Fabian Siegel geht bei Lieferheld

Fabian Siegel nicht mehr CEO von Delivery Hero

Nachdem in den vergangenen Tagen im Nachgang eines Richterspruchs gegen Delivery Hero mitunter heftig und kontrovers über das Segment der Lieferdienste-Vermittler diskutiert wurde, verlässt Delivery-Hero-Co-CEO Fabian Siegel nun das Unternehmen. Wie nun bekannt gegeben wurde, übernimmt Mitgeschäftsführer Niklas Östberg den alleinigen Chefposten mit sofortiger Wirkung. Mit dem Strafbefehl gegen Siegel und mehrere Lieferheld-Führungspersonen, so heißt es zumindest von ihm, solle der Abgang derweil nichts zu tun haben – tatsächlich war in der Branche schon zuvor von einem möglichen Ausscheiden zu hören. Die Ermittlungen liefen seit etwa zwei Jahren. Interessant bleibt dennoch der Zeitpunkt seines Abschieds.

Was der vor rund zwei Jahren beim Berliner Lieferdienst-Vermittler eingestiegene Siegel zukünftig machen will, verriet er nicht. Seine Anteile an Delivery Hero (www.deliveryhero.com) will Siegel indes behalten und dem Unternehmen auch als Berater zur Verfügung stehen. Der Berliner Lieferdienst-Vermittler ist in seiner heutigen Form durch die Fusion der Team-Europe-Gründungen Lieferheld (www.lieferheld.de) und Delivery Hero, sowie den beiden übernommenen Anbietern HungryHouse und OnlinePizza Norden entstanden. Einige Vorhaben, wie etwa die Expansion in den russischen Markt, mussten demgegenüber wieder aufgegeben werden.

Gleichzeitig räumt Siegel in einem Blogeintrag Fehler ein. Zu diesen gehörten unter anderem das Kopieren von Restaurantspeisekarten von der Webseite des deutschen Wettbewerbers Pizza.de (www.pizza.de) in den ersten Wochen seiner Tätigkeit – was durch den kürzlich ausgesprochenen Strafbefehl geahndet wurde. Auch Team-Europe-Partner Lukasz Gadowski geht in einem aktuellen Post auf diesen Fehler ein. Darüber hinaus habe Delivery Hero laut Siegel unter seiner Führung einige kleinere Wettbewerber übernommen, was sich im Nachhinein zumeist als Verschwendung von Zeit, Fokus und Geld herausgestellt habe. Auch das zu starke Vertrauen in die eigene Fundraising-Strategie sei falsch gewesen. Nichts desto trotz verwies Delivery Hero zuletzt auf eine Kapitalisierung von rund 80 Millionen Euro. Zu den Geldgeber gehören neben Team Europe (www.teameurope.net, auch an Gründerszene beteiligt) die Investoren Kite Ventures (www.kiteventures.com), ru-Net, Tengelmann Ventures, Holtzbrinck Ventures (www.holtzbrinck-ventures.com), Point Nine Capital (www.pointninecap.com) und Kreos Capital.

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