Egal ob affilinet, Zanox (www.zanox.com) oder webgains – Affiliate-Netzwerke bringen zweifelsohne viele Vorteile beim Aufbau eines eigenen Partnerprogramms. Relativ schnell und einfach erreicht man so auch als StartUp eine Vielzahl an potentiellen Affiliates für das eigene Programm und kann innerhalb kurzer Zeit seine Umsätze steigern. Über ein Verwaltungsinterface der Anbieter kann man einfach Kampagnen, Provisionsmodelle und Werbemittel kontrollieren und die Effizienz seines Affiliate-Marketings steigern.

Software-Tools fürs Affiliate-Marketing

Schnell wird man dort jedoch mit hohen Einrichtungsgebühren sowie laufenden monatlichen Gebühren, die man an die Betreiber der Netzwerke ausschüttet, konfrontiert. In den meisten Fällen hat man zudem nicht die volle Kontrolle über das Partnerprogramm und somit sein eigenes Affiliate-Marketing.  Hier kann eine Affiliate-Software Abhilfe schaffen, mit welcher man bequem, schnell und einfach ein eigenes Partnerprogramm als Merchant aufbauen kann. Damit wäre man auch vollkommen unabhängig von den Netzwerken. Die Qualität der angebotenen Tools kann stark variieren, doch die meisten davon bieten zahlreiche Features, die es ermöglichen genauso gezielt alle relevanten Daten, Abrechnungen und Statistiken unter die Lupe zu nehmen.

Welche Arten von Affiliate-Software gibt es?

Zunächst muss man bei der Suche nach einem geeigneten Tool zwischen den zwei existierenden Formen unterscheiden. Auf der einen Seite gibt es Standalone-Software, die man auf seinem eigenen Server installiert und verwaltet. Auf der anderen Seite kann man die Software auch über einen Application-Service-Provider (ASP) beziehen. Dieser betreibt die Software auf seinen eigenen Servern. Als Kunde kann man über ein Webinterface auf die Software zugreifen und diese bedienen. Für die Wahl eines ASP sprechen einige Faktoren. Man benötigt einerseits selbst keine Hardware, um die Software betreiben zu können und andererseits fallen dadurch ebenfalls Kosten für Updates, das Überwachen und Instandhalten an. Bei der eigenen Kalkulation muss man allerdings auch berücksichtigen, dass für einen ASP neben den Einrichtungskosten für die Software zusätzlich eine monatliche Gebühr fällig wird. Eine Standalone-Software erfordert dagegen nur eine einmalige Installation. Weitere zukünftige Updates sind in der Regel im Preis inbegriffen. Hier liegt es also am Gründer selbst, zu schauen  welches Modell das geeignetere ist.

Was macht eine gute Affiliate-Software aus?

Ist die Wahl für eine Standalone-Software oder einen ASP getroffen, kann man gezielt nach den verschiedenen angebotenen Tools suchen. Durch unsere Arbeit bei Projecter fielen uns dabei folgende Standalone-Tools ins Auge:

An ASP-Anbietern überzeugten uns:

Neben diesen rein deutschsprachigen Tools gibt es jedoch auch eine Vielzahl an englischsprachiger Software. Diese können meist mittels eines Language-Packs übersetzt werden und bieten in der Regel dieselben Features. Allerdings bleiben diese im weiteren Verlauf unberücksichtigt.

Welche Anforderungen sollten an eine gute Affiliate-Software gestellt werden?

Diese Frage wird die meisten beschäftigen, die selbst noch keine Erfahrungen mit einem entsprechenden Tool sammeln konnten. Ausschlaggebend sind auf jeden Fall die Anforderungen, die man als Nutzer selbst an die Software stellt und die Frage, was man mit dem Partnerprogramm erreichen will. Folgende Features sollte eine Software unserer Meinung nach bieten:

  • Abrechnungsverwaltung / Automatische PDF-Abrechnungen
  • Automatische Vergütungsmodelle / Provisionsverwaltung (mit Lifetime-Vergütung)
  • Budgetüberwachung
  • Deeplinking-Funktion für die Partner
  • Echtzeit-Berichte / Statistiken zu Kampagnen, Werbemitteln, Partnern und Webseiten
  • Individuelle Kommunikation mit Partnern
  • Login-Bereich für Partner
  • Newsletter-Versand
  • Produktdaten per CSV oder XML
  • Professionelles Anmeldeformular für Partner
  • Schutz vor Klickbetrug
  • Sub-ID-Tracking
  • Verwaltung von Partnerdaten
  • Verschiedene Tracking-Methoden
  • Werbemittelverwaltung mit Auswahl an Textlinks, Bannern u.a.

Viele dieser Anforderungen können die meisten Tools abdecken, doch bei einigen Kriterien trennt sich die Spreu vom Weizen. Bei der Auswahl sollte man also schauen, welche Software die wichtigsten und meisten Features erfüllt.

Betrachtet man die Tools einmal genauer, sieht man meistens direkt die Vor- und Nachteile der verschiedenen Anbieter. Als Merchant dürfte eine individuelle Anpassung der Softwareoberfläche an die Corporate-Identity wichtig sein. Zudem sollte das Tool möglichst leicht und unkompliziert an die bereits bestehende Soft- oder Hardware angebunden werden können. Oft werden bereits direkte Schnittstellen zu vielen Shop-Systemen geboten und ein Abgleich mit dem eigenen Warenbestand wird so erleichtert.

Daher sollte bei der Wahl der richtigen Software auf eine gute Usability für den Merchant selbst, aber auch die späteren Affiliates geachtet werden. Weiterhin sollten neue Partner durch ein professionelles Auftreten des Partnerprogramms überzeugt werden. Abhängig davon, welche Provisionsmodelle und Werbemittel man verwenden will, sollte die Software auch hier die gängigsten Formate unterstützen. Anhand dieser Kriterien kann man also bereits Unterschiede zwischen einer guten und weniger guten Affiliate-Software ausmachen.

Einige Features können Tools, die auf den ersten Blick einen guten Eindruck machen, jedoch schon vor ernsthafte Probleme stellen. So sollte man Echtzeitstatistiken, verschiedene Tracking-Methoden, die Erstellung von Produktdaten als CSV und eine Deeplinking-Funktion für die Partner als echten Mehrwert für ein Tool ansehen.

Software im direkten Vergleich

Im nächsten Teil des Berichtes befasst sich Patrick Hundt genauer mit den beiden Tools affiliate to date (von Data Becker) und QualityClick (von Netslave). Dabei wird er die Stärken und Schwächen detailliert betrachten und zeigen, welches Tool welchen Vorteil bietet.

Affiliate to Date, Quality Click, Affiliate-Software

Bildmaterial: wax115
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