Blitzeinschlag, Amazon, Microsoft, Herrenschmiede, Kinderfee

Blitz und Donner über Irland. Was weit weg scheint, ist nun pötzlich ganz nah: Am Wochenende sorgte ein Gewitter in der irischen Hauptstadt Dublin für einen Stromausfall in großen Rechenzentren von Amazon und Microsoft. In der Folge eines Blitzeinschlags waren Teile von Amazons Cloud-Computing-Plattform EC2 sowie Microsofts Business Productivity Online Services BPOS nicht erreichbar. Auch deutsche Startups sind betroffen: Unter anderem waren die Webseiten von Herrenschmiede (www.herrenschmiede.de) und Kinderfee (www.kinderfee.de)  nicht erreichbar, wie @daan-kinderfee Gründerszene via Twitter mitteilte.

Blitzeinschlag richtete großen Schaden an

Über sein Status-Dashboard erklärte Amazon, dass der Blitz einen Transformator in der Nähe des Rechenzentrums getroffen hat, woraufhin sich eine Explosion ereignet hatte, die große Schäden anrichtete. Die Generatoren, die im Falle eines Stromausfalls automatisch einspringen sollen, konnten nicht genutzt werden. Die Komponente, die für die Synchronisation zwischen Stromversorgung und Notstromgenerator verantwortlich ist, wurde durch die Explosion beschädigt. Ohne Synchronisation können die Generatoren nicht übernehmen, schreibt Datacenterknowledge.com.

Durch den kompletten Stromausfall in den Rechenzentren waren laut Winfuture die Web-Angebote der Amazon-Kunden für mindestens zwei Stunden in Europa nicht erreichbar. Anschließend war zumindest in einem Teil der Einrichtung wieder Strom verfügbar. Nach rund 12 Stunden waren 60 Prozent der Server wieder erreichbar. Die Webseiten der deutschen Startups Herrenschmiede und Kinderfee waren auch Montag früh noch nicht wieder erreichbar.

Bild: Christoph Froning  / pixelio.de