Über den Management-Stil und die militärische Sprache der Samwers wurde ja bereits ausführlich diskutiert. Nun verdichten sich die Hinweise, dass es auch beim Portfolio-Unternehmen Groupon (www.groupon.de) an der Tagesordnung ist, Mitarbeiter unter massiven Druck zu setzen. Das zeigen mehrere interne E-Mails und Briefe von Groupon-Mitarbeitern, die Gründerszene zugespielt wurden. Die Informationen zeichnen ein schockierendes Bild von Personal-Degradierungen, massivem psychischen Druck, Dealproblemen und Platzmangel.
“Es regiert die nackte Angst” bei Groupon
Bereits im September 2011 erhielt Gründerszene einen dreiseitigen anonymen Brief, der Erschreckendes über die Arbeitsverhältnisse bei Groupon vermuten lässt: “Es regiert die nackte Angst” heißt es darin, wobei die Strukturen von Groupon als “Hire-and-Fire” beschrieben werden. Laut diesem Schreiben könnte es demnach zwischen 500 und 600 ehemalige Groupon-Mitarbeiter geben. Zuletzt berichtete Gründerszene im Juli 2010 über eine umfangreiche Entlassungswelle bei Groupon CityDeal, das rund 25 Prozent seiner damals 700 Mitarbeiter entließ.
Groupon-Mitarbeiter würden sich “blanker Schikane” ausgesetzt sehen, zumal Teammeetings “häufig stundenlange Beschimpfungen und Vorwürfe beinhalten” und “auf Nonperformer eingeprügelt” würde, während Ziele über Rapports im Stundentakt abgefragt werden sollen. Glaubt man den Ausführungen, beginnt die Arbeitsplanung bei Groupon um 8.00 Uhr und endet um 22.00 Uhr – Pausen sind nicht gern gesehen.
Gleiches offenbart eine anonyme E-Mail, die Gründerszene dieser Tage erhielt: Von “hartem Druck”, “vertraglich vereinbartem Bonus mit Penalties” und “Titelveränderungen” ist dort die Rede. Der angebliche Groupon-Mitarbeiter schreibt: “Jetzt soll auch noch der Titel verändert werden – wir werden quasi degradiert, wenn unsere Teams in der Woche nicht 0,5 Dreamlist-Partner abschließen” [laut Mail-Verkehr von Daniel Glasner (siehe unten) müssen Teams pro Woche vier, also jeder Mitarbeiter 0,5 Dreamlist-Partner abschließen, Anmerkung der Redaktion].
Nicht-Performer werden degradiert
Dreamlist-Partner sind zum Beispiel Top-Restaurants oder namhafte Spas. In der E-Mail heißt es weiter, dass jeder der Kollegen auf Jobsuche sei und plane, das Unternehmen in den nächsten sechs Monaten zu verlassen. Die Team-Direktoren seien oft mit falschen Versprechungen aus Festanstellungen bei McKinsey & Co herausgeholt worden.
Welche Stilblüten dies mitunter trägt, offenbart nun auch ein aktueller E-Mail-Verkehr zwischen Groupon-Geschäftsführer Daniel Glasner und mehreren City-Managern und Direktoren, der Gründerszene aus ebenfalls anonymer Quelle zugespielt wurde. Darin heißt es von Geschäftsführer Glasner (für eine detaillierte Aufarbeitung siehe auch den entsprechenden Artikel bei VentureVillage):
“Um euch die Bedeutung und Wichtigkeit des Themas Qualität unserer Deals noch besser zu veranschaulichen, greife ich zu einer außergewöhnlichen Maßnahme: Jeder von euch, der nicht die folgenden zwei Minimum-Ziele nächste Woche erreicht, wird seinen “Director”-Titel verlieren.”
Ziel sei es, innerhalb einer Woche mit einem achtköpfigen Team mindestens vier Dreamlist-Accounts zu closen. Seit diesem Montag gelten diese “außergewöhnlichen” Maßnahmen. Besagte E-Mail enthält darüber hinaus bereits genaue Anweisungen an das HR-Team, alle Titel der Personen zu ändern, die ihre Ziele nicht erreichen. Von COO Philipp Magin heißt es in einer Antwortmail an die City-Manager: “Das ist ein Trauerspiel. Wir werden jetzt Penalties für das Nicht-Management von Deal-Communications einführen. Wir starten bei 33 Prozent Mindesterfüllung pro Woche.”
Die Zwischenbilanz zieht Glasner am 16. Februar, drei Tage nach der Einleitung der Maßnahmen: “Es sieht extrem ernüchternd aus. Niemand ist annähernd bei einem Drittel. Jeder von euch sollte die verbleibenden zwei Tage nutzen. Sonst müssen wir nächste Woche unnötig HR mit Änderungsverträgen für jeden von euch beschäftigen.” Die aufmunternden Worte zum Ende der Mail wirken dann nur noch sarkastisch: “Jeder von euch kann das schaffen, wenn er konsequent und fokussiert arbeitet. Es erfordert keine außergewöhnliche Leistung.”
Groupon streitet diese Vorwürfe ab
Gründerszenes Schwestermagazin VentureVillage sprach mit einem ehemaligen Groupon-Manager, der in dieser Angelegenheit anonym bleiben möchte, und wurde darauf hingewiesen, dass ein solcher Tonfall und entsprechende Maßnahmen sogar eher zur sanfteren Gangart bei Groupons Management zählen. Ein aktuell Betroffener gab hingegen an, von diesem E-Mail-Verkehr nichts zu wissen und verwies auf Groupons Pressestelle.
Auf Anfrage von Gründerszene bestritt Daniel Glasner nicht, Urheber besagter E-Mail zu sein, wies entsprechende Vorgänge bei Groupon aber entschieden von sich:
“Die von dir [Gründerszene-Chefredakteur Joel Kaczmarek, Anmerkung der Redaktion] angesprochenen Punkte entsprechen nicht der Wahrheit und sie spiegeln auch in keiner Weise den Arbeitsalltag bei Groupon wider. [...]
Wie bei jedem größeren Unternehmen gab es auch bei uns in der Vergangenheit vereinzelt Fälle, in denen wir uns von Mitarbeitern nicht im gegenseitigen Einvernehmen getrennt haben. Jeder dieser Fälle ist für uns unerfreulich, stellt aber glücklicherweise die Ausnahme dar.
Der Erfolg von Groupon beruht auf dem Erfolg seiner Mitarbeiter, von denen viele in Deutschland tätig sind. Wir sind sehr stolz auf unser Team von mehreren Hundert Mitarbeitern in Deutschland, von denen viele von Anfang an dabei sind. Und wir suchen laufend in allen Bereichen weitere Verstärkung für unser Team in Deutschland und auch international. […]“
Natürlich sind gerade anonyme Hinweise von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern mit Vorsicht zu genießen, doch im Fall Groupons häufen sich diese Hinweise, wie etwa auch ein Blick auf die Arbeitgeberbewertungen bei Kununu oder die Kommentare unter Gründerszenes letztem Groupon-Artikel zeigen. Gründerszene sprach im Verlauf seiner Recherchen mit verschiedenen Beteiligten, die vielfach die dargestellten Verhältnisse bestätigten.
Ebenso gab es jedoch auch einen Mitarbeiter, der sich von entsprechenden Vorwürfen überrascht zeigte und diese nicht bestätigen konnte. Ein ehemals hoch angesiedelter Akteur spricht davon, dass sich bei Groupon vieles in Sachen Arbeitsqualität verbessert haben soll, dass es früher aber “teilweise schlimm” gewesen sein soll.
Ist Groupons Aufbau nachhaltig?
Aus beiden Schreiben wird auch einiges über Groupons Arbeitsprozesse deutlich, das auf mangelnde Nachhaltigkeit schließen lässt. So heißt es im postalischen Schreiben von 2011:
“Alles ist erlaubt, um einen Deal zu holen. Es wird alles versprochen, was der Kunde hören will. Es wird meist verschwiegen, dass eine Deckelung der Deals möglich ist, so dass mehr daran verdient wird. Das führt häufig dazu, dass kleine Unternehmen auf einmal so viele Kunden haben, dass sie diese nicht bedienen können.
Der Vorrat an Deals reicht meist nur ein bis zwei Tage, öfters stand am Freitag noch kein Wochenenddeal zur Verfügung. […] Die meisten Deals werden aktuell mit 30% Dealgebühr abgeschlossen, was bedeutet, dass der tatsächliche Ertrag viel geringer ist, als im Börsenprospekt ausgewiesen.” [Stand: September 2011, Anmerkung der Redaktion]
Auch von diesen Vorwürfen will der für Groupon-Osteuropa verantwortlich zeichnende Daniel Glasner nichts wissen: “Das Verhältnis zu unseren Partnern ist einer unserer wichtigsten Erfolgsfaktoren, dementsprechend behutsam gehen wir damit um. Wir halten uns selbstverständlich an alle gesetzlichen Bestimmungen.”
