Werbung über alle Kanäle: Käuferportal hat ein Paar Radio-Spot Entwürfe gemacht. Bei Youtube kann man entsprechend reinhören .
Frage: hat jemand Erfahrung mit Conversions von Radio zu Web oder kennt beispiele von Internet Start-Ups, die über Radio skalieren konnten?
Ton ab…

Ich habe vor einigen Jahr mal ein paar Spots für meinen damaligen Onlineshop geschaltet. Die Spots waren kurz aber aufmerksamekeitsstark. Sie wurden sogar von den Moderatoren innerhalb des redaktionellen Programmteils erwähnt, weil sie so lustig waren.
Allerdings war das kaum in gesteigerten Page Impressions oder gar Bestellungen spürbar.
Ich würde empfehlen, die Spots frühestens ab 10 Uhr auszustrahlen. Dann werden zwar weniger Menschen erreicht, aber exakt jene, die in Büros arbeiten, nebenbei Radio hören und zugleich Webaccess haben.
Kurzum: Schade um das Geld.
Werbung im Dudelfunk wird selten beachtet und da es bei Käuferportal nichts umsonst gibt oder das Thema Sex & Crime tangiert, werden es 99% der Hörer sofort vergessen.
Das ist doch genauso wie die TV Werbungen der Pro7 Startups oder Ströers/Mediaventure Plakatwände.
Wenn man natürlich oft genug Werbung schaltet, kovergiert diese auch leidlich stückzahlmäßig.
Aber um welchen Preis?
Unabhängig davon solltest Du, Lukasz, möglicherweise bei soetwas auf Partner aus der Medienwelt setzen:
Ich hatte ja schon zu Sixt’s Projekten geschrieben, dass die mangels Medienkontakte und Konkurrenzverhältnis zu den bekannten Verlagen nie abheben werden.
Holtzbrinck, Burda, Springer, Ströer, Pro7 haben halt unmengen an Werbeflächen die sie für sowas intern nutzen können, auch wenn das beworbene Produkt lahm ist.
So toll virulent wie es bei StudiVZ wohl möglich war, lässt sich ein general interest e-commerce portal nicht promoten. Ein brands4friends invite only system ist für das aktuelle Projekt sicher auch nicht sinnvoll….
Sorry, wenn Du was anderes hören wolltest :)
Als Business Angel kann ich zu dem Thema folg. Feedback geben:
Radiowerbung ist der völlig verkehrte Weg. Zum anderen ist überhaupt das ganze Konzept einwenig verkehrt, wenn ich das mal so direkt ansprechen darf.
Der Nutzen wird einem nicht klar, wenn es doch Seiten wie Billiger.de gibt, die die günstigsten Preise zu allen Produkten anbieten.
Auch finde ich den Namen einwenig 08/15 oldschool und überhaupt nicht mehr “zeitgemäß”. Da wundert es mich doch schon sehr warum Sie Herr Gadowski in so ein Produkt investieren.
@Battlog:
* radiowerbung: muss man sehen, evntl. nicht sinnvoll. deswegen fragen wir nach erfahrungen. haben sie da konkrete?
* name: zielgruppe sind keine internetpioniere… sonst hätten wir es “kfrprtl” genannt ;)
* billiger.de vs. käuferportal: unterschiedliche zielgruppen. ab de, 1.10 mal sowohl bei billiger.de als auch bei käuferportal nach ‘kopierer’ suchen, dann wird es klar (hoffe ich zumindest ;)
Erfahrung direkt nicht. Ich würde empfehlen, den bekanntesten Radiosender 5 Tage aufzunehmen und zu analysieren, wie viele Spots für Internetseiten geschaltet werden.
Wenn keine Internetseite im Radiosender beworben wird, dann liegt es vielleicht daran, dass es sich nicht lohnt oder keiner das Potenzial erkannt hat.
Wenn man es aber wirklich testen will, dann muss man es eben am Ende selbst testen und die Rückquote analysieren.
Wie auch immer, wünsch ich Euch viel Glück und gute Gelingen bei der Umsetzung.
Gruß
Christian
Soo schlecht ist die Idee mit der Radiowerbung sicherlich nicht. Die Zielgruppe ist sicherlich eine der schwierigsten in der Werbeansprache.
Aber der Name würde mich auch nicht antörnen wenn ich ihn lese der höre. Das „08/15 oldschool“ halte ich trotzdem für vollkommen richtig. Ist nun mal (noch) nicht die Internetaffinste Zielgruppe. Aber bei Käuferportal habe ich sofort an Einkaufsportale auf denen sich meine Frau „rum treibt „, oder an Stiftung Warentest gedacht. Mir sind sofort einige andere Domainnamen eingefallen, die mich eher ansprechen würden und welche auch noch frei sind.
Nun, ich besitze selbst 18jährige Zielgruppenmerkmale dieses Portals und denke mal schnell was ich und mein KMU-Umfeld so treiben.
Ich/wir:
-lesen Zeitung -> zu Hause Tageszeitung, beim Frühstück unterwegs oft Bild, aber
auch intensiv Fachzeitschriften und Handwerkskammerblatt (Kategorie1-9
Beschäftigte ca. 1,7Mio Betriebe)
-lassen den ganzen Tag das Radio „dudeln“ ob im Auto, Büro, Baustelle,
-trauern unseren Investments der Internetblase nach und schauen uns immer noch
die Kurse im N-TV Videotext an,
-kommen spät nach Hause und schlafen beim fernsehen schnell ein
-wenn wir die Post machen kommt die Werbung meist ungelesen in die runde Ablage
„Die Plattform löst das Beschaffungsproblem des Mittelstandes“ Hm…hier hab ich länger drüber nachgedacht. Welches Beschaffungsproblem hat der Mittelstand? – ich hatte keines. Ich würde meine Telefonanlage auch nicht übers Internet kaufen – dann müsste ich das Ding auch noch installieren.
