Usability: Wie viel „Beta“ ist erlaubt
Was früher unmöglich war ist heute Standard – die Beta Phase beim Kunden. Viele Projekte kommen niemals aus der Beta Phase und werden in diesem Status stückweise weiterentwickelt. Anhand der gewonnen Erkenntnisse werden Änderungen am Look&Feel, an den Prozessen oder sogar am Geschäftsmodell vorgenommen. Da stellt sich natürlich die Frage: Wie wichtig ist die Beta Phase und wie viel Beta ist eigentlich erlaubt?Â
Der Begriff „Beta Phase“ ist vor allem bei Online Projekten nicht genau definiert. In der Software Entwicklung ist die Beta Version eine bereits fertig entwickelte Software, die alle Funktionen enthält und nur noch nicht vollständig getestet wurde. Die Beta Phase soll helfen Fehler aufzudecken und das Produkt final fertig zu stellen.Â
Aus Usability Gesichtspunkten ist die Beta Phase kritisch zu bewerten, denn ein nicht fertiges Produkt erfüllt häufig nicht die Kriterien der Nutzerfreundlichkeit. Die Transaktionsquote kann dadurch negativ beeinflusst werden und letztendlich liefert die Beta Phase ein nicht mehr eindeutiges Bild. Sind die Ergebnisse so negativ, weil die Seite nicht gut genug war oder sind die Ergebnisse negativ, weil das Geschäftsmodell schlecht ist. Daher müssen bereits in der Beta Phase die wichtigsten Kriterien eines nutzerfreundlichen Services erfüllt werden. Folgende 5 Punkte sollten Sie daher in jedem Fall prüfen bevor Sie mit Beta starten.Â
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Wirkt die Seite professionell und seriös
Dazu gehören ein gutes und professionelles Design, ein Logo und ein Name. Ein Beta Projekt sollte fertig entwickelt sein und sich nicht in den folgenden Wochen so stark verändern, dass die User es nicht wieder erkennen.Â
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Ist der Geschäftsinhalt eindeutig erkennbar
Egal wie innovativ das Geschäftsmodell ist, der Geschäftsinhalt muss bereits auf der Startseite eindeutig erkennbar sein. Wer seinen Service erst auf einer Unterseite detailliert erklärt, um auf Verständnis zu stoßen, wird seine Schwierigkeiten haben.Â
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Findet der User alle Informationen zur Vertrauensbildung
Ein Impressum und eine Telefonnummer sind nicht nur rechtlich eine Pflicht – sie dienen auch der Vertrauensbildung. Auch Hinweise zu den Datenschutzvorkehrungen, den Sicherheitsmaßnahmen oder Details zum Unternehmen und dem dahinter stehenden Team kann bei der Vertrauensbildung unterstützend sein.Â
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Findet der User alle Informationen, die er für eine Entscheidung benötigtÂ
Die Produkte und Services müssen detailliert beschrieben werden. Lieferzeiten bei Produkten, Laufzeiten bei Services, zusätzliche Kosten und Argumente helfen dem User seine Entscheidung zu treffen. Wenn das Angebot gut ist und der User dies erkennen kann, steht dem Kauf nichts mehr im Weg.
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Funktioniert der Bestell- oder AnmeldeprozessÂ
Beta Phase hin oder her – der Bestell oder Anmeldeprozess muss funktionieren. An dieser Stelle macht es keinen Sinn zu experimentieren. Der Prozess kann kontinuierlich optimiert werden aber die Basis muss stimmen.Â
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Letztendlich gilt bei allen Seiten der Usability Grundsatz Nummer 1: Eine Website oder ein Online-Shop muss einfach, verständlich und leicht erlernbar sein. Der Beta Test kann helfen kleine Unstimmigkeiten und Fehler noch zu finden und ist damit eine gute Methode sein Produkt zu optimieren. Die Optimierung ist allerdings auch eine dauerhafte Maßnahme und wird das Unternehmen ständig begleiten.
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Johannes Altmann ist Geschäftsführer und Gründer von Shoplupe®. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Optimierung von Online-Shops hinsichtlich Nutzerfreundlichkeit und bietet dazu innovative Services an.
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Ich habe gerade einen Shop bewertet, der auf seiner Seite den Shoplupe-Feedback-Button eingebunden hat. Nachdem ich die Bewertung + Verbesserungsvorschlag abschickte, kam gar keine Bestätigungsmeldung?! Das leere Formular lud sich stattdessen erneut.
Hier besteht Optimierungsbedarf ;-)
[...] Usability: Wie viel „Beta” ist erlaubt (Gründerszene) Meiner Meinung nach ein Thema mit dem sich jeder Website-Besitzer auseinander setzen sollte. Johannes Altmann hat die Problematik kurz beleuchtet. [...]
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