Es heißt i-potentials, das neue (berufliche) Baby von Constanze Buchheim, das sie gemeinsam mit Team Europe Ventures (an Gründerszene beteiligt) gegründet hat. I-potentials ist eine auf StartUps bzw. Internetfirmen spezialisierte HR-Agentur, die der Berliner Inkubator in diesem Jahr mit Constanze Buchheim an den Start bringt.
Die junge Personalagentur konzentriert sich auf die Bedürfnisse von Internetunternehmen, insbesondere in der StartUp-Phase, – eine nicht ganz einfache und in dieser Kombination bisher weitgehend fehlende Spezialisierung am Markt. Das Leistungsportfolio der Agentur umfasst zum einen den Bereich Recruiting, das heißt die Besetzung von einzelnen Stellen, zum Teil aber auch die Übernahme des kompletten Bewerbungsprozesses. Zum anderen bietet i-potentials gefördertes Coaching und Trainings rund um das Thema Personalmanagement (insbesondere Personalsuche, Mitarbeiterführung und Kulturaufbau) an und hilft den Gründerteams Lösungen für das Performance Management und benötigte Prozesse zu finden und zu entwickeln.

Constanze Buchheim
Constanze Buchheim hat zuvor den HR-Bereich bei Spreadshirt aufgebaut und schreibt auch für Gründerszene im entsprechenden HR-Ressort als Ressortleiterin. In ihrer Rolle als HR-Partner bei Team Europe Ventures unterstützt sie die StartUps des Portfolios bei ihren ersten HR-Schritten und dabei zeigte sich immer wieder, dass es am Markt bislang keinen HR-Dienstleister gibt, der sich mit den typischen Anforderungen von Internetpositionen und mit den Besonderheiten von StartUps (wenig Geld und chronischer Programmierermangel ;-) auskennt.
Der Grund hierfür liegt vor allem darin, dass die Zielgruppe für klassische Beratungen wenig attraktiv ist, da oft nur wenig Kapital für Recruiting oder Personalmanagement zur Verfügung steht und die Akquise aufgrund des starken Misstrauens gegenüber externen Beratern gleichzeitig recht aufwendig ist. „Diese Marktbarriere lässt sich jedoch mit dem entsprechenden Netzwerk umgehen, weshalb wir uns schnell entschlossen, zu gründen. Das Netzwerk hilft uns, die Akquisekosten nahezu einzusparen, weshalb wir bei günstigen Konditionen sehr gute Leistungen im Recruiting und Gründercoaching anbieten können“, meint Constanze Buchheim, die bei i-potentials die Geschäftsführung übernommen hat.
Auch bei Team Europe herrscht Einigkeit über die Vorteile und Synergien, die für das Portfolio mit der Gründung entstehen. „Die Gründung von i-potentials ist für uns ein wichtiger strategischer Schritt, denn gerade das Thema HR ist für Internetunternehmen und StartUps erfolgskritisch: zum einen weil Internet–StartUps schnell skalieren können und man entsprechend einen starken Recruitingpartner braucht, der schnell exzellente Kandidaten ins Unternehmen holen und im Bedarfsfall den Gründern auch den kompletten Bewerbungsprozess abnehmen kann – zum anderen, weil bei jungen Gründern oft Unterstützung und Coaching im Bereich Personalmanagement absolut nötig ist, um das Potential der Idee und des Teams zu entfalten“, stellt Partner Kolja Hebenstreit fest.
Zum Start konnte i-potentials neben Team Europe Ventures auch madvertise, Käuferportal, imedo und amiando (alle Teil des TEV-Portfolios) als Kunden gewinnen. Und auch Gründerszene verdankt i-potentials seinen Elitepraktikanten Kersten Riechers ;-). Dass es ein harter Markt sein dürfte, in den sich das Leipziger Unternehmen da wagt, dürfte dennoch allen bewusst sein. Diesen Herausforderungen will man durch Netzwerksynergien und schmale Kostenarchitekturen begegnen – ein Setup, das auch externen Kunden offen steht.

Eine sehr gute Idee… Ab wann muss man als Kunde zahlen? Danke…
Viel Erfolg mit der Neugründung!
Der HR-Bedarf in einem Internet-Startup ist wirklich sehr speziell. Daher lohnt sich bestimmt eine Spezialisierung auf diesem Gebiet.
Gründerluft schnuppern und HR Services outsourcen, eine clevere Variante :-) Viel Erfolg!
Glaube nicht, dass das funktioniert. Die Anzahl der Startups ist nicht gerade sehr hoch, daneben verfügen Startups idR. über wenig Kapital.
vielen Dank für die Kommentare!
@Kreshnik: das kommt ganz auf die Leistung an (Coaching, Prozessübernahme, Recruiting), denke aber mal, dass es dir konkret um den Bereich Recruiting geht – hier fällt im Fall einer erfolgreichen Vermittlung (egal ob sie durch Direktsuche oder Profilmatching zustande kommt) ein Fixbetrag an, den wir bei Beginn der Suche in Abhängigkeit von der Position miteinander festlegen. Bei einem konkreten Suchauftrag (im Gegensatz zum Profilmatching, bei dem aktuell offene Stellen mit geeigneten Bewerbern zusammengebracht werden)gehen wir aktiv vor und legen absoluten Fokus auf die Suche geeigneter Bewerber – da fällt im Vorfeld bereits eine kleine ‘commitment fee’ an, die aber bei erfolgreicher Vermittlung auf den Fixbetrag angerechnet wird.
Kandidaten zahlen für eine Vermittlung gar nichts und können sich entsprechend risikolos mit uns in Verbindung setzen.
@Markus: die aktuellen Entwicklungen sprechen eine andere Sprache – wir haben bereits vor dem offiziellen Start unglaublich viele Anfragen gehabt und müssen unsere Kunden fast sogar schon ein bißchen bremsen…der Bedarf ist in diesem Bereich eben wirklich sehr hoch und auch die Opportunitätskosten der Nichtbesetzung einer Stelle sind nicht ohne – da macht es durchaus Sinn, etwas Geld in die Hand zu nehmen, wenn man dadurch passende Teammitglieder finden kann.
Schöne Idee – wir wünschen euch gutes Gelingen :)
Cool, ein StartUp für StartUps.
Alles Gute Constanze!
Mit Kolja und Lukasz im Hintergrund kann eigentlich nichts schief gehen ;o)
Constanze: Herzlichen Glückwunsch!
Gute Entscheidung. Gerade in der aktuellen Zeit kann man so ein Thema gut aufbauen und positionieren.
@Markus Ich denke dass ein Markt auf jeden Fall da ist. Etwas skeptisch bin ich aber bei der Frage wie groß dieser tatsächlich ist (in Euros). Sicherlich eine (profitable?) Nische.
Durch die Ansprache über Netzwerke kann man die Kosten tatsächlich moderat halten. Zumal Kandidaten für ein (Internet-)Startup auch über Social Media anzusprechen sein sollten, sonst sind sie ungeeignet.
Auf jeden Fall wünsche ich viel Erfolg :-)