige bildet die Basis des Werbeprozesses, egal welches Thema und Produkt – jeder Werbende sucht sich einen Teil einer Zielgruppe aus, der für ihn am passendsten erscheint. Am Anfang sollte man für Facebook-Werbeanzeigen mehrere Zielgruppen wählen und diese parallel zu einander testen. Im ersten Schritt wählt man die Kernzielgruppe und teilt sie möglichst gut über verschiedene Facebook-Werbeanzeigen auf. Diese ersten Test-Kampagnen sind vor dem Start einer groflen Kampagne wichtig, um die beste Zielgruppe für Werbung bei Facebook zu identifizieren und damit nicht zu viel Budget zu riskieren.

Facebook-Anzeigen

Eine Facebook-Anzeige besteht aus einem 25-Zeichen-Titel, einem Text von bis zu 135 Zeichen und dazwischen ein Bild in der Sondergröße von 110×80 Pixel (maximal fünf Megabyte). Erfahrungen zeigen, dass das Bild auch bei Facebook-Anzeigen eine zentrale Rolle spielt. Somit sollten die Pixel gut genutzt sein und man sollte ein Bild einbinden, was den Bereich einer Facebook-Anzeige komplett ausnutzt. Ist das Bild nur Teil der 110×80 Pixel sollte es mit einem Rahmen eingegrenzt werden um die Aufmerksamkeit zu erhöhen.

Vorteile und Nachteile von Facebook-Anzeigen

Das System der Facebook-Werbeanzeigen ist noch verhältnismäßig jung und neben verschiedenen Vorteilen, lassen sich daher auch Nachteile ausmachen:

Vorteile von Facebook Werbeanzeigen:

  • Zielgruppen gerichtete Ansprache, teilweise sehr genaue Erreichung von Nischen.
  • Facebook-Anzeigen generieren zusätzlichen Traffic.
  • Durch Werbeanzeigen bei Facebook ergeben sich Branding-Effekte, die auch in der Masse und nicht nur bei Nische- Zielgruppen wirken.
  • Auch eine regionale Ansprache wird durch Facebook-Anzeigen ermöglicht.

Und die Nachteile von Facebook Werbeanzeigen:

  • Teilweise sind Facebook-Anzeigen sehr teuer im Vergleich zu anderen Themen auf Google.
  • Durch die geringe Klickrate entstehend steigende Klickpreise.
  • Es besteht bei Facebook-Anzeigen keine direkte Kaufabsicht der Zielgruppe, wodurch sich eine geringere Conversion-Rate ergibt.
  • Die Erstellung einer Facebook-Anzeige im Online-System ist häufig sehr langwierig.
  • Das gesamte System der Facebook-Anzeigen ist noch ausbaufähig, da es noch nicht sehr ausgereift ist.
  • Es gibt keine Informationen zur Funktionsweise der Facebook-Anzeigen.
  • Facebook liefert keine Informationen zum Potential der Zielgruppe: Würde man mehr Impressions erzielen, wenn man den Klickpreis erhöht, wenn ja, wie viele?

Kosten und Preise für Facebook-Anzeigen

In Deutschland erreicht man über Facebook laut Facebookmarketing.de 9,6 Millionen Nutzer mit einem durchschnittlichen Klickpreis von 0,24 Euro (Stand vom 15. Mai 2010). Erstellt man eine Facebook-Anzeige und wählt noch keine Zielgruppe aus, zeigt Facebook aktuell einen CPC von 0,58 bis 0,78 Euro an. Erfahrungsgemäß liegt der Durchschnitts-CPC bei verschiedenen Kunden, Kampagnen und Zielgruppen für Frauen bei zirka 0,4 Euro und für Männer bei zirka 0,6 Euro. Billiger wird es je spezieller und auch kleiner die ausgewählte Zielgruppe ist.

Es wird viele Werbekunden geben, die bei Adwords für einen günstigeren Klickpreis werben können und eine Zielgruppe mit Kaufabsicht erreichen. Das erfordert eine gute Optimierung der Facebook Ads und der Zielgruppe um durch eine höhere Conversionrate diesen Klickpreisunterschied auszugleichen. Dennoch darf der Branding-Effekt einer Facebook-Anzeige nicht außer Acht gelassen werden. Die eingeblendete Facebook-Werbung ist ohne Klick kostenlos und mit auffälligem Logo in der Anzeige recht wirksam.