Vor allem scheint die Struktur des Couponing-Riesen kostenintensiv: Umfangreiche Mittel würden für (Online-)Werbung ausgegeben, mehrere Geschäftsführer sowie zahlreiche Vice-Präsidenten und Direktoren erhielten hohe Gehälter und sollen zu zahlreichen Meetings mit dem Flieger anreisen, während in den einzelnen Headquarters “teure Einpeitscher” in Form von City-Managern eingesetzt würden. Daneben sollen kurzfristige Mietverträge stets teuer ausfallen, was den Schluss zuließe, dass Groupon schnell in der Lage wäre, ganze Städte und komplette Länder zu schließen – womöglich schon binnen zwei Monaten oder weniger.
Schockierendes aus dem Hause Groupon
Von offizieller Seite wurden die hier skizzierten Verhältnisse bestritten, zahlreiche teils anonyme Quellen lassen jedoch Gegenteiliges vermuten. Fraglich bleibt, ob dieser angebliche Managementstil hilft, die Umsätze zu steigern. Dass es bei Samwer-geführten Unternehmen mitunter hoch hergeht, ließ sich zuletzt ja bereits aus einer internen E-Mail von Oliver Samwer ableiten (“you must sign it with your blood”, “I am the most aggressive guy on internet on the planet”, “the time for the blitzkrieg must be chosen wisely”), doch solche Auswüchse konnten für Groupon in dieser Form bisher nicht dokumentiert werden. Ehrlicherweise darf aber auch gefragt werden, ob es bei anderen Anbietern im Markt sehr viel entspannter zugeht.
Angesichts solcher Vorwürfe zeichnet sich ein erschütterndes Bild von Groupons Arbeitsverhältnissen, das im Gesamtjahr 2011 einen Umsatz von 1,6 Milliarden US-Dollar einfuhr und dabei durch hohe Kosten für Marketing und Kundenbindung 351 Millionen US-Dollar Verlust machte. Zu den hohen Verlusten von Groupon führte nach Unternehmensangaben vor allem die schnelle Expansion. Insbesondere die Marketing- und Personalkosten sind bei dem Dealgiganten hoch. Die Frage nach der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells bleibt. Natürlich ist Gründerszene auch unter diesem Artikel an relevanten Kommentaren interessiert: Was ist dran an diesen Vorwürfen? Wie sieht das Bild bei Wettbewerbern aus? Sind die kolpotierten Maßnahmen gerechtfertigt?
Übrigens: Wer aufschlussreiche Dokumente an Gründerszene senden möchte, die für die Leserschaft von Interesse sein könnten und deren Versand auch durch die gängigen Regelungen der deutschen Rechtsprechung abgedeckt wird, kann dies unter leaks@gruenderszene.de tun.


[...] The whistleblower begins his email by describing the dire situation immediately ahead. Unless he and his colleagues are able to reach impossible demands by the end of Friday (today) their titles are at risk, he reports. The sender begins his email speaking on behalf of the threatened individuals (translated here from German): [...]
stimmt alles haargenau. daniel bullshitted in dem statement nur herum und verharmlost.
philipp magin ist olivers marionette. daniel kennt sich mit sales null aus und holt einfach hin und wieder die CEO-Keule heraus, weil philipp (Head of Sales) aus den citymanager nicht das rausholen kann was oliver fordert.
im endeffekt sind beides olivers “Tools”, die halt auch nicht anders können.
die citymanager rotieren ohnehin und müssen die sales reps hiren&firen, weil die 5 deals/woche nicht realisitisch sind.
dealpipe ist meist leer und die arme redaktion und cityplanner (QA) müssen oft am WE einrücken, um noch schnell sachen in die sendeplanung zu klopfen.
Vielen dank für diese nette News, da kann ich nur recht geben ich bin Ehemaliger Groupon Mitarbeiter, und der Ton der da herrscht ist echt nicht schön.
Ich hoffe die Leute sehen nun endlich was Groupon für ein Arbeitgeber ist.
Nicht nur das Arbeitsklima ist beschissen sondern die Deals genauso.
Wo gehobelt wird fallen Späne. Das ist doch nicht´s neues. Es ist doch auch klar das durch Personalabbau die Rentabilität erhöht werden kann. Wie das letztendlich gemacht wird ist doch egal für die Eigentümer.
Hallo,
aus Sicht eines so genannten “Dreamlist-Partner” kann ich ich die Vorwürfe bestätigen, ich kenne es aus der Praxis. Es wird wirklich alles versprochen und nichts gehalten, läuft etwas schief verhält man sich äußerst kantig und wenig kooperativ.
Außerdem werden Deals online gestellt, bevor diese von Kunden abgenommen sind. Das Resultat sind dann falsche Artikelbeschriebungen und falsche Erwartungen von Kunden. Vermutlich ein Ergebnis des hohen Realisierungsdrucks.
Allerdings dachte ich, dass die Samwers weitestegend durch den Verkauf raus sind? Was haben Sie damit also zu schaffen?
Ich kann das nur bestätigen, Groupon sind die schlimmsten Verbrecher die es gibt, nutzen die armen Mitarbeiter scharmlos aus, die Arbeitsverhältnisse dort gehen wirklich nicht es ist eng es ist laut man steht unter Druck wie ein Schießgummi, vor allen die Arbeitszeiten, von wegen 40 Stunden Woche…. ja schön wär’s 50 ist Minimum eher 60/70 Stunden und die Überstunden werden weder angerechnet noch bezahlt, da keine Deals in der Pipeline sind, wird freitags locker bis 0 oder 1 Uhr da gesessen anstatt eigentlich laut Vertrag 18 Uhr Schluss zu haben! Und trauriger weise ist es keine Ausnahme, samstags oder sonntags darf man dann freundlicher weise einen Laptop mit den Programmen mitnehmen und von zu Hause aus noch arbeiten (auch alles unbezahlt). Spielt man nicht mit, fliegt man, soooo einfach geht’s, schön ausnutzen und verarschen die armen Leute… VERBRECHER!!!!!
Der Herr G. macht das schon genial. Er packt die Jungs bei ihrer Eitelkeit und droht mit Entzug des “Prestige-Titels” Director.
Und schon strampeln sie noch ein bisschen schneller.
Zu dem VV-Artikel-Zitat:
“How does it look if you were formerly at McKinsey and now you are degraded and your work experience certificate is tainted?”
.
Mal bist du Taube, mal bist du Denkmal.
Wenn das mal alles währe. Dazu kommt noch die schreckliche Situation in den Büros – wie die Legehennen. Arbeitsschutz ist Dauergast, kann oder will aber wohl nix tun. Man sollte die Firma in eine Gewerkschaft zwingen. Angeblich wird jedem der einen Betriebsrat fordert eine hohe Abfindungssumme geboten, damit er verschwindet und es weiter hin keien BR gibt. Kann doch alles nicht legal sein aber kümmert wohl keinen.
@Investor und Insider: haargenau. auf citymgt level waren und sind brutal viele ex-berater (mck, bcg), die zwar gut verdienen (teilweise besser als in der beratung), aber dafür brutal viel aushalten müssen. prestigeverlust ist hier ein rießen hebel.
die leute hätten aber exit-optionen und werden dafür, dass sie es machen, gut entlohnt.
richtig leid tun mit die die planer, welche nur reagieren können und zu den stosszeiten dann überstunden machen müssen, weil wieder mal kein dealflow zustande kommt. die sitzen dann am WE unbezahlt in der rosenstraße, weil sie vom job abhängig sind und verantwortungsbewusstsein haben.
sagt auch alles:
http://www.facebook.com/?ref=logo#!/groupon.de?sk=wall&filter=1
Das sind echte GANGSTER bei Groupon!
Die geschilderten Sachverhalte entsprechen der Realität, sind aber nur die Spitze des Eisbergs…
Übel übel übel,…
vielleicht sollte man sich mal hier http://jobs.groupon.de/oIQbWfwp fürs Assessment Center bewerben und gucken wie sich alle die Augen aushacken… NOT.
Traurig, aber war doch irgendwo absehbar. Leider werden auch weiter solche “Unternehmen” gegründet. Das ist echt traurig…
Joel is back :)! Glückwunsch Joel & Vanessa – endlich mal wieder was Investigatives!
@Thomas: Danke, mein Lieber. Wir sollten endlich mal wieder ein Treffen einlegen :-).
Hallo
Auch ich kann diesen Artikel nur unterschreiben! Genauso verhält es sich bei Groupon und nichts ist gelogen oder erfunden…
Ich bin ein ehemaliger Arbeitnehmer, der im außendienst tätig war.
Der Druck welcher von der Geschäftsführung (Phillip, Thorsten ect.) nach unten an die Citymanager weitergegeben wird ist menschunwürdig und nicht realisierbar.
