Startup-Fabrik entsteht in Berlin

Das Konzept hat eine Menge Charme: eine „Startup-Factory“ mit allem, was junge Unternehmen brauchen – von Büroräumen über Infrastruktur bis hin zu einem lokal ansässigen Inkubator und einem Accelerator-Programm. Was derzeit in Berlin entsteht, könnte der Gründerwelt in der Hauptstadt noch einmal einen kräftigen Schub verleihen. Erste Fabrikbewohner werden unter anderem SoundCloud und 6Wunderkinder.

Startup-Factory mitten im Berliner Gründer-Geschehen

Fünf Stockwerke, 8.500 Quadratmeter Bürofläche – ein neues Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Oswald-Brauerei in Berlins Mitte (Rheinsberger Straße Ecke Brunnenstraße) – mittendrin also im Startup-Geschehen – soll gleich einer ganzen Reihe an Startups aus unterschiedlichen Bereichen ein Zuhause bieten können, berichtet TechCrunch. Den prominenten Anfang macht die Musikwolke SoundCloud (www.soundcloud.com), die ihr Berliner Headquarter in den neuen Campus verlagert. Folgen sollen, dem Vernehmen nach, die To-do-Listen-Macher 6Wunderkinder (www.6wunderkinder.com).

Ziel der Factory soll es für die ansässigen Startups sein, voneinander zu lernen. Insbesondere frühe Hürden für Jungunternehmer sollen so leichter überwunden werden – solange keine Konkurrenzverhältnisse bestehen, ist das auch sicherlich eine gute und umsetzbare Idee. Ob das Project später einem Company-Builder gleichen wird oder einem Gründer-Campus mit einigen großen Namen – und ob es besser funktionieren kann als ähnliche Vorhaben in der Hauptstadt und anderswo –, wird insbesondere davon abhängen, wie sich die Zusammenarbeit zwischen den Startups selbst, insbesondere aber mit den ebenfalls ansässigen Finanzierern, gestalten wird.

Netzwerk für Finanzierungen ist vorhanden

Aufgebaut wird die Startup-Factory nämlich von JMES Investments (www.jmes-investments.com), einem in der Hauptstadt ansässigen Angel- und Seed-Investor, zusammen mit dem Immobilienunternehmen S+P Real Estate (www.besserleben.de). JMES selbst verfügt derzeit über ein Portfolio von rund 20 Unternehmen, das Investorenteam besteht unter anderem aus Udo Schloemer, Sascha Gechter, Marc Brucherseifer, Andreas Hoffmann und Simon Schäfer.

Natürlich sei das Netzwerk für Finanzierungsrunden vorhanden, betont Letzterer. Gleichermaßen werde jeder Gründer, jede Idee und jeder Deal anders behandelt – man will sich also alle Optionen offen halten. Mehr als Tech-Hub will man sich dann letztlich auch verstehen, nicht als Fabrik im Sinne von Massenproduktion. Auch an Gelegenheiten zum Abschalten soll es daher nicht mangeln: Fitnessraum, Basketball-Platz, Restaurant und Kantine und sogar eine Kunstgalerie soll es geben.

Bild: TechCrunch