Zalando, AB Kinnevik, Emesco AB, Holtzbrinck Ventures, Tengelmann E-Commerce Beteiligungs-GmbH, Finanzierungsrunde, Schuhversender

Es ist gefühlt die zehnte Finanzierungsrunde beim E-Commerce-Riesen Zalando (www.zalando.de) und ähnliche viele Gesellschafterlisten-Updates lassen sich auch zu dem Schuhversender finden. In einer neuen Runde ist nun auch Investment AB Kinnevik bei Zalando eingestiegen und hat zu einer angeblich sehr hohen Bewertung 2,7 Prozent von Zalando erhalten.

Auch Holtzbrinck und Tengelmann investierten erneut

Investiert hat Investment AB Kinnevik über die Stockholmer Investmentfirma Emesco AB, die der Schwedische Konzern in der Vergangenheit übernommen hatte. Auch Holtzbrinck Ventures und die Tengelmann E-Commerce Beteiligungs-GmbH haben die Anzahl ihrer absoluten Anteile bei dieser Finanzierungsrunde erhöht und gaben somit noch einmal frisches Kapital in Zalando, um ihre relativen Shares nicht zu verwässern. Rocket Internet senkte seine Anteile hingegen leicht. Eine interne Quelle verriet gegenüber Gründerszene, dass die Bewertung dieser Transaktion “ein völlig neues Level” erreicht habe, Zalando also einen starken Wertzuwachs erhalten haben soll.

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Damit ist neben Rocket Internet (59 Prozent, vorher 61 Prozent) und Holtzbrinck Ventures (17 Prozent) mit Investment AB Kinnevik nun ein dritter Investor an Bord, der aber einen deutlich kleineren Share erhalten hat, wohl bedingt durch die Höhe der Bewertung und das späte Hinzutreten. Tengelmann zählte nicht zu den Gründungsinvestoren, sondern trat erst im Dezember letzten Jahres dem Gesellschafterkreis bei und erwarb zu einer angeblich hohen Bewertung zehn Prozent von Zalando – diesen Anteil hält das Unternehmen aus Mülheim an der Ruhr auch noch nach der jüngsten Finanzierungsrunde.

Zum Status Quo bei Zalando

Zalando ist derzeit eines von drei Fokusprojekten beim Samwer’schen Inkubator Rocket Internet – neben eDarling (www.edarling.de) und Groupon CityDeal (www.groupon.de). Das E-Commerce-Unternehmen fährt immense Umsätze ein und ist zu einem echten Dickschiff im Onlinehandel geworden. Nahezu alle ernsthaften E-Commerce-Ambitionen der Samwer-Brüder werden mittlerweile über Zalando abgewickelt, so etwa auch Shoppingclub-Ansätze über die Zalando Lounge und die Bearbeitung von Fokuszielgruppen wie Zalando Kids oder Zalando Sports.

Gleichzeitig erklärt sich hierdurch der hohe Kapitalbedarf des Unternehmens: Umfangreiche Lagebestände müssen saisonal vorfinanziert werden und da Schuhe zwar keine schlechte, aber auch keine hohe Marge haben, reicht die durch das Tagesgeschäft aufgebaute Liquidität bis zu einer gewissen Unternehmensgröße nicht aus, um das Unternehmen voll vorzufinanzieren. Mit der neuerlichen Finanzierungsrunde hat Zalando also einen weiteren Entwicklungsschritt genommen und dürfte nun auf seine weitere Stabilität hinarbeiten. Demnächst können dann die Spekulationen beginnen, wer wohl als Käufer von Zalando in Frage kommt… Tengelmann? Zappos? Amazon?

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Bildmaterial: Alvimann
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