Gameforge: Zwei Millionen Mobile-Installationen

Geht die plattformübergreifende Strategie des Spiele-Anbieters Gameforge (www.gameforge.de) auf? Zumindest gibt man sich derzeit zufrieden – und will nachdem im vergangenen Herbst kurz nach der Frogster-Übernahme 100 von 700 Mitarbeitern entlassen wurden wieder expandieren. Zusätzlich zur Entwicklung, Vermarktung und dem Betrieb von Online-Games für den PC vermeldet die Karlsruher Spieleschmiede erste Erfolge mit seiner neu aufgebauten Mobile-Sparte: Auf Basis einer von Gameforge selbst entwickelten Engine hat das Unternehmen die drei ersten Rollenspiel-Titel für Apple iOS, Android und Windows Phone 7 veröffentlicht. Mafia Spiel, Vampir Spiel und Kriegs-Spiel seien nur wenige Wochen nach dem Start über zwei Millionen Mal installiert worden, heißt es von dem Anbieter.

Auch der vom Gameforge-Gründer Klaas Kersting (hier im Interview) betriebene Konkurrent Flaregames (www.flaregames.com) hatte sich nach einer recht stattlichen Millionen-Finanzierung durch den Venture-Capital-Arm der Deutschen Telekom und Accel Partners mit dem Frankfurter Mobile-Games-Entwickler Keengames zusammen getan, um in dem Segment zu wachsen. Die Keen-Entwickler wollen dabei Know-how bei Technologie und Game-Design einbringen, Flaregames soll sein Wissen aus den Bereichen Tracking und Monetarisierung beisteuern. Basierend sicherlich auch auf der finanziellen Bindung an den geldgebenden Netzbetreiber übernimmt die Karlsruher Firma für die neuen Spiele zudem das Publishing – also Vermarktung, Distribution und PR.

Neue Technologie-Generation in Aussicht gestellt

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Für das zweite Halbjahr 2012 stellt das Mobile-Team von Gameforge selbst nun die zweite Generation der Technologie in Aussicht, auf deren Basis mobile Strategiespiele entwickelt werden sollen. Üblicherweise setzt Gameforge seine Mobile-Games alle als Multiplayer-Games um, in denen Spieler stets miteinander in einer gemeinsamen Online-Spielwelt agieren. Parallel dazu seien Adaptionen von Online-Titeln wie Ikariam, O-Game und Gladiatus für Tablets in Arbeit, bei denen Nutzer sowohl mobil als auch am heimischen PC Zugriff auf ihren Account und die gleiche
Spielwelt haben sollen.

Eine Neuproduktion auf Basis der Entwicklungsumgebung Unity 3D stehe ebenfalls in den Startlöchern. Bis Jahresende plant Gameforge nach eigenen Angaben, zehn Mobile-Games veröffentlicht zu haben. Bereits im nächsten Jahr soll die Mobile-Sparte mehrere Millionen Euro zum Umsatz der Gameforge-Gruppe beitragen. Um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, will Gameforge sein Mobile-Team deutlich ausbauen.

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