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Das Rennen der deutschen Airbnb-Klone nimmt weiter Fahrt auf: Nachdem Gründerszene erst diese Woche darüber berichtet hat, dass die Samwers mit ihrer Wohnungsvermittlung Wimdu ab sofort auch international angreifen, gibt es nun Finanzierungsneuigkeiten bei 9Flats: Der deutsche Klon konnte eine Finanzierung von Redpoint Ventures (www.redpoint.com) und eVenture Capital Partners (www.evcpartners.com) einfahren.

9Flats angeblich mit siebenstelligem Investment

Wie viel Kapital 9flats (www.9flats.com) genau von dem US-amerikanischen VC und dem Hamburger Geldgeber erhalten hat, ist offiziell nicht bekannt, Branchengerüchten zufolge soll es aber ein mittlerer siebenstelliger Betrag sein, mit dem Stephan Uhrenbachers Airbnb-Klon ausgestattet wurde.

Den beiden Geldgebern wurde für ihre Finanzierungssumme ein recht beachtliches Stück vom 9Flats-Kuchen abgetreten: eVenture Capital Partners bringt es nun auf 30 Prozent an 9Flats, Redpoint Ventures auf 29 Prozent. Es wurde bisher schon im Markt kolportiert, dass 9Flats recht üppig finanziert worden sein soll, diese doch recht hohen VC-Anteile könnten hierfür ein weiteres Indiz sein.

Es wirkt ein wenig wie die Ruhe vor dem Sturm: 9Flats scheint sich mit genügend Kapital einzudecken, um für ein Wettrennen mit dem amerikanischen Vorbild Airbnb (www.airbnb.com) und dem Samwer-Startup Wimdu (www.wimdu.com) gewappnet zu sein. Die Vermutung liegt nahe, dass mit dem frischen Kapital nun weiter internationalisiert wird. Dieser Prozess ist bereits seit dem Start von 9Flats im Gange: Mit Büros in Deutschland, England und Spanien werden derzeit mehr als 2.000 Städte in 30 Ländern abgedeckt, was in Anbetracht des kurzen Bestehens eine beachtliche Coverage ist. Da sich die drei Anbieter aber weder vom Konzept noch vom Look her sonderlich unterscheiden, wird die Menge und Qualität der Inserate letztendlich Kriegsentscheidend sein.

Expandiert 9Flats auch gen Asien?

Zusammengefasst: Airbnb ist mit einem Ansatz um die Ecke gekommen, der weder Fisch noch Fleisch zu sein scheint. Zwar löst das Konzept ein Problem, agiert dabei aber klar als Nischenbesetzer, was die Erlösmöglichkeiten erst einmal dezimiert. Die stark internationale Ausrichtung ist daher nicht nur für den User bedeutend, sondern auch, um über verschiedene Märkte an dem Provisionsmodell verdienen zu können. Das macht Airbnb zwar ganz ordentlich, 9Flats zieht aber bereits im Eiltempo nach.

Und auch von Wimdu, dem Klon von Alexander, Marc und Oliver Samwer, wird man sicher noch einiges hören. Denn mit dem Launch von Airizu (www.airizu.com) in China versucht man sich jetzt schon an einem riesigen, wenn auch bekanntlich schwierigen Markt, der bei Gelingen jedoch wertvolle internationale Marktanteile verspricht. Womöglich wurde Redpoint Ventures hier auch strategisch von 9Flats gewählt: Der US-Geldgeber ist mit Büros im Silicon Valley, Los Angeles und Shanghai vertreten und verweist vor allem auf ein starkes Interesse an China. Es scheint daher durchaus plausibel, dass Redpoint, das bisher Unternehmen wie Myspace oder Posterous zu seinen Investments zählte, auch 9Flats mit zum Sprung nach Asien verhelfen soll.

Die nächsten Monate werden nun spannend im Wettrennen von Wimdu und 9Flats. Erfahrungsgemäß sind die Samwers (Wimdu) in Sachen Online-Marketing sehr gut aufgestellt und verstehen es, Webseiten schnell und effizient aufzubauen. Stephan Uhrenbacher (9Flats) hat mit Qype (www.qype.com) hingegen auch schon einmal gezeigt, dass ihm der Aufbau nutzergenerierten Contents liegt. Im internationalen Rennen werden nun wohl eine gute Finanzierung, gutes Recruiting und entsprechendes Marketing-Knowhow entscheidend.

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