In meinem Verkaufsgebiet war ich 11 Monate tätig (bei Groupon schon fast ein Ritterschlag) in dieser Zeit wurden 19 Mitarbeiter entlassen und genauso viele auch wieder eingestellt. Es ist wie in einem Taubenschlag und es zählt nur der Umsatz.
Heutige Anordnung von der GeschäftsführunG:
Es dürfen keine Deals mehr geclosed werden, welche unter einem Angebotspreis von 29,90 Euro sind!!!
(kann belegt werden,ihr dürft euch gerne an mich wenden)
Man weiß in Berlin nicht mehr wie man ein sinkendes Schiff retten kann bzw. soll… es wird alles versucht um den letzten Tropfen aus allen Partner raus zu holen und das ohne Rücksicht auf Verluste…
Ich hoffe das sehr vielen Partner bald ein Licht aufgeht!!!
Wow. Das sind ja Zustände bei Groupon wie bei eteleon (bzw. b2c.de GmbH) – nur das die Ihre krassen Methoden nicht so offen nach intern oder extern kommunizieren. Dort sollte auch mal jemand an die Öffentlichkeit…
So ein Schwachsinn
Ich kann diesen Artikel ebenfalls bestätigen und auch etwas zum Platzmangel berichten. Da dort ständig Leute gehen aber auch sehr viele kommen kann es schon mal passieren, dass Mitarbeiter überhaupt keinen Platz bekommen. Was macht man denn nun? Die Antworten der Chefs sind an Frechheit kaum zu überbieten. Wie man sich da als Mitarbeiter ( auf dem die GF angeblich stolz ist) fühlt, wenn man nicht einmal ein Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt bekommt ist wohl jedem klar. Man kommt sich vor wie das letzte Stückchen Dreck. Am besten man ist schön devot, kriecht auf den Knien und küsst die Füße der GF. Groupon ist so 1980.
denke, dass sich die Groupon Partner jetzt noch schneller nach langfristigeren faireren Lösungen wie Regiondo oder Gidsy umschauen.
Ich arbeite seit fast 2 Jahren bei Groupon. Es ist definitiv anstrengend aber was ihr hier schreibt ist echt lächerlich. Das Leute die keinen guten Job machen in einer Firma nicht weiterkommen ist glaube nichts einzigartiges
Dazu muss man aber auch mal sagen, dass wenn jemand was drauf hat und sich das bei Groupon gefallen lässt, er selbst schuld ist. Wer was drauf hat findet einen neuen guten Job. Klar ist die Situation, wie beschrieben, scheisse. Man sollte dann aber nicht bleiben sondern gucken das man woanders unterkommt. Wer natürlich nix kann bleibt dort bis er gefeuert wird!
Suprised that no-one has – up to today – smashed either Oli or Daniel’s face minutes after resigning…
Ich war früher auch bei Citydeal. Jetzt bin ich bei Dailydeal
Da ist es leider noch viel chaotischer.
Frage mich grade wer das mit sich machen lässt. Raus da, niemand kann in Deutschland so abhängig von einem Arbietsplatz sein dass er sich zur Erhaltung dessen permanent runtermachen lassen muss.
Hallo.
Ich bin ebenfalls ehemaliger Groupon-Mitarbeiter und kann die hier beschriebenen Zustände nicht bestätigen. Vielmehr habe ich den Kontakt zu den GFs immer als fair empfunden und hatte nicht das Gefühl, von “den schlimmsten Verbrechern” “scha[r]mlos ausgenutzt” (# 17 Februar 2012, 16:27 Uhr)
Dass teilweise Mitarbeiter mangels entsprechender Leistung entlassen werden, ist verständlich und passiert zu Recht in jedem (erfolgreichen) Unternehmen. Die mir aus meiner Groupon-Zeit bekannten Entlassungs-Fälle waren keine Überraschung und (auch für die entsprechenden Personen) lange vorhersehbar. Es ist verständlich, dass dadurch Frustration entsteht; diese sollte sich aber nicht in unhaltbaren Anschuldigungen entladen!
Ich jedenfalls habe die Arbeit und die Arbeitsatmosphäre mit den Kollegen und den GFs als angenehm wahrgenommen und das Unternehmen lediglich aus anderweitig privaten Gründen freiwillig verlassen.
Beste Grüße!
Ist leider alles zu bestätigen und verbessert hat sich hier auch nichts. Ganz im Gegenteil: Entlassungswelle läuft seit September und deswegen werden händeringend neue Mitarbeiter gesucht. Sonst kann das aktuelle Tempo und Angebot nichtmehr lange aufrecht erhalten werden. Nur hat sich Groupon mit Berlin angelegt – und das war ein Fehler! Jeder, den ich noch in diesem Unternehmen kenne, sucht einen neuen Job. Selbst Leute, die nach außen hin dieses Unternehmen noch unterstützen, sind hintenrum sehr bemüht, doch woanders eine Anstellung zu finden. Die kununu-Bewertung sind Erfahrungsberichte, die einen Wahrheitsgehalt von 95% haben.
Warum man das mitmacht? Die aufgabe ansich ist interessant und die kollegen nett. Zudem ist die grundidee nicht übel. Nennt es pflichtbewusstsein. Und die hoffnung daß es besser wird
man ließt hier mmer “die armen planner und und manager” ….
wer das mitunter am meisten ausbaden muss, sind die damen und herren im partner-, kunden- und vertragsmanagement.
diese vielen leute sitzen auf engstem raum und haben direkten kontakt zu den “geschädigen”. diese teams halten das unternehmen am leben …. nur zu welchem preis?!?
das hauptaugenmerk liegt eindeutig beim umsatz, prozessoptimierung wird klein geschrieben und am liebsten stellt man neue, überbezahlte pfeifen ein die nichts auf die reihe bekommen und den ärger auf “die kleinen” abwälzen um sich selbst zu schützen.
leider hat bisher keiner gefragt, wer die ganze scheiße eigentlich möglich macht? die geiz-ist-geil-gläubigen und schnäppchenjäger! niemand von denen wird später stammkunde bei den partnern, es muss immer ein minus sein. ein produkt oder eine dienstleistung hat einen wert. der aufgerufene preis entspricht dem in der regel. da können so krasse rabatte einfach nicht sein. außer das t-bone-steak ist gammelfleisch. dazu brauch es kein bwl-fachwissen, dazu reicht der milchmädchenrechner aus allseits bekanntem shop. das problem ist, dass die “partner” sich von den sales leuten überrupeln und einlullen lassen. der rhetorischen überlegenheit und kanalübergreifenden dauerwerbung sei dank.
mckinsey ist doch genau so schlimm oder?
innovatives tech start-up mit nachhaltigkeit sieht anders aus…
I don’t buy into it!
> mckinsey ist doch genau so schlimm oder?
.
Wie gesagt, mal bist du Taube, mal Denkmal.
Wenn du bei McK die Personaldecke eines Betriebes optimiert hast, fühlst du Hochmut.
Wenn bei Groupon die Peitsche knallt, fühlst du Demut.
@McK vs Groupon: McKinsey mit Groupon zu vergleichen ist eine Beleidigung für McKinsey.
Die haben nämlich z.T. ganz fähige Leute, während Groupon, Rocket und die anderen Samwer-Buden zu Auffangbecken gescheiterter Existenzen verkommen sind. Wer woanders nichts zustande bekommt, dem bleibt halt nichts anderes übrig als bei den Samwers anzuheuern.
Was für Weicheier! Wird jemand gezwungen mit zu machen? Wer so einem Druck nicht standhält soll zur Unternehmensberatung gehen…
Erst wenn das letzte Unternehmen verkauft,
der letzte Börsengang geglückt,
die letzte Milliarde gemacht ist,
wird Oli feststellen,
dass man Freunde nicht kaufen kann.
Also ich kann nur sagen, das es wirklich so ist wie es im Artikel dargelegt wird. Ich habe gesehen, wie Leute gehen mussten, die was auf dem Kasten haben! Bei der ersten Kündigunsgwelle im Jahr 2010 wurden die Leute im System einfach geblockt und danach informiert. Arbeitsplätze sind klein,eng, viel zu wenig Platz um Produktiv arbeiten zu können! Die KPI`s sind überdimensional gestrickt, das man die nur auf unnormalen wege erreichen kann, erreicht man diese nicht bekommt man ein einzelgespräch! es hat sich im laufe der jahre richtig verschlechtert.
Ich habe fast 2 Jahre bei Groupon gearbeitet. Warum?
Die WebCouponing Idee ist brillant, das Unternehmen stark expandierend, alles schien möglich..
