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Erstmal hat Gründerszene gewartet. Bis alle Blogger und nun auch jedes Printmedium drüber geschrieben hat: Google+. Lang angekündigt startete Googles neuestes Social-Network-Projekt Ende Juni und brauchte nur zwei Wochen, um die zehn Millionen Nutzergrenze zu sprengen. Google+ kann einiges, was andere nicht können, und anderes dafür nicht. Kontakte werden in Circles organisiert, per Videochat kann man gemeinsam You-Tube-Videos ansehen und mit dem +1 gibt es einen eigenen Like-Button. Kurz um: Google+ ist Teil der Social-Network-Schwemme und reiht sich in die Welt der Facebooks, Diasporas, LinkedIns und Xings ein. Weil so viele nun schon gar das Ende von Facebook herbei schreiben, fragt Gründerszene bei der Netzwelt nach, was sie zu Google+ sagen, ob schon Umzugspläne gehegt werden und wer welches Netzwerk wie nutzt.

Nico Lumma, Director Social Media bei Scholz & Friends

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„Ich nutze Google+ komplementär zu Facebook und Twitter, glaube aber, dass Google+ eher Twitter als Facebook Konkurrenz machen wird, da es anders als Twitter die Möglichkeit zu Konversationen bietet, die nicht alle anderen mitlesen müssen. Google+ ist lockerer organisiert als Facebook und ich finde es wunderbar, dass ich Leute in Circles organisieren kann, die noch nicht einmal ein Google+ Account haben.“
 

Teresa Bücker, Social Media Managerin bei der SPD; FAZ-Bloggerin, freie Autorin

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„Es hat nur zwei Tage gedauert und die spannenden Diskussionen hatten sich von meinem Facebook-Account zu Google+ verlagert. Bei Facebook ist es nun wesentlich ruhiger geworden; Googles Angebot ist aus meiner Sicht vor allem geeigneter für Debatten und einen Fokus auf Nachrichten und Themen. Mein Lieblingsnetzwerk ist und bleibt jedoch Twitter. Ich lese gerne pointierte Sätze, liebe aber vor allem die Tweets mit literarischem Charakter. Auf Twitter werde ich noch lange Zeit nicht verzichten möchten.“
 

Holger Schmidt, Internetkoordinator bei der Frankfurter Allgemeine Zeitung

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„Social Media erfüllt zwei Grundfunktionen: Information und Kommunikation. Twitter ist ein (beinahe) perfektes Informationstool, während Google+ und Facebook primär auf Kommunikation ausgelegt sind. Aufgrund seiner Funktionen ist Google+ eine Konkurrenz zu Facebook. Ob Google+ den Sprung in den Massenmarkt schafft, steht noch nicht fest. Viele Nutzer wollen ihre persönlichen Informationen eben nicht in den Händen von Google wissen. Daher: Trotz des guten Starts von Google+ sollte man weder Facebook noch Twitter vorschnell abschreiben. Ich hoffe, dass Google bald gute Schnittstellen anbietet, damit sich die drei Netzwerke miteinander verbinden und von einer Oberfläche aus (z. B. Tweetdeck) aus steuern lassen.“
 

André Krüger, Freier Kommunikationsberater

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„Google+ ist neu. Daran erfreuen wir uns und probieren es aus. Das Netzwerk befindet sich in einem Beta-Stadium. Dort vertretene Early-Adopters diskutieren über das Netzwerk selbst und laben sich an animierten GIFs. Das wird vorbeigehen. Dafür werden neue Funktionen und Nutzer kommen. Google+ wird bleiben, wir beobachten, wie es sich entwickelt. Für eine abschließende Betrachtung ist es zu früh.“
 

Martin Weigert, Redakteur bei Netzwertig

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„Momentan bin ich noch etwas unentschlossen, ob und wie sich Google+ in meinen Weballtag einfügen wird. Facebook und Twitter verdrängt es für mich vorerst nicht.“
 
 
 
 

