Fabian Heilemann, Ferry Heilemann, Insight Venture Partners, DailyDeal, Finanzierungsrunde, Deal-of-the-Day-Webseite

Wachstum will finanziert sein und da die Deal-of-the-Day-Webseite DailyDeal (www.dailydeal.de) nicht nur natürlich wächst, sondern durch den Kauf von Reduti sein Wachstum auch selbst vorantreibt, galt es, neues Geld an Bord zu holen. Dieses stammt in diesem Fall aus der Tasche von Insight Venture Partners.

DailyDeal will mit dem frischen Kapital weiter expandieren

Das frische Kapital soll hauptsächlich dafür genutzt werden, das Wachstum in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu beschleunigen, aber auch, um in angrenzende europäische Märkte zu expandieren. Derzeit sind es insgesamt 70 deutsche Städte (davon 20 mit lokalen und 50 mit überregionalen Partnern), die von Dailydeal beackert werden. Das Unternehmen aus Berlin plant eine Expansion in 25 weitere Städte bis zum Ende diesen Jahres.

“Wir sind glücklich, die Partnerschaft in diesem neuerlich konsolidierten Markt ankündigen zu dürfen. Das zusätzliche Kapital wird uns helfen, unsere Position in Deutschland weiter zu stärken und gleichzeitig eine aggressive Expansion in den anliegenden Ländern ermöglichen“, resümiert Fabian Heilemann, Gründer und CEO von DailyDeal den neuerlichen Finanzierungsdeal.

Jeff Lieberman, Managing Director bei Insight Venture Partners, ergänzt und begründet das Investment wie folgt: “Wir haben diesen Wachstumsmarkt genau beobachtet und sind überzeugt, dass DailyDeal die Fähigkeiten, das Team und die richtige Strategie hat, um sich gegen die Konkurrenz in Deutschland und den anderen europäischen Märkten durchzusetzen.“

Insight Venture Partners gesellt sich zu DailyDeals Investoren-Mannschaft hinzu

Insight Venture Partners ist ein US-amerikanischer wachstumsorientierter Venture-Capitalist, der sich auf Investments im Later-Stage-Bereich in den Themenbereichen Software, Internet und Data-enabled Business fokussiert hat. Der Investor mit Sitz in New York ist zu einem nicht näher genannten Betrag bei DailyDeal eingestiegen. Teil der Investition ist zudem die Berufung von Brad Twohig, Senior Associate bei Insight Venture Partners, in den Beirat des Unternehmens.

Neben Insight Venture Partners sind bei DailyDeal bereits eine ganze Batterie von Investoren an Bord: Michael Brehm, Stefan Glänzer, Klaus Hommels, Oliver Jung, Klaas Kersting und Jochen Maaß bilden das Seedinvestoren-Sixtett, während Mangrove Capital Partners und AdInvest die institutionellen Investoren darstellen.

DailyDeals Modell ist sehr kostenintensiv

Bedenkt man den administrativen Aufwand und die Langwierigkeit der Verhandlungen einer Finanzierungsrunde, dürfte das DailyDeal-Management zu großen Teilen mit der Finanzierung des Unternehmens beschäftigt (gewesen) sein. Ein so kapitalintensives Modell wie das von US-Vorbild Groupon erfordert einen steten Fluß von Geld, besonders wenn man so schnell wächst wie die deutschen Ableger derzeit. Dass DailyDeals Produkt und die Firmenentwicklung – DailyDeal bringt es mittlerweile auf 140 Mitarbeiter – sehr kostenintensiv ist, zeigte sich bereits in der Vergangenheit.

DailyDeal bringt es bisher auf eine Seed-Runde sowie zwei Finanzierungsrunden im siebenstelligen Bereich – ein ähnlicher Wert lässt sich auch für Hauptkonkurrent CityDeal (www.citydeal.de) konstatieren, das in mindestens zwei Finanzierungsrunden knapp zehn Millionen Euro aufgenommen hatte. Es wird interessant sein zu sehen, wann DailyDeal sich aus seinen Einnahmen selbst tragen kann. Vor allem laufen Gründer bei so zahlreichen Finanzierungsrunden Gefahr, ihre Anteile zu verwässern – ein Risiko, das bei DailyDeal noch nicht einzutreten scheint: Laut aktueller Gesellschafterliste halten die Heilemann-Brüder derzeit 44 Prozent von DailyDeal.

Artikel zu deutschen Groupon-Klonen:

GD Star Rating
loading...
Alle Bilder in diesem Artikel unterliegen der Creative-Commons-Lizenz (Namensnennung-Keine Bearbeitung, CC BY-ND; Link zum rechtsverbindlichen Lizenzvertrag). Ausgenommen sind anders gekennzeichnete Bilder unter anderem von Panthermedia, Fotolia, Pixelio, Morguefile sowie Pressefotos oder verlagseigenes Bildmaterial.