Groß konzertierte Online-Marketingaktionen wie Black-Friday und Cyber-Monday sind mittlerweile nicht mehr aus dem Handel wegzudenken. Immer mehr Unternehmen setzen auf solche Sonderaktionen und bieten ihren Kunden spezielle Angebote an diesen Tagen an. In Zeiten von Social-Media und Web 2.0 spielt auch Facebook eine entscheidende Rolle. Unternehmen versuchen das größte soziale Netzwerk für ihre Aktionen einzusetzen. Sei es als reiner Kanal zur Informationsverbreitung oder direkt für den Abverkauf.

Vorreiter auf Facebook sind auch hier US-amerikanische Unternehmen, die das Potenzial Facebooks bzw. von Social-Commerce erkannt haben und mittlerweile gute Ansätze in Richtung Facebook portieren. Generell ist zwischen Unternehmen mit Individuallösungen und vorgefertigten Tools bzw. Shop-Applikationen zu unterscheiden.
Social-Commerce mit Baukasten-Systemen
Ein erfolgreiches Beispiel für eine fertige Shop-Applikation-Software für Facebook ist das Unternehmen Payvment, welches erst kürzlich eine weitere Finanzspitze in Höhe von sechs Millionen US-Dollar erhalten hat. Zurzeit befindet sich das Tool noch in einer öffentlichen Beta-Phase, das heißt Payvment steht noch kostenlos zur Verfügung. Als Gegenleistung bittet Payvment die User um Feedback zur Verbesserung der Software.
Das deutsche Unternehmen fahrrad.de hat sich dagegen für eine Lösung aus Österreich entschieden – ShopShare. ShopShare ist ebenfalls eine fertige Applikation, mit der ein kompletter Online-Shop auf einer Facebook-Seite abgebildet werden kann. Ein Beispiel findet ihr auf der Facebook-Seite von Fahrrad.de: Der gesamte Online-Shop des Fahrradhändlers findet sich auf Facebook wieder. Werden Produkte über die Facebook-Seite gekauft, fällt zum Kaufanreiz ein exklusiver Rabatt von zehn Prozent an. Dass die Applikation auch über das Gütesiegel von Trusted Shops verfügt, zeigt dass sämtliche Kriterien die ein Online-Shop erfüllen muss, auch auf Facebook umgesetzt werden können.
Individuelle Shopsoftware für Facebook
Vom Design her spielen sowohl ShopShare, als auch Payvment nicht in der obersten Liga. Wer eine Shop-Lösung einsetzen möchte und dabei auch das Corporate-Design nicht vernachlässigen will (oder darf), kommt um eine individuelle Applikation nicht herum.
Die Ansätze für individuell gestaltete Facebook-Seiten sind zumeist recht minimalistisch gestaltet und vom Funktionsumfang gering. So setzt ein Großteil der Unternehmen auf einen Produktkatalog mit Suchfunktion, die tatsächliche Kaufabwicklung findet meist noch auf einer externen Webseite statt. Ein sehr gelungenes Beispiel für eine Produktpräsentation zeigt das Modelabel Mexx.
Es gibt aber auch Unternehmen, die einen Schritt weiter gehen, dem Begriff Social-Commerce mehr Aussagekraft verleihen und das Potenzial Facebooks besser ausschöpfen. Der Online-Marktplatz Etsy nutzt beispielsweise eine Facebook-Applikation, welche die Interessen der Nutzer abfragt. Gefallen einem Nutzer Diesel und Levi’s auf Facebook, bekommt er direkt Produktvorschläge zu diesen beiden Marken angeboten. Haben Facebook-Freunde sich ebenso mit Etsy vernetzt, kann man sich ihre Produktvorschläge, zum Beispiel für Weihnachtsgeschenke, anzeigen lassen.
