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Ebays Afterbuy als Allround-Kassensystem

Sind Unternehmens-Apps oftmals keine Erwähnung wert, ist dies im Falle von Afterbuy (www.afterbuy.de) durchaus anders. Wie Insider berichten, wird das 100-prozentige Tochterunternehmen von Marktplatz-Gigant Ebay spätestens im April eine App herausbringen, die als Kassensystem fungiert. In der ersten Version wird dabei Apples iPad 2 unterstützt. Damit kommen sofort Konkurrenten wie zum Beispiel das 2011 gegründete Berliner Unternehmen Orderbird (www.orderbird.com) in den Sinn. Ganz im Zeitgeist wird die App über einen zubuchbaren Dongle auch Kartenzahlungen (ELV und Kreditkarte) akzeptieren.

Auch wenn der Vergleich nur bedingt aussagekräftig ist: Während Orderbird auf der offiziellen Homepage aktuell von etwa 600 Kunden spricht (momentan hauptsächlich aus dem Gastronomiebereich), bei denen die App als Software-as-a-Service im Einsatz ist, greift Afterbuy auf einen Kundenstamm von 60.000 Verkäufern zurück, die die Komplettlösung bereits für Ebay, Amazon, Onlineshop und Co nutzen und so potenziell auch an der Kassensystem-App Interesse haben.

Da die meisten Afterbuy-Kunden auch lokale Händler sind, ist ein zentrales Kassensystem mit angeschlossener Artikel-Datenbank für On- und Offline-Geschäfte durchaus sinnvoll.

Mit Streetpay gegen die Mobile-Payment-Konkurrenz

Die Ebay-Tochter weist derzeit ein Jahresvolumen von mehreren Milliarden Euro und einen E-Commerce-Marktanteil im zweistelligen Prozentbereich auf. Schwere Zeiten also für die iOS-Kassensysteme der Konkurrenz.

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Ebenso könnten sich aber auch Payleven (kooperiert unter anderem mit O2), iZettle (kooperiert unter anderem mit Deutsche Telekom), SumUp (kooperiert unter anderm mit Taxi.de) und Co auf den Schlips getreten fühlen. Afterbuy akzeptiert Kartenzahlungen zum Start exklusiv über Streetpay (kooperiert ansonsten unter anderem mit EPlus), einer Marke der Masterpayment AG mit Sitz in Starnberg bei München und London, das in der App vorinstalliert ist. Den Dongle erhält der geneigte Händler nach Formularausfüllung im Rahmen des GwG dazu.

Die Bereiche POS und Mobile Payment bleiben also weiterhin spannend.

Bild: Afterbuy/Streetpay