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Durch den Boom der Smartphone-Industrie bekommen mobile Applikationen einen ähnlichen Stellenwert wie Webseiten. Eine Vielzahl von Apps sind, in Sachen Usability, aber nicht wirklich optimal. Speziell die Anmeldung und Registrierung auf einem Smartphone ist meist zeitraubend und nervig. Immer mehr Webdienste erleichtern ihren Nutzern die Anmeldung, indem Sie statt einer langwierigen Registrierung auf den einfachen Login mit „Facebook Connect“ setzen. Jan Firsching von Facebookbiz (www.facebookbiz.de) erklärt wieso sich die Einmalanmeldung (Single Sign-On) zur Standardanmeldung für mobile Apps entwickeln könnte.

Single Sing-On vereinfacht mobile Anmeldung

Facebook macht mit seinem sogenannten „Single Sign-On“ so manchen Login einfacher. Was hier passiert, ist schnell erklärt. Ein Großteil der mobilen Facebook Nutzer, aktuell sind es über 250 Millionen, sind dauerhaft mit ihrem Facebook Konto verbunden. Dieser Zustand kann von Apps genutzt werden und ähnlich wie bei stationären Webseiten, können sich User mit ihrem Facebook Konto auch bei mobilen Anwendungen anmelden und registrieren.

Single Sign-On bietet sowohl für die Nutzer, als auch für die Applikationsentwickler einige Vorteile. Kein lästiges Anmelden mehr und einfaches Teilen auf Facebook. So wird neben einer verbesserten Usability auch zusätzliche Reichweite für die App geschaffen.

Open Graph bietet mobilen Apps viele Möglichkeiten

Doch Single Sign-On ist nur der erste Schritt bei einer Facebook Integration in mobile Applikationen. Neben der Anmeldung, können auch noch weitere Facebook Funktionen integriert werden. Verschiedene Apps verwenden bereits eine Verknüpfung zu Facebooks eigenem ortsbasierten Dienst „Places“ (Orte). Hiermit können Nutzer auch mittels Applikationen von Drittanbietern Check-Ins auslösen und Facebook Freunde mit markieren.

Wie Applikationen auf Facebook.com, können auch mobile Apps zudem „Berechtigungen“ abfragen und so Zugriff auf die Nutzerinformationen erhalten. Und jetzt wird es spannend. Greift eine App über Single Sign-On auf die Daten von Facebook Freunden zu, können anhand dieser Informationen beispielsweise persönliche Bewertungen oder Empfehlungen ausgegeben werden. Beispiele hierfür wären Restaurants die Facebook Freunde besucht haben, oder Produkte die Freunde gekauft und bewertet haben.

200.000 Apps verwenden schon Facebook Features

Über 200.000 Apps verwenden bereits Facebook Features. Meist wird hier aber nur die Möglichkeit geboten nach Facebook Kontakten zu suchen und diese zur App einzuladen. Sicherlich eine wichtige Funktion, doch hiermit wird das Potential von Facebook bei Weitem nicht ausgeschöpft. Facebook speichert Nutzerinformationen im sogenannten Open Graph ab. Diese Daten sind auch mobil einsetzbar.

Unternehmen verwenden diese Daten auch auf Webseiten, betrachtet man die mobile App des Unternehmens, findet man nur in den seltensten Fällen eine ähnliche Verknüpfung.

Apps sollten zum Start nur Basisinformationen abfragen

Entwickler und Unternehmen sollten die Informationen mit Bedacht einsetzen und bei den Nutzern abfragen. Es gibt viele Facebook Anwendungen, die auf Grund ihrer Berechtigungen von den Nutzern abgelehnt und nicht verwendet werden. Bei einigen Berechtigungen, wie dem Offline-Access (Applikation kann auf das Nutzerprofil zugreifen und beispielsweise Beiträge veröffentlichen, auch wenn der Nutzer nicht online ist), kann die Abbruchquote auf bis zu 36 Prozent steigen. Bei der mobilen Nutzung kann man annehmen, dass dieser Wert noch höher liegt. Eine Faustregel von Facebook hierzu lautet:

„Wenn der Nutzer bei den Berechtigungen scrollen muss, um alle Abfragen zusehen, wird die App nicht verwendet.“

Mobile Apps sollten zu Beginn nur mit den Basisinformationen arbeiten und bei Bedarf weitere Berechtigungen abfragen. Da sich der Nutzer über Single Sign-On angemeldet hat, ist solch eine Abfrage problemlos möglich.

Fazit: Mobile Apps profitieren von Facebook

Viele mobile Apps können von einer Facebook Verknüpfung profitieren. Schritt eins ist die Optimierung des Logins und anschließend kann über den richtigen Einsatz der Open Graph Informationen den Nutzern ein relevanter Mehrwert geboten werden. Viele Apps nutzen ortsbasierte Informationen und verknüpfen diese mit Daten der stationären Plattform. Werden diese Daten nun mit den Facebook Freunden des Nutzers verknüpft, entsteht ein persönlicheres Erlebnis und auch der Informationsgehalt der App steigt.

Der Mehrwert für die Unternehmen liegt in der zusätzlichen Verbreitung der App auf Facebook und in dem verbesserten Nutzererlebnis, dass zu einem intensiveren und häufigeren Einsatz der App führen wird.