Leider kann ich den Artikel nicht nur bestätigen sondern muss sagen, dass das wirklich nur ein kleiner Teil der erschütternden Wirklichkeit ist. Alles wird dem Wachstum geopfert, der Mensch zählt Null. Arbeitsbedingungen wie im Mittelalter. Vollkommen irrsinnige JungManager, die keinerlei Kompetenzen haben aber bereit sind den Samwerschen Druck ohne Wenn und Aber durchzuziehen. Die Respektlosigkeit betrifft sowohl Mitarbeiter, sogenannte ‘Partner’ als auch Käufer der Gutscheine. Leider musste ich dutzende Kündigungen ja ganze Kündigungswellen erleben und viele waren vollkommen ungerechtfertigt und in der Ausführung schlicht asozial. Gerne am letzten Tag der Probezeit zb. In manchen Fällen auch so: hier hast du die Kündigung! Wenn du es schaffst in 14 Tagen 20 Verträge zu bringen wirst du wieder eingestellt! Der Fantasie von Verrückten sind keine Grenzen gesetzt. Hunderte frustrierter Gutscheinanbieter, die von geschulten AD’lern über den Tisch gezogen wurden, und Tausende frustrierter Gutscheinkäufer, die ihre Leistungen nie erhalten haben oder schlicht Mist gekauft haben.
Was soll man sagen, es ist erstaunlich, dass im Jahr 2009-20012 so etwas überhaupt auf dem deutschen Arbeitsmarkt möglich ist und es ist erstaunlich, dass erst jetzt die Öffentlichkeit davon erfährt. Wo sind eigentlich die deutschen Gewerkschaften? Wiso gibt es keinen Betriebsrat, wiso wird ein verrückter Mann wie Oliver Samwers nicht endlich von der Öffentlichkeit enttarnt..?!
Niemand ist in diesem Unternehmen glücklich, niemand sieht eine Perspektive für die Zukunft, viele haben innerlich bereits gekündigt, niemand ist stolz darauf bei Groupon zu arbeiten.
Die Unternehmensführung weiß das, spürt das, und reagiert nach altem Muster: Noch mehr Druck!
Groupon zerlegt sich selbst – von innen!
@Cree: lol – Aber der Oli macht ja sicher nicht mit jedem den er trifft Geschäfte oder stellt ihn an, bzw. irgendwer profitiert sicher auch immer von so einer “Kultur”… ;)
“Ist Groupons Aufbau nachhaltig?”
Schöne “Scherzfrage”…
Ansonsten sag ich mal das gleiche wie immer bei diesen Artikeln und Aussagen dazu: So langsam sollte man doch wissen, worauf man sich bei sowas einlässt, oder?
Startup mit Super-Wachstum und Bewertung, in der Grösse – und das ohne bahnbrechende Technologie… das kann’s nur mit einer “aussergewöhnlichen” Arbeitsweise geben. Und welche Art von aussergewöhnlich man bei Samwer-Unternehmen finden wird, lässt sich doch nach Spiegel, Focus, Manager Magazin-Artikeln usw. leicht vorstellen.
Ich frage mich warum keine diese ehemalige Mitarbeiter sein echten Namen preisgibt?
Wenn alles so abläuft wie hier geschildert dann sollte man sich zu wehr setzen ,
allerdings ich glaube es einfach nicht! Tatsachen sehen anderes aus!
Ich war Manager und bin von selbst gegangen. Aber im GUTEN. Klar ist der Druck hoch. Und die Ziele unrealistisch. Aber das weiß jeder halbwegs clevere SELBST und vor allem vorher. Hier unterscheidet sich Groupon absolut nicht von anderen Sales-Maschinerien, außer vielleicht dass der Saleszyklus kürzer ist.
Wer echt glaubt mit 28 ohne jegliche Sales-Erfahrung von McKinsey abgeworben zu werden um einen Posten mit einem Titel zu bekommen, der in gestandenen Unternehmen erst nach 10 Jahren Berufserfahrung vergeben wird, weil er so super ist, ist einfach DUMM. Alle mit denen ich zusammen gearbeitet habe wussten was auf sie zukommt.
Wenn also Mama-Söhnchen rumweinen weil man ihnen droht einen Titel wegzunehmen und weil sie das erste Mal in ihrem Leben wirklich Druck bekommen kann ich nur sagen: Macht Beratung! Die einzigen die sich wirklich beschweren dürfen sind Sales-Mitarbeiter und die aus dem Customer Care. Denn die werden für den gleichen Druck lange nicht so gut entlohnt.
Das ganze Geschäftsmodel ist nunmal auf das klassische Callcenterprinzip aufgebaut.
Entsprechend sollte jedem klar sein, das es dort auch abläuft wie in CallCentern. Also über Provision. Wenn zu wenig Abschlüsse getätigt werden, werden die “Werber” halt gekündigt.
Soweit ist das nichts schokierendes.
Man sollte sich jedoch ernsthaft fragen, wieso überhaupt eine solche Stimmung herrscht ? Würde das Konzept WIRKLICH aufgehen, wäre das ganze doch, imho, durch Mundpropaganda ein Selbstläufer?! Entsprechend weniger Werber und weniger Druck.
Was auch ein wenig auffällig wird, ist das es immer wieder Samwer-Unternehmen sind, die durch solche Modelle auffallen. Erst wurde immer wieder über Jamba und deren Abofallen berichtet und nun folgt Groupon, vor denen Verbraucherschützer warnen.
Dazu noch der Militärische Ton und vermessene Aussagen wie “Blitzkrieg” oder “ich bin der härteste Typ im Internet” lassen nurnoch eine Schlussfolgerung offen; Der Typ leidet an grenzenlosem Größenwahnsinn. Abzocke Modelle machen den kleinen Rappenden möchtegern mit seiner Zwitscherstimme noch lange nicht zu einem Steve Jobs! Entsprechend sollte sich sowas auch niemand gefallen lassen.
“Ich frage mich warum keine diese ehemalige Mitarbeiter sein echten Namen preisgibt?”
Sehr lustig.
1. Wirst du dann wahrscheinlich in Grund und Boden geklagt.
2. Wirst du in der Branche wohl nie wieder einen Job kriegen, weil du ja ein “Denunziant” bist.
Ein Zitat von Jason Calacanis von Gestern:
“Germany is getting a bad name because of the Samwer-brothers.”
“Everytime you see one of the Samwer brother you should boo him and everybody of your friends who works for them – you should tell them not to work for them. And if you work for them you are selling your soul to the devil”
http://www.youtube.com/watch?v=ibLRmy-oA6o&list=SL&feature=sh_e_top
Minute 49.55h
http://www.groupon.de/deals/berlin/groupon/3451112 ja mittlerweile gibt es sogar jobs statt Deals bei Groupon…:-)
Groupon hat es geschafft alle Unglücklich zu machen: Mitarbeiter, Partner und Endkunden…und ich denke die Investoren werden auch bald folgen…ein Unternehmen ohne Unternehmenskultur fährt einfach gegen die Wand….
Trotzdem sind die Mitarbeiter teilweise selbst schuld.
Warum geht man denn zu den Samwers und co.?
Tja, am Ende siegt Geldtreiben über dem Verstand.
Diese Meldungen sind völlig übertrieben. Groupon wird keine Nachwuchsproblem im Management. Ein führender Experte für Rabatte und Schnäppchen ist schon als Managementnachfolger gefunden. Er hat auch schon seinen bisherigen Job aufgegeben: Christian Wulff.
wer dem druck nicht gewachsen ist sollte einfach kündigen und sich nach was anderem umschauen und nicht jammern
Überall das Gleiche. Egal ob Groupon oder telegate. Es ist immer das selbe Spiel. Press die Mitarbeiter, bis sie krank sind und gehen. Hütet Euch vor solchen Unternehmen.
Wir befinden uns im Jahr 2012,
ein klein wenig Unternehmenskultur,
Verantwortungsgefühl, vernünftige
work/Life Balance, zufriedene Mitarbeiter etc.
sollte selbstverständlich sein, auch aus betriebswirtschaftlichen
Gründen.
Etwas Qualität, Klasse, Stil, Stolz könnte auch nicht schaden..
Dann wäre das Ganze vielleicht nachhaltig, mittel- langfristig zumindest
potentiell erfolgversprechend.
NICHTS davon bei Groupon zu finden..NICHTS!
Eine kindische, unprofessionelle, mies geführte, vollkommen
verrückt gewordene Drückerkolonne rast seit Monaten
durch deutsche Städte auf der Suche nach DealsDealsDeals, ständig rotierend weil die Fluktuation
enorm groß ist.
Druck und Kündigungen fordern permanent Ersatz der Truppe.
Vollkommen verbrannte Erde wird hinterlassen
und dennoch mit frischem Personal permanent erneut angegangen.
Woher bitte schön soll den nun der DreamDeal kommen, woher der
Mega unentdeckte superumsatz? Woher das nötige Wachstum?
Das soll ein nachhaltig erfolgreiches börsennotiertes Unternehmen sein?
