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Ungewöhnlich offen wurde heute durch eine Pressemeldung die Kooperation der Crédit Agricole Private Equity (www.ca-privateequity.com) mit Rocket Internet (www.rocket-internet.de), dem Internet-Inkubator der Jamba-Brüder Alexander, Marc und Oliver Samwer bekannt gegeben. Bisher verfolgten die drei Brüder eher eine Medienpolitik des Stillschweigens, nun wird sogar sprachlich gewagt von einem “VC-Syndikat” gesprochen.

Die Crédit Agricole ist von der Verbreitung her etwa das französische Pendant zur Sparkasse in Deutschland und derzeit die sechstgrößte Bank der Welt. Deren Private-Equity-Arm ist eine von der Finanzaufsichtsbehörde AMF (Autorité des Marchés Financiers) zugelassene Vermögensverwaltungsgesellschaft der Crédit Agricole S.A., die innovative und technologieorientierte Unternehmen im Rahmen ihrer Wachstumspläne berät, finanziert und begleitet.

Crédit Agricole Private Equity kooperiert nun mit dem Berliner Internetkonglomerat, das zuletzt vor allem durch seine Gründungen im Ecommerce-Bereich für Furore sorgte (zum Beispiel Enamora, LadenZeile, MyBrands oder Zalando) und mit eDarling (www.edarling.de) gerade an einem neuen Schwergewicht im Datingbereich feilt. Eine Wirtschaftsehe, die vor allem mit Blick auf die Internationalisierung des Samwer’schen Portfolios einiges Potenzial bereit hält.

Und während nun ein französischer VC fortan die Straßen der Samwers mit Geld (mit)pflastern wird,  passt das erste Investment namentlich bereits ganz gut:  Dealstreet.de (www.Dealstreet.de). DealStreet ist ein Online-Auktionshaus, das zum Segment der so genannten Penny-Auctions zählt, in dem bereits Swoopo (www.swoopo.de) erfolgreich aktiv ist, gleichzeitig aber kontrovers diskutiert wird. Als Co-Investoren engagieren sich eVenture Capital Partners (www.evcpartners.com) und die Hyos Invest Holding AG aus der Schweiz. Die Anteile der bestehenden Investoren haben sich dadurch leicht verwässert.

Als Klon des Münchner Swoopo-Konzeptes verbindet auch Dealstreet die Prinzipien von eBay und Woot: Nutzer geben Gebote ab, die den Preis des Produkts steigern und das letzte abgegebene Produkt erhält den Zuschlag. Allerdings kosten die Gebote den Nutzer weniger als die Steigerungssumme des Preises. Nach Beendigung der Auktion der Produkte aus dem Technik- und Entertainmentbereich haben die Mitglieder die Möglichkeit, auch bei Nicht-Erfolg bei der Bieterrunde den Artikel für den normalen Preis direkt beim Hersteller zu beziehen. Bezahlt wird über Paypal oder Visa.

Die gemeinsame “Dealstreet” wird zu Beginn mit der Upside Shopping GmbH (der Firma hinter Dealstreet.de) beschritten, von der die Franzosen sich selbst eine “Upside” versprechen: „Transaktionsorientiertes Entertainment Shopping ist aus unserer Sicht ein schnell wachsendes Internet-Segment mit großen Wachstumsperspektiven. Upside Shopping bringt in diesem Umfeld ein spannendes Angebot dank exzellenter web-basierter Service-Innovationen auf ein bisher unerreichtes Qualitätsniveau. Dieser Ansatz hat uns überzeugt“, erklärt Christian Claussen, Senior Partner im Venture Capital Team der Crédit Agricole Private Equity und verantwortlich für internationale VC-Investments, das Premieren-Investment bei Rocket.

Bildmaterial cc by: banspy
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