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Location-based-Advertising macht sich bezahlt. Das Berliner Startup Dealomio (www.dealomio.com), ein Anbieter für ortsbasierte Werbung, gewinnt in einer Series-B-Finanzierungsrunde neben den Altinvestoren DuMont Venture (www.dumontventure.de) und der NRW.Bank (www.nrwbank.de), die Nordwest Zeitung (www.nwzonline.de) aus Oldenburg als neuen Investor hinzu. Mit der siebenstelligen Investitionssumme will Dealomio den Grundstein für die Internationalisierung legen. Doch die Konkurrenz schläft nicht.

Dealomio will lokale Deals internationalisieren

Mit der Finanzierungsrunde von DuMont Venture, der NRW.Bank und der Nordwestzeitung in siebenstelliger Höhe will das 2011 gegründete Berliner Unternehmen Dealomio die internationale Expansion vorantreiben. Welche Märkte das Startup als Nächstes erschließen will, ist nicht bekannt.

„Bisherige Anbieter im Bereich des mobilen Werbemarktes fokussieren sich auf Banner, die oft in keinem Bezug zum Verbraucher stehen. Wir hingegen setzen auf passende Mehrwertinformationen und Angebote für den Endkunden. Diese zeigen wir in unserer eigenen App und bei unseren Publishing Partnern“, sagt Florian Resatsch, Gründer und Geschäftsführer von Dealomio.

Dealomio bringt zwei Trends zusammen: Location-based-Services und Couponing. Mit zeitlich begrenzten Rabattaktionen und Gutscheinen vernetzt die App über iPhone, Android und über die mobile Website Händler und Kunden aus der Umgebung. Der Service erscheint außerdem in den Apps der Publishing-Partner wie dem Produktguide Barcoo (www.barcoo.de), der Such-Seite KlickTel (www.klicktel.de) und dem Spar- und Schnäppchenportal Sparwelt (www.sparwelt.de) und erreicht damit laut Unternehmensangaben eine technische Reichweite von zurzeit acht Millionen installierten Apps und mobilen Websites.

Dealomio auf dem Weg zum Branchenprimus?

Dealomio ist ein Service der 2008 von Florian ResatschMartin Pischke und Uwe Sandner gegründeten Servtag GmbH. Bereits 2009 gründete das Unternehmen Friendticker (www.friendticker.com), ein deutsches Check-in-Pendant von Foursquare (www.fourquare.com).  Mit Dealomio verknüpft Florian Resatsch das Check-in-Modell mit den Deals lokaler Anbieter.

Als wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu anderen Werbediensten macht Florian Resatsch den Mehrwert für den Endkunden aus. Dieser bekomme passende Angebote und keine wahllose Bannerwerbung. Das Geschäft mit lokalen Angeboten ist jedoch nicht gänzlich neu. Facebook versuchte sich in diesem Jahr mit Facebook-Deals und verband ähnlich wie Dealomio das Einchecken in lokale Shops und Restaurants mit Rabatten. Der Dienst wurde vor kurzem eingestellt. In den USA versucht sich Branchenriese Groupon unter dem Stichwort  „Groupon now“ mit lokalen Deals in Echtzeit.

Bereits seit Oktober 2009 verbindet das Kölner Startup Coupies (coupies.de) Location-based-Advertising mit mobilen Gutscheinen. Coupies bringt Rabatte und Coupons auf das Handy und kooperiert mit großen Unternehmen wie Shell, Nivea und Foot Locker. Weitere Konkurrenten sind beispielsweise der deutsche Anbieter Gettings (www.gettings.de), der seit März 2011 das Angebot im gesamten Bundesgebiet ausgebaut hat und Rabees (www.rabees.com), ein Unternehmen der Aadnomics GmbH. Auch das Bewertungsportal Qype (www.qype.com) mischt nach dem Kauf von Cooledeals seit März 2011 mit QypeDeals bei dem Trend mit.

Dealomio kooperiert jetzt schon mit starken Marken wie SportScheck und Biotherm, auch das erfahrene Team könnte dem Anbieter einige Pluspunkte bringen. Das Investment im siebenstelligen Bereich und die internationale Ausrichtung des Services sind zusätzliche Vorteile, um die Bekanntheit schnell zu steigern. Man darf gespannt sein, ob Dealomio sein Ziel erreicht, das reichweitenstärkste Werbenetzwerk für lokale Angebote zu werden.

Mitarbeit: Nora-Vanessa Wohlert