
BaFin-Lizenz: Nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten
Bergfürst (www.bergfuerst.com) ist das bisher einzige Unternehmen, dass die Finanzierung mit Eigenkapital durch Aktien für Startups und andere junge, wachsende Unternehmen anbieten kann. Das hat die BaFin gestern nach monatelanger Prüfung verfügt. Die Betreiber von Bergfürst, CEO Guido Sandler und CTO Dennis Bemmann, mussten dafür einige gesetzliche Auflagen erfüllen: Sie wurden etwa auf Zuverlässigkeit geprüft, müssen ein Anfangskapital von 730.000 Euro dauerhaft vorhalten – als Risikopuffer für die Investoren aus der Crowd – und sind verpflichtet, alle relevanten Entscheidungen gemeinsam zu treffen. Auch müssen sie sowohl der BaFin als auch der Bundesbank monatlich von den aktuellen Geschäften berichten. Eine Änderung der Führungsriege darf außerdem nicht ohne Zustimmung der BaFin erfolgen.
Gegenwärtig werde hinter den Kulissen die erste Emission vorbereitet, heißt es von der Plattform. Die Zeit drängt, denn nach der medialen Aufmerksamkeit, die Crowdinvesting im Allgemeinen und Bergfürst im Speziellen in den letzten Wochen erhalten hat, muss sich die Geschäftsidee baldmöglichst der Realitätsprüfung unterziehen. “Wir sind zuversichtlich, noch in diesem Jahr die erste Platzierung eines Unternehmens auf unserer Plattform durchführen zu können”, sagt CEO Sandler. Welches das sein wird, wollte er aber auch auf Nachfrage nicht verraten.
Vor wenigen Wochen trafen sich Sandler und Gründerszene-Chefredakteur Joel Kaczmarek bereits zu einem ausführlichen Video-Interview.
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