Niemand sollte sich der Illusion hingeben, dass es sich um einen fair
abgebildeten Börsenwert handelt. Goldmann verkündet ‘Strong buy’?
Um Himmels Willen Finger weg, wer sie sich nicht verbrennen will….
Ich bekam in den letzten Monaten mehrfach Anrufe von Groupon, dass mein Unternehmen doch mit Groupon zusammenarbeiten sollte. Nun habe ich aber kein Unternehmen, sondern der von Groupon genannte Unternehmensname war der Name meiner privaten Domain.
Das heisst also, dass die irgendwelche Domaininhaber aus Berlin einfach mal so anrufen.
Ich habe einen Anruf sogar auf dem AB. Ich hab mich dann da mal ordentlich telefonisch beschwert. Ein paar Monate später gings wieder los und dabei rief eine Mitarbeiterin von Groupon von ihrem Handy zweimal an.
Der Druck muss also schon so groß sein, dass die sogar vor Cold Calls nicht zurückschrecken.
wer sich diesen Arbeitsbedingungen aussetzt, ist selbst schuld, kündigt einfach alle und gut ist es, sollen die GFs ihre Deals doch selber auf die reihe bekommen, von denen würde im Vertrieb keiner die eigenen Vorgaben schaffen, die typen sind einfach lächerlich und lecken den Samwers die Füsse,aber selbst schuld, geht einfach nicht mehr hin :-)
Es gibt tatsächlich einige solcher Firmen.
eine davon könnte auch Stockdoo AG
in Kireuzlingen sein.
@PeterB sind wir auf eine Seite für Unternehmensgründer, DGB oder Verdi ?
Bewirbt Euch alle für Lehramt!
Was würdet ihr denn ehmalige Groupon Mitarbeiter machen wenn ihr der Ceo vom ganzen Groupon währt ? Also Andew Mason? Der wird bestimmt mega Druck bekommen und muss was machen. Tips, ist nur interessant zuhören was man machen könnte den es ist ja nicht nur bei euch so gewesen. Liegt es am Vorstand nur die ihre Ziele nicht erreichen können und dann auf die Mitarbeiter runtertrampelt um ihre inkompetenz zu verstecken. Groupon hat hohe Standards bei den Bewerbungen, dass die Mitarbeiter dumm sind kann es nicht sein.
Tatü Tata hier ist die Rechtchreibpolizei!!!
Ganz schön viele “Manager” mit akuten Rechtschreibdefiziten^^
just saying…
Hier gibt es ab Minute 11 noch mehr von JCal zu den “Somewheres”:
http://thisweekin.com/thisweekin-startups/paul-bragiel-of-io-ventures-on-this-week-in-startups-232/
Seine Frage: Gibt es im Geschäft etwas Schlimmeres, als das geistige Eigentum eines Gründers zu stehlen?
Ich verfolge seit mehreren Tagen die Diskussion hier. Unter dem Strich muss man hier mal ehrlich sein. Leute die zu groupon gehen, sind genau auch die Leute, die ins Consulting gehen. Leute, die nach dem Studium den schnellen weg nach oben suchen. Es ist nun mal so, dass man im Gegenzug für eine gute Referenz und ein vernünftiges Gehalt eine gewisse Gegenleistung erbringen muss. Das ist bei großen Consulting unternehmen genau so, wie bei groupon. Wer etwas anderes sucht, der sollte in ein großes unternehmen mit Betriebsrat gehen. Da fängt man als Trainee an und lernt alles ganz langsam kennen. In solch einem unternehmen wird man aber auch nach zwei Jahren noch keine wichtigen Entscheidungen treffen dürfen. Man muss halt wissen was man will.
Mit Sicherheit ist die Unternehmenskultur von groupon nicht angemessen in Anbetracht der größe des Unternehmens. Es wird aber immer auf den samwers rumgeritten. Glaubt ihr wirklich, dass es in anderen erfolgreichen startups anders aussieht ? Die stehen halt nur nicht so im Fokus. Um erfolg zu haben, muss man persönlich gewisse Abstriche machen. Wenn mir einer ein startup in berlin nennen kann, was wirklich erfolgreich ist und wo alle nach 8 Stunden nach Hause gehen und ohne Druck arbeiten können, lass ich mich gerne vom Gegenteil überzeugen.
Zu guter letzt: ich finde es bemerkentswert, dass gerade andere startups immer wieder versuchen Leute aus den großen Samwer unternehmen, wie z.b. Groupon abzuwerben. Welchen Schluss lässt das zu ?
Sebastian, danke! “Great artists copy, Samwers photocopy.”
Interessante Perspektive auf die Copycat Diskussion.
Natürlich gibt’s schlimmeres… ist nur die Frage, ob das im “westlichen Geschäftsleben” so oft vorkommt! ;)
Was mich immer ein wenig wundert. Warum greift bei diesen Arbeitszeiten bei Groupon, die weit über die gesetzlich erlaubten Stundenzahl gehen, eigentlich nicht das Gewerbeaufsichtsamt ein?
Hier und auch in anderen Foren schreiben Mitarbeiter teilweise von einer Arbeitswoche von über 70 Stunden.
Vielleicht kann mich hier jemand aufklären. Warum greift hier das Amt nicht ein?
… ich hab mich schon immer innerlich kaputtgelacht über die ganzen Sklaven die freiwillig zu einem solchen Start-Up gehen und davon träumen schnell zu lernen und zu die karriere-leiter zu erklimmen … bei geschäftsmodellen die nur auf sales basieren, läuft es IMMER nach dem selben schema ab.
Ich wette, dass es bei airbnb, wimdu usw. kein bisschen anders ist …
und das son paar MCK leute dahingegangen sind, zeigt einfach mal wieder wie herrlich dämlich die sind … :D
Ich glaube nicht, dass es sonderlich hilfreich ist, hier Leute als “dämlich” zu bezeichnen und sie auszulachen, weil sie vielleicht versucht haben, ihre ersten beruflichen Erfahrungen zu sammeln. Das ist ziemlich niveaulos, um ehrlich zu sein! (@Jens)
Man darf nicht vergessen, dass die meisten, die bei Groupon arbeiten, mit null Beruferfahrung einsteigen – was natürlich auch zeitgleich das Problem der unprofessionellen Abeitsweise fördert, da zu wenig Erfahrung einfach nicht gut für ein so großes Unternehmen ist. Diese Leute sind dem dort herrschenden Druck und den Bedingungen gar nicht gewachsen, haben aber Angst, dass sie erst einmal so schnell nichts anderes finden, da ihnen eben die Erfahrung fehlt und 2 Monate Anstellung im Lebenslauf – egal wie schlimm die Umstände in einem Unternehmen sind – nie gut aussehen. Jeder, der sich mit HR auskennt, weiß das.
Im Übrigens ist es schon so, dass mind. jeder zweite der Groupon-Mitarbeiter sich nach einer anderen Anstellung umsieht; sie sind nicht untätig, aber wie gesagt ist das größte Problem, dass die doch zahlreich vorhandenen Stellen mit erfahrenem Personal besetzt werden sollen – und da fallen die Anfang 20jährigen raus. Schön, wenn man in 2,5 Jahren ein Studium mit 1,… abgeschlossen hat. Aber das sind nur Noten und keine Realität.
Das gilt übrigens auch für einen der GFs bei Groupon: ein toller Abschluss heißt noch lange nicht, dass man’s auch wirklich drauf hat. Das hat die “Herzdame” bereits eindrucksvoll bewiesen…….
Sehr geehrte Webgemeinde,
mit großem Interesse habe ich als außenstehender die Anmerkungen gelesen. Dazu fällt mir als Vorstand mehrerer old economy Unternehmen das Folgende ein:
1. Führungskräfte sind Führungskräfte, weil sie Ziele haben, die sie durchsetzen. Das bringt nicht gerade das beste im Menschen hervor. Ohne solche Menschen, würde aber auch kein Unternehmen entstehen.
2. Jedes Unternehmen in der Startphase legt den Focus auf Unternehmensentwicklung. Mitarbeiterentwicklung kommt meist viel später in den Focus.
3. Unternehmen, die über Sale funktionieren gehören zu den härtesten. Verkaufen ist das schwierigste überhaupt. Der Druck ist überall gewaltig.
4. Mitarbeiter, die nicht wirtschaftlich sind müssen in normalen Firmen immer gehen.
@Jens: Nun, es gibt in dem Modell durchaus ein paar Gewinner. Die deutschen Leute bei Airbnb haben ja Shares bekommen, und Herr G. bei Groupon + andere werden sicher auch ihre Shares bekommen haben. Wenn man das Airbnb Ponzi noch etwas weitertreibt dürfte für die Jungs noch was rausspringen. Aber Airbnb wird den IPO sicher nicht schaffen, bei den lächerlichen Umsätzen.
