Curtis Newton DW Capital Schmiegelow

v.l.: Gerald Koenen (COO), Erik Schmiegelow (CTO), Axel Schmiegelow (CEO)

Curtis Newton – „Startups wagen zu wenig Innovation“

Es ist zu hoffen, dass sich wenigstens einige der Leser noch an Captain Future erinnern. Dessen bürgerlicher Name – jetzt dürfte wohl auch der geneigte Leser ins Stocken kommen – war Curtis Newton, der als Romanfigur einen genialen Wissenschaftler verkörpert und unentdeckte Welten erforscht. Damit wäre dann schon mal die Herkunft des nun aus dem Kölner DW Capital (www.dw-capital.com) hervorgegangenen Company Builders erläutert. Unkonventionell wie der Name ist auch das Design der Webseite (www.curtis-newton.com). Zum Beteiligungsportfolio des bisherigen Seed-Investors gehören unter anderem Armedangels (www.armedangels.de), Itravel, Qype (www.qype.com) oder Sevenload (www.sevenload.com).

„Die Landschaft der Player hat sich verändert“, konstatiert DW-Chef und Curtis-Newton-CEO Axel Schmiegelow gegenüber Gründerszene. „Wo früher Startups für Veränderung standen und herkömmliche Unternehmen für Stillstand, gibt es heute Startups, die zu wenig Innovation wagen, und Unternehmen, die bereit zu radikaler Veränderung sind.“ Curtis Newton nehme in diesem veränderten Umfeld eine neue Rolle ein, ohne ein Inkubator zu sein. „Wir machen Company Building, das auf Innovation ausgerichtet ist“, bewirbt Schmiegelow das selbstgesteckte Ziel. Das klingt zwar vielversprechend, wenngleich etwas zu Marketing-überladen. Dass man den eigenen Anspruch auch umsetzen kann, wird Curtis Newton erst einmal beweisen müssen.

Von Industry Disruption und Company Building

Seit 2011 haben die Kölner mit den Direktoren Axel und Erik Schmiegelow sowie Gerald Koenen ihren strategischen Wechsel nach eigenen Angaben vorbereitet. Das neue Innovationslabor („Curtis Newton Lab“) zählt rund 20 Köpfe aus den Bereichen Design, Innovation, Kommunikation und Software-Entwicklung.

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Die eigenen Ansprüche formuliert Curtis Newton vollmundig: So betreibe man auf Branchenumbrüche ausgerichtete Innovation („Industry Disruption“) und decke dabei die gesamte Bandbreite der Inkubationsleistungen ab („Company Building“). Dabei arbeite man mit im Umbruch befindlichen Branchen zusammen. Der Fokus liegt aktuell auf der Touristik mit Itravel (www.itravel.de) sowie der Verlagsbranche mit Virato (virato.de) und Virato Analytics (www.virato-analytics.de).

„Genauso furchtlos“ wie der Roman- und Serienheld will das Kölner Unternehmen nun innovative Ansätze verfolgen, „die das Potenzial bergen, bestehende Märkte aufzubrechen und neu zu definieren“. Die Neuaufstellung als Curtis Newton sei für DW Capital ein notwendiger Schritt, mit dem die neue Positionierung verdeutlicht werden soll. Das Unternehmen sei dabei eigenständig und wird als Tochter der DW Holding GmbH geführt, an der neben der Schmiegelow-Familie nach eigenen Angaben das US-amerikanische MIT und 3com-Mitgründer Ken Morse beteiligt sind.