Nach den ersten beiden erfolgreichen Jahren im deutschen Markt sehen sich die Live-Shopping Anbieter mit wesentlichen strategischen Herausforderungen und Entscheidungen konfrontiert, die zügigen Handlungsbedarf erfordern.

Anfang dieses Jahres wurden erste Stimmen laut, wann es wohl den ersten Live-Shopping-Anbieter geben würde, der „mit einer emotionalen Zielgruppenansprache und einem ebenso attraktiven wie abwechslungsreichen Produktangebot“ seine Kunden begeistern wird.
Wie stellt sich die aktuelle Situation für die deutschen Live-Shopping-Anbieter heute dar?
Welchen Herausforderungen kommen auf die deutschen Live-Shopping-Anbieter zu? Den deutschen woot-Klonen der ersten Stunde, Preisbock und guut.de, ist es erfolgreich gelungen, das Thema Live-Shopping hierzulande einzuführen und das Konzept findet immer mehr Anhänger sowie Imitatoren.
Jedoch sehen sich diese Portale nun der Herausforderung gegenüber, sich langfristig profitabel aufzustellen und sich im bestehenden Markt zu etablieren. Wie jüngst das Beispiel von guut.de zeigt, scheint dies nicht ganz so einfach zu sein und so sucht das Portal sein Glück in der breit aufgestellten Schnäppchenstrategie – dort gibt es nun täglich das guut des Tages, das XL-guut, und, und, und…
Preisbock fährt eine andere Strategie. Hier geht es beim neuen Portal Stylebock weniger um Schnäppchen als um die Fokusierung auf bestimmte Produktthemengebiete. Offensichtlich sehen sich die Großen der Branche gezwungen, sich von einem ursprünglich breiten Produkt- und Preisportfolio nun auf einzelne Nischen zu konzentrieren.
Fokussierung auf Nischenbereiche
Genau hier liegt der Ansatzpunkt neuer Marktteilnehmer. Wo sich die Großen sowohl auf ihr Tagesgeschäft als auch auf den Aufbau weiterer Nischenportale konzentrieren müssen, ist es neuen Marktteilnehmern möglich, sich vom ersten Moment an auf nur ein Interessengebiet und deren Zielgruppe zu fokussieren.
Hierbei wird bereits während der Konzeption und dem Aufbau der Plattformen Wert auf eine emotionale Zielgruppenansprache gelegt. Produktauswahl und Kommunikation richten sich an der Zielgruppe aus und es können Synergien zwischen Websitebetreibern und Lieferanten schneller und effizienter erzielt und genutzt werden.
Je spitzer eine Zielgruppe definiert ist, desto klarer und fokussierter kann die Live-Shopping-Plattform und deren Kommunikationskonzept sein.
Sind wir also gespannt wie die neu live gegangen Nischenportale wie produktbuehne.de (der Autor partizipiert bei dieser Seite) oder outdoor-broker eine Bereicherung für den deutschen Live Shopping Markt darstellen und diesen mit vielen mannigfaltigen, zielgruppenbezogenen Produkten bereichern werden…
Über den Autor:
Maximilian Freiherr von Düring studierte Sportwissenschaften und Journalismus an der Elite-Universität Göttingen. Seine berufliche Laufbahn führte ihn zunächst in das Tourismusmanagement als Geschäftsführer des Hardenberg GolfResort bis er sich im Jahre 2005 mit Beratungs- und Coachingtätigkeiten selbstständig machte.
Maximilian beobachtet den Live-Shopping-Markt seit Beginn an und eröffnete im Oktober 2009 zusammen mit seinem Kollegen Holger Michel seinen eigenen Live Shop produktbuehne.de mit Designartikeln für Küche und Home und Living.Maximilian lebt in Göttingen, ist verheiratet und hat zwei Kinder.
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