F. Heinemann meinte letztes Jahr beim idealab, dass durch das Groupon IPO 30-40 Leute Millionäre wurden.
Man kann da schon mitmachen, aber niemals am Ende der Nahrungskette.
Bei Unternehmen, die so rasant wachsen, ist es doch klar, dass man da nicht allzu großen Wert auf die Qualität der Mitarbeiter legt. Hauptsach, die gesetzten Ziele können erst einmal schnell umgesetzt werden. Egal wie. Grundsätzlich finde ich es jedoch eine Frechheit zu sagen, Firmen wie Groupon oder Rocket seien Auffangbecken für gescheiterte Existenzen. In den Unternehmen arbeiten sehr wohl eine ganze Reihe fähiger und engagierter Leute, denen auch das Unternehmen und dessen Erfolg am Herzen liegt. Es gibt aber auch durchaus Leute, die, man mag es nicht glauben, auf ihrn Arbeitsplatz angewiesen sind. Wer die Behauptung aufstellt, die Mitarbeiter sollen doch einfach einen anderen Job machen und sich nicht alles gefallen lassen, muss sich vielleicht mal die gewählten Standorte der zahlreichen Samwer-Unternehmen anschauen. Sind die nicht alle in Berlin? Gerade dort sieht es auf dem Arbeitsmarkt nicht gerade prima aus. Da findet man nicht so schnell etwas neues. Vielleicht ist Berlin deshalb strategisch gut gewählt? Für jeden, der geht, stehen sofort zehn neue Bewerber auf der Matte. Ich bin überzeugt, gäbe es mehr gute Jobs in Berlin, würden sich die Mitarbeiter bei Firmen wie Groupon nicht alles gefallen lassen und schneller gehen, wenn die Arbeitsbedingungen nicht stimmen.
Zudem gibt es aber auch ältere und etabliertere Online-Firmen, die ebenfalls keinen großen Wert auf menschliche Mitarbeiterbehandlung legen. Das ist kein Phänomen von Start-Ups. Und solange sich das nicht ändert, muss man eben darauf verzichten bei Groupon Deals zu kaufen. Man wird es schon überleben, nicht jeden Sonntag für 5 Euro Brunchen zu gehen.
der punkt ist, dass glasner, magin und ein paar andere sicher kräftige earn-out klauseln mit oliver s. vereinbart haben. dieser wiederum mit mason/Chicago.
Wenn man bedenkt, dass Marc noch bis Oktober 2013, Oliver bis Oktober 2012 für Groupon das internationale Geschäft betreuen (zumindest zu 50%), dann kann man sich schon ausmalen, dass bis dahin einfach Vollgas gegeben wird, damit die Zahlen passen.
Danach wird die GF wohl eine heiße Kartoffel weitergeben (bis dahin sind diese ohnehin auch ausgebrannt). Dann hat aber jeder ausgecashed und es ist ihnen egal.
Bis dahin wird der Druck auf alle MA noch größer werden, weil die schwächen des Geschäftsmodell relavanter werden und durch Fleiß kompensiert werden müssen.
Zur Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells:
Inzwischen kennt wohl jeder Umfragen die besagen, dass gut 50% der Unternehmen die bereits einen Groupon Deal mitgemacht haben dies kein zweites Mal tun würden.
Angesichts des Drucks der auf den Vertriebsmitarbeitern lastet, ist dies auch kein Wunder. Hauptsache ein neuer Deal um jeden Preis, die Quote muss stimmen.
Nur mal gesetzt den Fall, dass Groupon mehr auf Beratung setzen würde und an für alle Beteiligten lukrativen Deals interessiert wäre – das Geschäft könnte ein Selbstläufer sein, basierend auf gutem Marketing und Weiterempfehlung. Allerdings mit langsamerem Wachstum.
Unter den aktuellen Umständen bleibt es nur eine Frage der Zeit bis sich das Thema von selbst erledigt. Schade um ein eigentlich gutes Konzept.
Warum wird mein Kommentar nicht veröffentlicht und muss erst noch überprüft werden
?
Ich sehe hier wenig Fakten ? Nur angebliche Exmitarbeiter.
alle stakeholder (Investoren, Gutscheinkäufer, Partner und auch Mitarbeiter) sollten sich so ausrichtigen, daß immer eine alternative greifbar ist. wenn ja, kann man aus der zusammenarbeit mit groupon durchaus “lehrgeld” herausschlagen und diese erfahrungen mit anderen zukünftigen partner sinnvoll einbringen – nur dumm, wenn man keine alternative hat: dann hat man hoffentlich für die zukunft gelernt…
Glasner, Magin, Lange uvm. sind alle Aktienbesitzer in relativ hohen Ständen, Sie halten noch die ursprünglichen Aktien, vor dem IPO, und mit diesem Druck den Sie aufbauen wollen Sie den Wert dieser Anteile logischerweise massiv erhöhen.Die sind nämlich noch nicht ausgezahlt worden.
Oli kann wenn er will diese Aktien den Leuten aberkennen und hier gehts um riesen Beträge für die einzelenn Jungs.
Klar das die da das letzte aus den Leuten rausdrücken und erpressen muss. Mein Tipp, sofort kündigen!!!
Anonym hat am 19. Februar 2012, 17.36 Uhr geschrieben:
Anonym
Zur Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells:
Inzwischen kennt wohl jeder Umfragen die besagen, dass gut 50% der Unternehmen die bereits einen Groupon Deal mitgemacht haben dies kein zweites Mal tun würden.
Angesichts des Drucks der auf den Vertriebsmitarbeitern lastet, ist dies auch kein Wunder. Hauptsache ein neuer Deal um jeden Preis, die Quote muss stimmen.
Nur mal gesetzt den Fall, dass Groupon mehr auf Beratung setzen würde und an für alle Beteiligten lukrativen Deals interessiert wäre – das Geschäft könnte ein Selbstläufer sein, basierend auf gutem Marketing und Weiterempfehlung. Allerdings mit langsamerem Wachstum.
Unter den aktuellen Umständen bleibt es nur eine Frage der Zeit bis sich das Thema von selbst erledigt. Schade um ein eigentlich gutes Konzept.
Genau so isses. Das Modell Groupon funktioniert schon und diverse Statistiken zeigen dies auch ganz klar auf. Nur es verlangsamt das Wachstum doch um einiges, wenn Partner auf einmal nicht mehr komplett ausgeblutet werden, sondern realistische Verkäufe erzielt werden. Dann sind auch die Partner zufrieden und machen wieder Deals. Wahrscheinlich profitieren vor allem die kleinen Städte davon, weil dort nicht so irre Mengen weggehen.
Hallo Gruenderszene,
wär cool wenn ihr die Userkommentare durchnummerieren könntet. Bei so vielen Kommentaren verliert man schnell den Überblick!
Gruß
PS: Groupon sucks.
Jeder kann als Konsument selbst entscheiden, ob er solche Zustände unterstützt oder nicht.
Ich werde Groupon ab jetzt jedenfalls boykottieren.
Liebe Leute,
wir leben hier in Deutschland. Das hat viele Vorteile. Zum einen kann man mit einem Finger im Po in wenigen Minuten einen Betriebsrat gründen (vor allem bei dieser Unternehmensgröße). Das ist nicht schwer. Kann der Arbeitgeber nix gegen machen. Ich denke dass würde all eure Probleme lösen.
Falls es kein aktueller Mitarbeiter geregelt bekommt, hier eine tolle Idee um schnell an ganz viel Geld zu kommen:
1.) Rechtschutzversicherung abschließen
2.) Bei Groupon anfangen
3.) Am ersten Arbeitstag einen Betriebsrat gründen
4.) Olli sagen, dass man für 1 Mio. Euro Abfindung alles beim alten lässt
5.) Entweder Geld genießen oder über einen Anwalt einen Betriebsrat durchsetzen und eine Abfindung bekommen ;-)
Ist es nicht schön, dass wir alle in so einem tollen Land leben ;-)
SPAM: “Aktiv Werbung Gmbh” hat einfach mal 1:1 den Kommentar von ” 17 Februar 2012, 21:06 Uhr” kopiert um seinen scheiss Link hier unterzubringen!
Wie glaubwürdig sind die Bewertungen ehemaliger Mitarbeiter von Groupon?! http://www.kununu.com/de/all/de/in/groupon/bewerbung#info
@ Oskar: Ja, man fragt sich schon, was die Groupon Mitarbeiter eigentlich für Schafe sind, dass sie immer noch keinen Betriebsrat gegründet haben…Evtl. liegt es aber auch daran, dass, eh alle auf dem Absprung sind und des daher egal ist.
Wenn das stimmen sollte, was in diesem Artikel steht ist das ziemlich fail. das ist keine nachhaltige und motivierende mitarbeiterführung, und wenn unrealistische ziele gesetzt werden noch weniger. Dann ist jetzt nicht nur das Geschäftsmodell nicht nachhaltig sondern auch die Groupon Organisation insgesamt. Glückwunsch.
