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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sind für jeden Gründer und Unternehmer von entscheidender Bedeutung. Mit ihr fällt oder wächst ein Unternehmen. Daher ist es entscheidend, hier alles richtig zu machen. Öffentlichkeitsarbeit ist kein Hexenwerk und jeder sollte sich damit beschäftigen. Mit der Beachtung einfacher Regeln kann jeder, ohne viel Geld in die Hand nehmen zu müssen, eine professionelle Pressemitteilung schreiben, die die Sichtbarkeit der Marke oder des Unternehmens erhöht, aber auch die Aufmerksamkeit der Zielgruppe erregt. Hier sind einige Tipps und Tricks, die beim Erstellen von Pressemitteilungen unbedingt beachtet werden sollten.

1. News, die eine Pressemitteilung wert sind

Nicht alles, worüber man schreiben könnte, ist auch wirklich interessant. Man muss sich immer die Frage stellen: „Wenn ich ein Journalist wäre, würde ich darüber dann auch gerne schreiben?“ Ist die Antwort hierauf „nein“, so sollte man dazu keine Pressemitteilung veröffentlichen, sondern die Geschichte lieber auf einem Blog oder seiner Internet- oder Facebook-Seite posten.

2. Glaubwürdigkeit ist das A und O in Pressemitteilungen

In vielen Pressemitteilungen wird von dem neuesten und besten Produkt oder der innovativsten Lösung gesprochen. Erfahrene PR-Fachleute wissen jedoch: „ehrlich währt am längsten“. Nicht jedes Produkt kann das beste oder erfolgreichste sein. Man darf sich nicht täuschen, eine Pressemitteilung ist KEINE Werbung und nicht für den Endkunden bestimmt. Sie geht gezielt an Journalisten und Blogger, die etwas von ihrer Materie verstehen. Daher sollte die Pressemitteilung in einer objektiven Art geschrieben sein. Subjektivität, wie zum Beispiel Zitate von eigenen Angestellten, schadet nur der Glaubwürdigkeit. Man sollte lieber Fakten aus Studien oder die Meinungen Dritter für sich sprechen lassen.

3. Titel und 1. Absatz sind besonders wichtig

Leser haben nicht alle Zeit der Welt, um immer alles lesen zu können. Wenn nicht mit den allerersten Worten ihr Interesse geweckt wird, werden sie wohl kaum den Rest der Pressemitteilung lesen. Deshalb sollte der größte Aufwand auf einen griffigen und interessanten Titel und den ersten Absatz gelegt werden.

Der Titel muss den Kern der Pressemitteilung sofort treffen – er sollte kurz und präzise sein. Lange Titel langweilen.

Im ersten Absatz müssen alle Schlüsselwörter und Details vorhanden sein, in der es in der Pressemitteilung geht. Hier muss noch mehr Interesse am Weiterlesen hervorgerufen werden. Es ist die Möglichkeit, den Leser an den Haken zu bekommen. Der erste Absatz einer Pressemitteilung muss kurz und präzise sein. Am besten man versucht, wie in einem Tweet, seine Nachricht in 140 Zeichen zu schreiben. So wird dem Leser nicht langweilig. Viel länger sollte der erste Absatz nicht sein (zirka 200 Zeichen). Später, im Hauptteil der Pressemitteilung, ist genug Platz, um auch weiterführende Beispiele zu geben.

Mit dem Titel und ersten Absatz einer Pressemitteilung ist es wie beim Durchblättern einer Zeitung. Bei manchen Titeln bleibt man einfach hängen, überzeugen die ersten Zeilen jedoch nicht, wird weitergeblättert.

4. Der Schreibstil für Pressemitteilungen

Eine Pressemitteilung sollte in einem gebräuchlichen und professionellen Stil geschrieben und leicht zu lesen sein. Außerdem sollte die dritte Person benutzt werden, um Subjektivität und Unglaubwürdigkeit zu vermeiden. Sätze sollten kurz und prägnant sein. Zeitungslektoren raten „wo immer man einen Punkt setzen kann, sollte man einen Punkt setzen“. Das erleichtert das Lesen ungemein.

Zu laxe Sprache schadet ebenfalls der Seriosität der Pressemitteilung. Immer sollte mehrere Male von unterschiedlichen Personen Korrektur gelesen werden. Fehler im Text sind eine Peinlichkeit und keine Unterstützung für die Glaubwürdigkeit.

5. Zusätzliche Inhalte einer Pressemitteilung

Angehängte weitere Dokumente wie Bilder oder Logos bereichern die Leseerfahrung. Pressemitteilungen sind nicht mehr nur auf schwarzweißen Text beschränkt. Man sollte den Lesern die Möglichkeit geben, mehr über  einen zu erfahren mit qualitativ hochwertigen Bildern, Logos, Videos oder mit Links auf weiterführende Informationen. So kann das Interesse gestillt oder angeregt werden. Wenn Journalisten alle wichtigen Informationen schon zusammen mit der Pressemitteilung erhalten, wird es außerdem für sie leichter, über einen zu schreiben.

6. Nicht warten, starten!

Man sollte nicht mit einer Pressemitteilung warten, bis sich ein Journalist oder Blogger bei einem zurückmeldet, um über eine Neuigkeit mehr zu erfahren und über sie zu berichten. Man sollte selbst damit anfangen, die Neuigkeiten zu verbreiten: über den Firmen-Blog, die Facebook-Fans oder die Twitter-Follower. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass Interessierte einem schon folgen und die Neuigkeiten von sich aus weitergeben.

Bildmaterial: Cohdra