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Ashton und Co bekommen Verstärkung: Sunstone Capital (www.sunstonecapital.com) steigt mit einer Million US-Dollar bei der Meinungsplattform Amen (amenhq.com) ein. Zudem werden mit der heute gelaunchten Version 1.2 einige neue Features aktiv: Bilder sollen hochgeladen werden können und die Anwendung mit Facebook verbunden werden. Rechtfertigt die aktuelle Entwicklung bei Amen ein weiteres Millioneninvestment? Zusätzlich kann Gründerszene mit einem Interview mit Caitlin Winner von Amen aufwarten, in dem sie einiges zur Geschichte des Startups preisgibt.

Amen mit neuen Seed-Investoren und Version 1.2

Amens Investorenrunde erweitert sich: Nach Index Ventures (www.indexventures.com), Alexander Ljung und Eric Wahlforss sowie Christophe Maire steigt nun auch Sunstone Capital mit einer Million US-Dollar beim Berliner Startup ein. Dave Morin beteiligt sich durch sein Investmentvehikel Slow Ventures (www.slowventures.com) mit 50.000 US-Dollar ebenfalls an der Erweiterung der Seedrunde, welche nun 2,9 Millionen US-Dollar stark ist.

“Amen steht für Neugierde und Verspieltheit und kreiert großartige Meinungslisten. Wenige mobile Apps haben solch eine treue Nutzergemeinde wie Amen und Sunstone freut sich, sich an der Seed-Finanzierung des Unternehmens beteiligen zu können”, sagt Nikolaj Nyholm des Early-Stage-VCs Sunstone Capital.

Mit der heute gelaunchten Version 1.2 sollen zudem einige Neuerungen bei Amen Einzug halten. So sollen ab sofort beispielweise Bilder zur Meinungsveranschaulichung hochgeladen werden können, Freunde sollen auf Facebook informiert werden, wenn sie in einer Meinungsäußerung vorkommen, Musik und Thumbnails von Karten oder Fotos werden eingebunden. Zudem soll sich die Anwendung zukünftig auf die iOS-Nutzung fokussieren – die Website wird nur noch als Webauftritt verstanden. Amen wurde von Felix Petersen, Florian Weber, Caitlin Winner und Ricki Vester Gregersen in Berlin gegründet und ging im September 2011 online. Amen ist eine Meinungsplattform, bei der Nutzer Aussagen über Personen, Orte und Dinge treffen können, die andere Nutzer anschließend durch ein “Amen” bestätigen können.

Wie hat sich Amen entwickelt?

Auf Basis von Amens öffentlich sichtbaren Daten hat Gründerszene erneut die Anzahl von Amens Nutzern und Statements erhoben und demnach müsste Amen es auf weniger als 50.000 Nutzer und rund 1.000 Tweets pro Tag bringen – für einen sozialen Dienst keine wirklich überzeugenden Zahlen, auch weil das Wachstum nicht über-linear ist. Auf Anfrage wollte Amen-CEO Felix Petersen nichts zu den Zahlen von Amen kommentieren. Vor allem stellt sich die Frage, wie Amen es vermochte, in rund 1,5 Jahren mit einem achtköpfigen Team eine Summe von bis dato rund zwei Millionen US-Dollar auszugeben. Zweifelsohne hat Amen sich ein dickes Brett zum Bohren gesucht, das auch einiges an Innovation und Medienwirksamkeit mitbringt, in so kurzer Zeit dann eine siebenstellige Summe für fünfstellige Nutzerzahlen auszugeben, erscheint dennoch hoch.

Das aktuelle Investment erfolgte in Form einer Extended-Seed-Runde, was einerseits bedeuten könnte, dass Sunstone Capital und Slow Ventures bereits früher investiert haben, dies aber noch nicht kommuniziert wurde, oder aber andererseits, dass Amens Traction bisher bei einer weiteren Finanzierung noch keine höhere Bewertung rechtfertigt. Angesichts der Tatsache, dass Felix Petersen auf Anfrage von Gründerszene einräumte, dass sich die neuerliche Finanzierung auf dem Weg zu einem Second-Closing ergab und dabei die Seed-Bewertung zugrunde gelegt wird, ist zweitere Vermutung plausibel.

Caitlin Winner im Gründerinnen-Interview

Für Gründerszenes Gründerinnen-Reihe “Found Her” stand Customer Alliance-Gründerin (www.customer-alliance.deChanyu Xu bereits vor einem Monat Amen-CPO Caitlin Winner zur Verfügung. Im Interview verrät die gebürtige Amerikanerin, wie sie über Nokia erst nach Berlin und dann zu Amen fand. Neben Erzählungen zu Amens “humble Beginning” geht sie auf dessen Namensfindung, Vision und natürlich auch prominenten Investor Ashton Kutcher ein.

Mitarbeit: Joel Kaczmarek, Georg Räth

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