Ein letztes Wort zum Radiospot. Im Rahmen einer Internetidee, welche ich selbst gerade bearbeite habe ich mit ca. 50 Kollegen telefoniert und gefragt:
Was haltet Ihr von B-to-B? Beim Hauptteil kam eine Antwort in folgender Form.
„Hast Du sie noch Alle… Wir sind hetero“
Wie Sie selbst sagen – Zielgruppe sind keine Internetpioniere…
Wünsche Ihnen aufrichtig viel Erfolg!
Hagen Fölsener
Radiowerbung mit überschaubarem Budget für ein Web-Startup ist cash burn pur. Dafür gibt es mehrere Argumente: 1. Medienbruch, 2. Radiowerbung trifft Konsumenten nicht in der konkreten Bedarfssituation, 3. Enorme Streuverluste (66% der Deutschen sind online, man erreicht damit also auch 34% unpassende Zielgruppe – und das nur als Rechenbeispiel für Online-/Offline), 4. Geringes Budget reicht nicht, um eine Marke langfristig aufzubauen (anders gesagt: wenn ihr crossmedial eine siebenstellige Summe in die Hand nehmt, kann das Druck aufbauen, ansonsten verpufft es wertlos). Neben der Theorie sehe ich das aber auch aus eigener Erfahrung. Wir hatten mit http://www.tripsbytips.de und mit http://de.escapio.com jeweils mehrere redaktionelle Radiobeiträge, in denen mehrfach die URL genannt wurde. Redaktionelle Beiträge sind deutlich wertvoller, weil sie als Empfehlung des Senders verstanden werden, nicht als Werbung. Die Response online war nicht messbar. Meine Empfehlung: Finger weg davon, Ressourcen voll auf online konzentrieren.
Grundsätzlich ist Radiowerbung das perfekte Tool um schnell und preiswert Traffic auf einer Website zu generieren.
Werde ich mit derartigen Kampagnen beauftragt (und das passiert sehr häufig), lasse ich mir zunächst basiert auf MA und VuMA eine exakte Zielgruppenanalyse erstellen. Dabei kommt es vorrangig auf die Definition des Auftraggebers an: Konsuminteresse, Altersgruppe, Geschlecht, Einkommensgruppe, Onlinenutzung, Sendegebiet können dabei z.B. wichtige Kriterien sein.
Auf Grundlage einer solchen Auswertung kann ich für meinen Kunden eine perfekte und streuverlustarme Planung vornehmen. Weiterhin ist natürlich auch die Kreation eines entsprechenden Spots sensibel anzugehen. Als Beispiel kann ich hier eine Kampagne anführen, die ich für den Landesinnungsverband der Augenoptiker in Hessen geplant, produziert und geschaltet habe. Für den Verband ist damals eine neue Website entstanden. Um entsprechendes Publikum auf die neu aufgeschaltete Website aufmerksam zu machen, habe ich eine ZG-Analyse mit Informationsinteresse Sehhilfen und Nutzung von Online-Diensten im Gebiet Hessen auswerten lassen. Optimal war für diese Mono-Kampagne hr3. Bereits am ersten Tag wurden nach nur 3 Spotschaltungen zwischen 10.00 und 18.00 Uhr annähernd 4000 Besucher auf der Website begrüßt.
Einer der dafür produzierten Spots zum Thema Sehschärfebestimmung befindet sich auf meiner Website http://radiokreaktiv.de/radiospots-audioproduktion.html unter dem Titel Augenoptiker “Verona”.
Wer mehr zu diesem Thema von mir erfahren möchte, darf gerne Kontakt aufnehmen.
Kreaktive Grüße, Jens Tippenhauer
Um kurz und knackig eine Antwort zu geben die vielleicht am ehesten eine Hilfe sein koennte:
Im Schnitt liegt die Radio zu Web Conversion innerhalb Deutschlands bei 7%, alles ueber 18% ist wohl “sensationell”.
Stammt aus einer Studie einer Werbeagentur die ich vor einer Weile gelesen habe.
Lg,
Leif
also, zusätzlich zu den kommentaren hier habe ich auch noch ein paar antworten offline bekommen (vielen dank!).
vorläufiges fazit: so richtig einen konkreten success case für radio-werbung auf online konnte niemand nennen. wir lassen es somit dann wohl ersteinmal sein – es sei denn, jemand gibt uns einen richtig schönen sweet-deal (erfolgsabhängig und so), dann probieren wir es mehr als gerne aus :)
die käuferportal radiowerbung-entwürfe kommen übrigens von einem bewerber im zuge seiner bewerbung – also nicht wirklich geplant. dass ist doch mal handfestes & begeistert. und: ja, er wurde genommen! :)
Lieber Lukasz, möglicherweise hilft Dir (und allen anderen Interessierten) ein Ergebnis der ARD Sales & Services Forschung zum Thema Radio und Internet weiter, das Du unter folgendem Link abrufen kannst: http://www.ard-werbung.de/fileadmin/downloads/forschung/radio_forschungsbroschuere07.pdf
Da gibt es echte Zahlen.
Sonnige Grüße aus Berlin
Jens Tippenhauer
Wir haben 2005 Radiowerbung bei einem Sender gebucht. Das Ergebnis war ernüchternd, obwohl auch redaktionell Berichtet wurde, wir gleichzeitig einen Werbebanner auf der Startseite des Senders hatten und als Sposor einer Sendung auftraten.
Fazit:
Viel Geld – wenig Erfolg