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Google-Manager Tweraser angeklagt

Laut Informationen des österreichischen Wirtschaftsmagazins Format soll gegen den Google-Manager Stefan Tweraser Anklage wegen Untreue erhoben worden sein. Dem Deutschland-Verkaufschef wird vorgeworfen, über eine halbe Million Euro mit Scheinrechnungen in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben. Allerdings geschah dies vor seiner Zeit bei Google in seiner Position als Marketingchef der Telekom Austria. Die Staatsanwaltschaft legte die Klage bereits im Dezember dem Landgericht Wien vor.

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Stefan Tweraser verließ im Jahre 2007 das österreische Telekommunikationsunternehmen Telekom Austria. Um eine ihm nicht zustehende Abfindung von zwei Jahresgehältern im Wert von 585.600 Euro dennoch zu erhalten, handelte er zusammen mit der Werbeagentur Euro-RSCG einen Auftrag ohne Gegenleistung aus. Das Geld floss dabei über den Werbeetat der Telekom. Die Euro-RSCG selbst billigte dieses Vergehen, um den Top-Kunden Telekom nicht zu verlieren. Anschließend transferierte Tweraser das Geld im Namen seiner neuen Firma über drei Scheinrechnungen auf seine Konten.

Ebenfalls angeklagt sind die zuständigen Euro-RSCG Gustav Eder-Neuhauser und Albert Essenther, die zum Zeitpunkt der Tat die Werbeagentur leiteten. Tweraser will die Summe nun zurückzahlen. Einer Anklage entkommt er damit dennoch nicht.

Update: Tweraser lässt Aufgaben bei Google ruhen

Update vom 15.01.2013: Google reagierte mittlerweile auf den Vorfall: ”Google hat sich mit Stefan Tweraser darauf verständigt, dass er angesichts einer Anklage gegen ihn im Zusammenhang mit der Tätigkeit für seinen früheren Arbeitgeber Telekom Austria seine Aufgaben für Google Deutschland zunächst ruhen läßt”, sagt ein Google-Unternehmenssprecher. Die Aufgaben Twerasers übernimmt Alastair Bruce, Sales Director Google Deutschland.

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