@ ZigZag: Die Bewertungen über Groupon bei Kununu sind sehr glaubwürdig. Sie beschreiben sehr gut die dort herrschenden Strukturen.
@Oskar und commentator: Die Idee mit dem Betriebsrat ist logischerweise da. Ver.di war auch schon bei Groupon: Es ist in Deutschland jedoch nicht “einfach so” möglich, diesen zu gründen. Um ihn schnell zu gründen, braucht man bei der Anzahl an Mitarbeitern, die Groupon führt (ca. 700) laut Gewerkschaft z.B. 50 Mitarbeiter mit einem unbefristeten Vertrag – gibt es aber nicht!
Zum anderen hast du’s aber richtig erkannt: Die meisten dort sind eh auf dem Absprung oder planen dieses. Die wenigen, die das Unternehmen nicht verlassen wollen, würden kaum aufmucken. Wer Gründe finden will, jemanden zu kündigen (die meisten sind eh noch in ihrem halben Jahr Probezeit), der findet auch etwas. Dh. wenn dort jemand aktiv bei der Gründung des Betriebsrates mitwirkt, wird er auf kurz oder lang zunächste degradiert und dann wegen Nichterreichung seiner persönlichen Ziele gekündigt. Das wird bspw. dadurch gesteuert, dass ihm Accounts weggenommen und keine oder “verbrannte” wieder zugewiesen werden.
Wenn man in einem Samwer-Unternehmen das Wort Betriebsrat erwähnt, kann man auch gleich fragen, ob man bitte das nächste Mobbing-Opfer sein darf.
Günter Wallraff bitte melden! http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Wallraff
Alles was ich gelesen habe – gilt auch für die Schweiz – 1:1!!!
Philipp Magin hat nicht die geringste Ahnung von Führung!!!
Verspricht beim Einstellungsgespräch, Dinge die nie auch nur annähernd eintreffen werden.
Solche Menschen sind Lügner und sollten nicht eine Leitende Stellung in einem Unternehmung einnehmen dürfen.
Bei welcher Firma fliegt eine Mensch von Berlin nach um dann denn ganzen Tag am Telefon zu sein?
Bei welcher Firma erkennt Dich der “Head of Sales” der Dich eingestellt hat schon 2 Tage später nicht mehr?
Bei welcher Firma sendet der “Head of Sales” – “Märchenerzähler” … mit Traum Termin Quoten?
Keine Ahnung von Führung! Null!
Respektlos und nichts anders als arrogantes Geplapper.
Die Nachhaltigkeit stelle ich sehr stark in Frage.
Viele (Top) Partner warten auf Ihr Geld, unsaubere Abrechnungen etc…
Folgedeals lassen auf sich warten.
In der Schweiz ist der Mitbewerber DeinDeal mit mehr als 50 % Marktführer, das wird auch so bleiben, da die Herren nur nehmen und nichts geben wollen.
Marketing aus Schweizer Sicht heisst, die Deal’s in Deinem Facebook Account zu platzieren.
DeinDeal & DalyDeal wissen das es den Schweizer Groupon Ableger Schweiz nicht mehr lange geben wird und Investieren richtig.
Eigentlich Schade – Marketing mit 100% Erfolgsgarantie klang gut -
Hier sieht man einmal mal das das Konzept hinter Groupon und deren Idee, nicht ganz so aufgehen kann wie das vielleicht viele erhofft hatten.
Da die Rechnung nicht aufgehen kann und das Geschäftsmodell auf das dieses beruht ist äusserst schwach aufgebaut, jede einzelne Firma wird wohl soviel Kraft und Sichtbarkeit alleine aufbringen können eigene Super-Angebote zu lancieren, ohne das gleich ein anderer zig Prozente extra dazuverdienen kann – was dann wieder auf den Gewinn der besagten Firma geht.
Gerade das Internet bietet ausreichend Möglichkeiten, wie Twitter, Facebook und selbst Google um Über die eigene Webseite eigene Super Preisangebote zu machen, da braucht man bei Gott kein Groupon, das Geschäftsmodell von Groupon ist somit eine Todgeburt, von Anfang an.
Vor allem wenn man nur eine Minute ernsthaft darüber nachdenkt.
All diese Vorwürfe und teilweise auch Tatsachen zeichnen ein ziemlich gutes Bild davon ab, dass das group buying model insgesamt eigentlich nicht so gut funktioniert, wie es soll. Das Problem liegt auch nicht bei einer bestimmten Seite, weder beim Arbeitgeber noch beim Dealpartner noch bei den Arbeitnehmern: Die Konditionen für die Deals sind eigentlich eher schlecht (die Dealpartner bekommen, wenn alles gut läuft, die Eigenkosten wieder rein), lassen sich aber anders nicht vereinbaren, da sonst die Gewinnmarge für ein Unternehmen, das an der Börse ist, zu gering ist. Deshalb muss man auch immer mehr Deals gleichzeitig schalten, da die Beliebtheit bei den Käufern abnimmt. Dadurch, dass so viele Deals gleichzeitig geschaltet werden, sinkt der Reiz des Ganzen beim Käufer und er fragt sich, ob die Deals wirklich so exklusiv sein können, wenn es so viele davon gibt. Das wiederum schmälert den Verkauf und es müssen noch mehr Deals parallel geschaltet werden -> den Druck bekommen die Manager ab und dieser wird an die Untergebenen weitergegeben -> durch den Druck müssen diese zu drastischeren Mitteln greifen, um Dealpartner zu gewinnen -> es werden Versprechungen gemacht, die nicht gehalten werden können -> die Dealpartner springen ab. Das ist eine Abwärtsspirale, die sich vielleicht verlangsamen ließe, wenn man die Dealkonditionen verbessern würde (dazu sei gesagt, dass der Dealanbieter ja immer noch im großen Stil Geld von Leuten einbehält, die ihre Deals nicht pünktlich einlösen, obwohl die Rechtslage in Deutschland eigentlich ziemlich konkret in diesem Punkt ist und die Gültigkeit von Gutscheinen, die gegen Geldwert gekauft wurden, nicht einfach so zu einem bestimmten Datum ausläuft), aber wenn man als Unternehmen erstmal an der Börse ist, muss man verschiedenste Erwartungen erfüllen. Meiner Meinung nach ist das Group Buying Model kein schlechtes Geschäftsmodell, aber es lässt sich entweder nicht genug Geld damit machen, wenn die Dealkonditionen gut sein sollen, oder die Dealkonditionen sind eben nicht gut und der Käufer merkt das irgendwann.
Anmerkung: Der Anfang war etwas holprig geschildert. Was ich meinte: Alles fängt damit an, dass man expandieren muss, um die Rentabilität des Unternehmens zu vergrößern, dazu gehört auch, mehr Deals in einer Stadt zu schalten. Dadurch sinkt dann die Beliebtheit, weil weniger Exklusivität -> der Kunde hat nicht mehr das Gefühl, etwas zu verpassen, wenn er mal einen Tag nicht auf die Website schaut -> usw…
Hoffe, das war etwas verständlicher ;)
Wäre ja aml interessent zu wissen was Mason zu den Vorfürfen sagt… @Joel
@Noch ein Insider: Als “standalone business” denke ich mitlehrweile auch, dass das Deal-Geschäftsmodell ein “schwieriges” ist. Aber ein guter Einstieg, bzw. eine gute Erweiterung zu anderen Dienstleistungen und Produkten kann es durchaus immer sein.
@ JAZZ:
Stimmt nicht.
Bin an einem Unternehmen beteiligt das gerade einen Betriebsrat gegründet hat. Mega einfach. Von wegen 50 Festangestellte…Max. 5 reichen vollkommen.
Während man einen gründet ist man unkündbar, auch wenn man betrunken und nackt zur Arbeit kommt und den Chef anmault. Man kann Leute aktiv ansprechen und für diese Sache Stimmung machen.
Verhindern kann das keiner. Für den Versuch wird man persönlich strafrechtlich belangt.
Ruft doch einfach bei diesem Anwalt an. Link im Namen ;-)
Auch das Argument, dass alle eh auf dem Sprung sind. Na und? Entweder man bekommt sofort Geld von Olli, da der vieles ist aber nicht blöd oder eine Abfindung nachdem der Betriebsrat eingeführt wurde. Hat nur Vorteile das durchzuziehen ;-)
Leute, wir sind hier keine Bananenrepublik. Meint ihr dass die Groupon-Nasen die ersten sind, denen ein Betriebsrat im Weg steht und die gerne Mitarbeiter ausnutzen…
@Oskar: Und dann ruft der Oli eben einen Naujoks an. Der hat schon so einige Betriebsräte “auf dem Gewissen”.
@Investor – Wer ist Naujoks?
