Es ist bisher nicht eindeutig geklärt, ob es rechtskonform ist, bei Google auf fremde Marken zu bieten, um die eigene Werbung neben den entsprechenden Keywords zu positionieren. Für den Markeninhaber selbst ist es freilich keine angenehme Sache, wenn Mitbewerber Anzeigen auf die eigene Marke schalten. Um gar nicht erst in die Situation zu kommen sich über diese Wettbewerber zu ärgern, gibt es einen einfachen und effektiven Weg dies zu vermeiden: die Marke bei Google anmelden.

Der Weg dahin führt über das Formular für Markenbeschwerden von Google. Der Name lässt zwar vermuten, dass man sich hier nur beschweren kann, man kann mit diesem Formular aber auch seine Marke schützen lassen und alle Mitbewerber ausschließen.

Um eine Marke anzumelden braucht man eine eingetragene Marke beim Deutschen Marken und Patentamt (DPMA) oder beim OHIM (dem Europäischen Marken- und Patentamt). Es wird eine Wortmarke benötigt um diese bei Google anzumelden. Eine Bildmarke oder Wort-/Bildmarke reicht für eine Markenanmeldung bei Google in Deutschland hingegen nicht aus.

Tipps zum Ausfüllen des Formulars:

  1. Der Beschwerdeführer muss mit dem Markeninhaber übereinstimmen.
  2. Die eigene Google Adwords-Kundennummer sollte eingetragen werden, damit die eigenen Anzeigen weiterhin geschaltet werden. Auch andere Accounts sollten mit eingetragen werden, welche die Legitimation besitzen, auf die Marke zu bieten oder falls man als Unternehmen mehrere Adwords-Konten hat, die auf die Marke bieten.
  3. Stets die Marke eintragen: Name, Land und die Option Wortmarke auswählen, auch wenn es andere Optionen gibt, wie Wortbildmarke und Bildmarke. Denn wie gesagt, kann in Deutschland nur mit einer Wortmarke eine Marke bei Google geschützt werden.
  4. Auch schön brav die Antrags- oder Registrierungsnummer eintragen, dies erleichtert die Suche der entsprechenden Inhalte.
  5. In den Notizen kann es nicht schaden, den Link zur Markenanmeldung beim DPMA oder OHIM mit einzutragen.

Je nach Auftragsvolumen des Teams für die Markenbeschwerde, wird die Anfrage innerhalb von  einem bis zehn Tagen (so  lehrt die Erfahrung) bearbeitet. Mit der Bestätigung verschwinden alle Anzeigen der Mitbewerber.

Wer kann dennoch auf meine Marke bieten?

Man unterscheidet bei einer Adwords-Kampagne immer zwischen Land und Sprache. Je nach Eintragung der Marke, kann ich meine Marke bei Google für bestimmte Länder schützen lassen. Als Beispiel: Meine Marke ist im Land Deutschland für alle Sprachen geschützt. Keiner kann mit der Kampagnen-Einstellung auf den Ort Deutschland, Anzeigen auf meine Marke buchen.

Für das Land Korea hingegen können etwa auch andere auf die Marke buchen (die Marke ist ja nur in Deutschland geschützt). Hier ist es auch möglich, die Sprache “Deutsch” zu wählen. So können die Mitbewerber alle Deutschen in Korea mit einer Anzeige auf dieser Marke erreichen.

Zusammenfassung der Voraussetzungen, die man für eine Markenanmeldung bei Google braucht

  1. Die eigene Marke muss beim DPMA oder OHIM angemeldet sein.
  2. Eine Marke kann nur geschützt werden, wenn sie als Wortmarke eingetragen ist.
  3. Ihr solltet stets die Account-Nummer und die Nummern anderer zugelassener Accounts zur Hand haben.

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Bildmaterial: xololounge
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