Das Tracking von Facebook-Anzeigen

Speziell im Ecommerce-Bereich sind für den Werbetreibenden bei Facebook nicht nur die Klickrate und die Klicks wichtig. Das Ziel sind entsprechende Umsätze. Um diese zu erfassen und den Anzeigen zuzuordnen, gibt es zwei Tracking-Möglichkeiten. Diese beiden Möglichkeiten sollten am besten parallel genutzt werden, da jede seine eigenen Vorteile bietet.

  1. Das Conversion-Tracking von Facebook. Derzeit ist es noch ein Beta-Test, aber vermutlich wird diese Option in allen Facebook-Werbekonten eingeblendet werden. Mit dem Conversion-Tracking von Facebook wird – ähnlich wie bei Adwords – ein HTML-Code auf der Verkaufsbestätigungsseite eingebaut und sobald diese in Kombination mit dem entsprechenden Cookie aufgerufen wird, gibt es eine Rückmeldung an Facebook und in den Berichten erscheinen die entsprechenden Sales – leider nur die Sales und keine Umsätze.
  2. Analytics. Mit entsprechenden an Analytics angepassten Links ist es möglich, sowohl Verkäufe als auch Umsätze zu identifizieren, die über Facebook realisiert wurden. Es empfiehlt sich für jede Anzeige einen anderen Link zu verwenden, sodass die Umsätze der Anzeige und damit auch der Zielgruppe zugeordnet werden können.

Die Optimierung von Facebook-Anzeigen

Bereits nach kurzer Zeit zeigt sich häufig, dass der empfohlene CPC von Facebook höher liegt als am Anfang. Den Grund der steigenden Klickpreise vermuten Experten man in den schlechten Klickraten (unter 0,1 Prozent). Leider ist eine Klickrate von 0,1 Prozent nicht so einfach zu erreichen. Für gewöhnlich tendieren Werbetreibende bei den ersten Tests dazu, aus Sicherheit mit niedrigeren CPCs zu starten und so beginnt ein Teufelskreis: Man erscheint auf schlechteren Anzeigenplätzen, die Klickraten sind schlecht und man muss immer höhere Klickpreise zahlen, um noch angezeigt zu werden. Aus diesem Grund sollte man am Anfang lieber etwas höher starten und mit der Zeit den Klickpreis absenken, anstatt zu niedrig zu starten und von Facebook höhere Preise diktiert zu bekommen.

Tipps zur Optimierung von Facebook-Anzeigen:

  • Es sollte mit vielen kleineren Test-Kampagnen an den Start gegangen werden, bevor man eine grofle Kampagne startet.
  • Die regelmäßige Kontrolle der Anzeige ist unerlässlich, da bei Facebook Ads regelmäßig Neuerungen erscheinen und auch die Klickpreise schwanken.
  • Es empfiehlt sich stets, eine spezielle Facebook-Landingpage anzulegen.
  • Bilder regelmäßig austauschen! Da die Anzeigen viele Impressions erreichen, kann es sein, dass der User sie irgendwann übersieht. Damit das nicht passiert: Bilder erneuern.
  • Lieber kleinere Zielgruppen für eine Facebook-Anzeige anlegen, so hat man eine spezielle Ansprache und einen günstigeren Klickpreis. Je größer die Ziel-Gruppe definiert wird, umso teurer ist anschließend die Facebook-Anzeige, je kleiner die Zielgruppe, umso billiger wird die Anzeige.
  • Es gibt aber auch Ausnahmen: Manchmal ist eine kleine Zielgruppe doch teurer als die Masse, dies liegt dann wahrscheinlich daran, dass die Zielgruppe stärker nachgefragt wird. Deswegen: Eine passende Nische mit günstigen Preisen finden, was sich gut über Gruppen und Seiten testen lässt.
  • Bilder optimieren: Die gesamte Größe nutzen oder Bild einrahmen sowie Farbe benutzen, um mehr Aufmerksamkeit zu erzeugen.
  • Die zur Verfügung stehenden Textzeichen in der Werbeanzeige ausnutzen.

Fraglich ist, wie sich das Thema Facebook-Werbung weiterentwickeln wird, da die Zielgruppen begrenzt sind. Die Werbepartner könnten zunehmen und diese steigende Konkurrenz nur über den Preis zu regeln, wäre sicher nicht optimal.

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Bildmaterial: roganjosh
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