Facebook und Group-Buying
Auch für das Feld Group-Buying und Couponing bietet Facebook ideale Voraussetzungen. Hauptanreiz für die Anmeldung auf diesen Plattformen sind Rabatte und Gutscheine. Verbinden solche Services Facebook-Seiten und Applikationen, lassen sich aktuelle Aktionen schnell innerhalb des Freundeskreises und darüber hinaus verbreiten. Beispiele kommen hier unter anderem von Wal Mart und Amazon, die spezielle Angebote nur veröffentlicht haben, nachdem eine gewisse Anzahl von Nutzern „Gefällt mir“ geklickt haben.
Man sollte aber auch nicht außer Acht lassen, dass Facebook von den Nutzern hauptsächlich für die Kommunikation mit Freunden verwendet wird. Unternehmen sollten genau überlegen, ob die Integration eines Shops auf ihrer Facebook-Seite Sinn macht, oder ob es doch vielleicht besser ist, den Shop nicht einzubauen. Bei sämtlichen Facebook-Aktivitäten muss die Zufriedenheit der Nutzer im Vordergrund stehen – dies führt langfristig auch zu neuen Kunden.

Interessanter Artikel. FB wird in Zukunft sicher sehr wichtig werden im cCommerce. Wenn man jetzt allerdings einsteigen will, sollte man vor allem auch darauf achten, dass man sich für eine Lösung entscheidet, welche Facebook Credits unterstützt. Als erstes sind es zwar nur die Games, in Zukunft werden aber bestimmt alle Verkäufe auf FB durch dieses System abgewickelt werden müssen.
Lehrreicher Beitrag. Bereichernd, wenn man sowas auch mal aus einer anderen Perspektive betrachten kann.
Besonders der neue ASOS F-Commerce Store ist super geworden: http://apps.facebook.com/asosofficial/
Sehr interessanter Ansatz. Insbesondere die fahrrad.de Lösung mit ShopShare gefällt mir ziemlich gut. Bin auch mal gespannt wie sich das mit den FB credits entwickelt.
Danke für die wertvollen Tipps.
[...] Facebook als E-Commerce-Plattform? Via: Gründerszene Verwandte ArtikelLinks der Woche: Recht, e-Commerce, Facebook AdsLinks der Woche: Schwerpunkt RechtLinks der Woche: Recht, plötzlich Millionär, Apple1 unterm HammerLinks der Woche: Werbung mit Aufmerksamkeitsgarantie, Recht, Shop-Abverkauf steigern, professionelle Facebook LandingpagesLinks der Woche: Recht, Zahlungssysteme Online-Shops, e-Commerce,Facebook, VersteigerungenPowered by Contextual Related Posts Tags: Check-Out, Conversion, eMail Werbung Einwilligung, Facebook, Incentives, Konversion, Spielzeug Kennzeichnung, Umsatzsteuer Privatverkäufe, Widerrufsbelehrung [...]
@ Michael: Der erwähnte Shop nennt sich Facebookshop, ist aber in wirklichkeit eine facebookcanvasapplikation. In mein Blog schreibe ich gerade eine Serie über die verschiedenen Arten von Facebookshops:
http://www.gefaellt-mir.eu
Guter Beitrag. Gibt mittlerweilen einige vielversprechende Facebook E-Commerce Lösungen welche auch die Vorteile der viralen Verbreitung über FB auszunutzen wissen.
Allerdings sind bei allen Lösungen die Shop Betreiber gefordert, denn auf FB verkaufen ist etwas anderes als über Google zu verkaufen. Die Leute suchen auf FB in erster Linie unterhaltung, während auf Google nach bestimmten Fragen und Lösungen gesucht wird.
Der Beitrag enthält interessante und wichtige Aspekte. In bezug auf Facebook ist e-commerce wichtig und sicherlich auch ain spannender Ansatz, aber es wird leider gerne vergessen, dass beim sogenannten F-Commerce nicht nur die Möglichkeit zur Bestellung sondern auch die Möglichkeit zur Kritik nur wenige Mausklicks voneinander entfernt liegen. Siehe auch http://www.marketingfish.de/all/f-commerce-acht-regeln-wie-sie-mit-ihrem-facebook-shop-erfolgreich-werden-5736/