Robert Basic, Blogger

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„Google+ ist ein weiterer, diesmal ernster Versuch von Google in Richtung „think social, earn social“. Eine interessante Erweiterung bisheriger Strategien von Google, der dominierende Informationsdealer des Internets zu bleiben. Ich persönlich werde da sein, wo meine Party-Kollegen sind. Auf MySpace macht es wenig Spaß, auf Twitter, Facebook und G+ ist es in Ordnung. Umziehen? Warum, nur weil ein neues Cafe in der Stadt aufmacht, ziehe ich nicht um, sondern habe mehr Eventlocations zur Auswahl. Ich muss ja nicht in das Cafe ziehen, sondern es lediglich besuchen.“
 

Sarik Weber, Geschäftsführender Gesellschafter bei Hanse Ventures

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„Soziale Netzwerke gehören bei mir seit fast acht Jahren zum festen Bestandteil meiner persönlichen Netzwerkstrategie. Durch meine sehr frühe aktive Aufbau-Tätigkeit bei openBC, der heutigen XING AG, bin ich mit sehr vielen meiner Kontakte schon seit Jahren eng verbunden. Hier ergeben sich jeden Tag neue spannende Anknüpfungspunkte zu den zwölf Portfolio-Startups von Hanse Ventures. Während bei Xing und LinkedIn berufliche Kontakte überwiegen, sind bei Facebook inzwischen Freundeskreise aus allen Lebensphasen wie Schule, Studium, berufliche Stationen und aus Firmen, die ich aufgebaut habe, vertreten. Daneben bin ich auch bei spezifischen Netzwerken wie Twitter, Quora und asmallworld aktiv. Google+ hat das Potential, in die erste Liga meiner meistgenutzen Netzwerke aufzusteigen.“
 

Mathias Richel, Konzepter und Kommunikationsstratege bei ressourcenmangel GmbH

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„Mehr als Google+ es wahrscheinlich selbst für möglich hält, belegt es, wie sehr wir uns im Social Web im Kreis drehen. Ich hoffe, Sie bemerken den galanten Schwung auf das Thema „Circles“, was ein wesentlicher Bestandteil dieses neuen „Big Thing“ ausmacht. Zunächst sind die Early-Adopter dort, dann die Berater und solche, die sich dafür halten, dann die Journalisten und schon in zwei bis acht Jahren auch 35% der normalen Internet-Nutzer. Ungefähr.“
 

Bernhard Jodeleit, Practice Leader Social Media bei fischerAppelt, relations

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„Ich freu’ mich über Plus und nutze es intensiv. Aus PR-/Marketing-Sicht denke ich: Es befeuert den Wettbewerb zwischen Anbietern sozialer Netze und Inhalte. Unternehmen müssen jetzt noch mehr Relevanz und Nutzen bieten, um noch Gehör zu finden. Das ist gut. Und Respekt vor dem Imagewandel, den Google in den letzten Monaten hingelegt hat. Facebook den Rücken kehren? Wäre momentan wohl übertrieben. Mal den Ball flach halten, beobachten, sich vortasten.“
 

Nicole Simon, Autorin und Social Media Beraterin

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„Vor allem für Gründer ist G+ ein Muss. Viele machen den Konsumentendenkfehler „Ich finde das doof…“ anstatt als Produzent zu denken: Wie kann ich es nutzen? Sind Kunden und Influencer dort? Und: G+ ist eine gute Gelegenheit, ein ‚Business Social Network Profil‘ aufzubauen und Facebook für privat zu behalten.  Komplett umziehen? Wer geht vom schuldenfreien Eigenheim in eine teure Mietwohnung? Ich schaue mehrfach täglich gezielt auf Suchen, vor allem Feeds und Twitter.“

 

 

Wer mehr über Google+ erfahren möchte: im brandneuen Gründerszene-Seminar Google+ zeigt Nicole Simon unter anderem wie und warum man Google+ als Gründer in seinen Werkzeugkasten aufnehmen sollte, welche schlauen Tipps und Tricks es gibt und ob Google+ nur ein Hype ist oder absolutes Must-Have wird. Alle Infos zu dem neuen Seminar und den Link zur Anmeldung finden Interessenten hier.