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Die Ecommerce-Offensive der Samwer-Brüder hat womöglich für eines der entstandenen StartUps  ein unangenehmes Ende. Das Beauty-Outlet BeautyDeal (www.beautydeal.de) wird laut Branchengerüchten heruntergefahren und wohl bald schließen. BeautyDeal ging als Online-Shop für Parfüm und Kosmetik ans Netz, der vorsah Dank günstiger Einkaufskonditionen Markenprodukte bis zu 20 Prozent unter den unverbindlichen Preisempfehlungen anbieten zu können. Das Produktsortiment umfasst die Bereiche Parfüm, Gesichtspflege, Körperpflege und Dekorativkosmetik, mit Markenprodukte zu günstigen Preisen. Zu Beginn machte das Portal nach unternehmensinternen Angaben sechs bis sieben Tausend Euro Umsatz pro Tag.

Geschäftsführer Sebastian Jost war für eine Stellungnahme gegenüber Gründerszene nicht verfügbar und bat lediglich um Anfragen über die Service-Mail der Beauty-Plattform. Von DuMont Ventures Managing Director Jörg Binnenbrücker wird eine Pleite des Investments nicht bestätigt.

Der Grund für das bisher unbestätigte Scheitern des erst im Juli an den Start gegangenen Discountanbieters für Pflegeprodukte liegt nach Informationen von Gründerszene im Geschäftsmodell begraben. Näheres war aber nicht in Erfahrung zu bringen, einzig dass BeautyDeal  Probleme mit einem Lieferanten habe – was bei einem Ecommerce-Shop durchaus normal sei – wurde Gründerszene zugetragen.

Die Creme-Tube unter den Samer-Gründungen scheint also leer, was folgen könnte ist das Herausdrücken des letzten Rest aus der Packung, bevor sie in der gelben Unternehmenstonne landet. Bei wem die verwertbaren Teile des Beautyprodukts landen würden, ist dabei der wohl spannendste Faktor: Für die Jamba-Brüder mit ihrem Internet-Konglomerat wäre die Pleite weniger schmerzlich als etwa für Investor DuMont Venture. Während Just Beyer, der bisher die Geschicke von BeautyDeal mit Sebastian Jost leitete, nun schon Geschäftsführer der neuesten Ausgründung Club of Style (ein Klon des MyFab-Konzepts) ist und  in seinem Xing-Profil auch keine Spuren der Beautyseite mehr aufweist, könnte DuMont seinen investierten Euros nur noch hinterher weinen.

Für den Samwer-Clan wäre der Pleitegang insofern ein wesentlich schmerzärmeres Problem, da  das Team einfach innerhalb des Inkubators verschoben wird. DuMont hätte hingegen in einer großen Internetfirma (Rocket Internet) lediglich in eine Business Unit (BeautyDeal) investiert und müsste dann eine größere Abschreibung vornehmen. Eine Abschreibung für 23 Prozent der BeautyDeal-Anteile…

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