Kann mal jemand den Artikel samt Kommentaren dem Daniel oder Philipp @groupon mal schicken? Egal wie geldgeil und daneben man menschlich ist…schaemt man sich nicht dann zumindest insgeheim?
Was nuetzt das Geld, wenn Dich Tausende Menschen auslachen und ekelhaft finden?
groupon.com
Hört bitte auf so viel zu schreiben, dasscist ja Wahnsinn. Wenn das an tech chrunch kommt hier, ist baldcder Kurs im Keller !!
@JohnDoe: H. Naujoks, Düsseldorf. Ein Profi für solche “Probleme”. Mehr kann ich dazu nicht schreiben – zu gefährlich.
Alleine an all diesen Kommentaren sieht man, dass hier etwas dran sein muss.
Ich verstehe das ganze nicht und kenne selber jemanden der von Accenture abgeworben wurde. Hier wurde das doppelte Gehalt innerhalb eines Jahres versprochen. Der Mensch hat die Probezeit nie überstanden weil sein Team nicht so performed hat wie das gewünscht war. Er muss nun wieder durch Assessment Center diverser Firmen. Samwer Firmen werden künstlich aufgeblasen, verkauft oder mit Verlust an die Börse getrieben. Und immer natürlich 1 two 1 copies des originals. Anderes Webdesign verwenden? Nö, da bräuchte man ja ein paar Stunden Zeit und Kreativität.
But hey: “WE BUILD THE BEST COMPANIES” – O.Samwer
@JohnDoe: Bin mir sicher, die ganze Rosenstraße hat den Artikel schon gelesen :-)
MO ist ohnehin immer “Senior Mgt Meeting”, da kann man gleich darüber diskutieren :-)
Als jemand, der Groupon von innen kennt, kann ich sagen, dass das der mieseste und ekelhafteste Laden ist den man sich vorstellen kann. Außer dem Samwer selbst gibt es da nur Verlierer:
- Kunden und Partner: weil sie von hinten bis vorne verarscht werden.
- Mitarbeiter: weil sie wie ein paar Monate wie eine Zitrone bis aufs letzte ausgepresst und dann entsorgt werden.
- Management, weil sie vor aller Öffentlichkeit als ekelhafte, erbärmliche Sklaventreiber dastehen
- Die deutsche Start-Up Szene: weil der miese Ruf der Samwers international auch auf uns abstrahlt
Muss auch sagen, dass es bei anderen Unternehmen nicht besser zugeht. Da gibt es mehr als genug und dazu zählen auch führende Kaliber. Man liest immer nur Oliver Samwer ist schlecht. Oliver Samwer ist ein Ausbeuter. Oliver Samwer ist kein Guter.
Lehnen wir uns mal zurück und denken bitte in Ruhe darüber nach ob das gehypte BERLIN 2.0 existieren würde wenn es die Samwers nicht gebe.
Nein! So sieht es nämlich aus. Die Samwers sind Macher und haben Berlin zu dem gemacht, was es zur Zeit ist. Die Internethaupstadt Europas.
Anm.: Ich arbeite in keinem Bezug für ein Samwersches Unternehmen, bin weder verheiratet, verschwägert noch verbinden mich sonstige Dinge damit. Es ist nur eine Ansicht aus neutraler Position ;)
Erfolgreicher Vertrieb ist nun mal hartes Brot.
Insbesondere, wenn man Vertrieb nicht aus Leidenschaft, Begeisterung, Berufung (?) macht, sondern weil man nichts anderes findet.
Egal wo.
Bitte bedenkt, dass Groupon nicht nur aus Vertrieblern besteht. Die Unternehmen des Rocket Verbunds haben sich in Berlin zu einem wichtigen Arbeitgeber entwickelt.
Grundsätzlich finde ich es grenzwertig einen Artikel zu schreiben, der auf Aussagen anonymer Mitarbeiter basiert. Auch sollte das Abdrucken von privaten E-Mails m.M. ein no-go bleiben.
Dieser Artikel scheint mir recht politisch motiviert.
@ Zig-Zag: da muss ich dir auf ganzer Linie widersprechen. In anderen Unternehmen die ich kenne ist zwar auch nicht alles ideal, aber immer noch um Lichtjahre besser als bei Groupon.
Außerdem: wenn es bei allen Unternehmen so mies wäre bei Groupon, dann wären die aktuellen Vorkommnisse bei Groupon wohl kaum einen riesen Artikel in Gründerszene und 97 Kommentare bis jetzt wert…
Und Berlin ist aktuell nicht wegen der Samwers, sondern TROTZ der Samwers angesagt. Berlin ist eine klasse Location für Start-Ups (geringe Kosten, Lebensqualität, Internationalität), das hat mit denen Brüdern aber wirklich gar nichts zu tun.
Wie kann es sein, dass Artikel einfach gelöscht werden. Es erweckt den Anschein, dass die Moderatoren dieses Artikels bewusst jeden positiven Artikel, der veröffentlicht wird, löschen. Ich habe von 2 Freunden gehört, dass sie hier einen Artikel veröffentlicht haben, der sofort gelöscht wurde.
Was ist das denn für Berichterstattung. Wurde Gründerszene für die Erstellung dieses Artikels und die Vermeidung aufklärender Worte bezahlt?
Es gab Zeiten, da hab ich dieses Portal geschätzt, doch Ihr seid keinen Deut besser als diejenigen, die ihr so an den Haaren herbei gezogen beschmutzt!!!
Kann mal jemand ein paar WKNs für langlaufende Puts oder Short Zertis rübergeben?
Mein Broker offeriert nur Calls und Turbo Bulls.
.
Verflucht, diese Banken sind einfach clever….
Interessante Info mit Helmut Naujoks. Weiß jemand mehr?
Was ist eigentlich der Stand bezüglich Zalando Betriebsrat?
Interessant auch, dass Oli Samwer nicht selber CEO von Groupon International oder Rocket Internet ist. Hat da jemand Angst vor dem Arbeitsrecht und ist lieber nur “unbeteiligter” Anteilseigner?
Die Ausführungen lassen sich eigentlich auf jedes beliebige Unternehmen, bei dem Missstände herrschen übertragen.
Sollten in besagtem Unternehmen tatsächlich solche Zustände herrschen, dann ist das nicht nur inakzeptabel und asozial sondern auch schlichtweg ein Zeugnis der Inkompetenz seitens der Manager usw.
Im Einzelfall wird es hier auch rechtiche Ansatzpunkte geben. Das müssen aber Fachleute und Involvierte bewerten.
Ganz allgemein, wenn sich solche Ereignisse um die Samwers herum mehren bzw. solche Umstände bestehen bleiben wird das ganz automatisch zu einem Niedergang auf Raten führen.
Wer so agiert offenbart seine Verzweiflung.
Mit solchen Methoden kann man auf Dauer nicht bestehen. Vermutlich sind hier einige so vom Erfolg und mitlerweile auch etwas von Gier getrieben, so das diese gepaart mit Hochmut den Verstand verdrängt. Das führt unweigerlich zu massiven Nachlässigkeiten und Fehlern.
Das nennt sich dann praktisch Einstieg zur Marktbereinigung und sollte sich für Mitbewerber langfristig auszahlen sofern diese einen kühlen Kopf bewahren, dass heißt strukturiert und bedacht vorgehen.
Die Manager der Führungs und mittleren Ebene sollten sich mal bewusst machen, was sie da eigentlich unterstützen und befördern. Dieses System wird keinem eine Karriere eröffnen ganz im Gegenteil. Man muss auch mal reflektieren und Rückgrat beweisen und sich dem System verwehren.
Druck abhalten und abfedern. Sollte ein aufrichtiges und angemessenes Verhalten zu Konsequenzen führen kann man letzlich mit erhobenem Haupt gehen.
An anderer Stelle werden sich für qualifizierte Menschen sicherlich wahre Chancen ergeben.
Kleine Ergänzung noch:
Das sich hier so viele Kommentare angeblicher ehemaliger Mitarbeiter des besagten Unternehmens finden ist etwas ungewöhnlich.
Natürlich kann es sich ausnahmslos um wahre Berichte handeln ich zweifle das aber mal an.
Die Samwers sind einigen ja ein Dorn im Auge und ich denke das einige jetzt die Sachlage für Bashing nutzen.
Sollte es sich bei den geschilderten Vorkommnissen um Tatsachen handeln, so ist jede Kritik natürlich mehr als gerechtfertigt.
Das ist keine Verteidung oder Rechtfertigung siehe Beitrag oben.
Werter Herr Samwer,
lassen Sie in Ihren Unternehmen Betriebsräte zu. Oder um es mit den Worten von Marquis von Posa zu sagen: Geben Sie Gedankenfreiheit
Aber als viel beschäftigter Top-Top-Manager hat man wohl keine Zeit um Schiller zu lesen.
…es sollten sich alle schlauen Kommentargeber doch mal bei den Arbeitsgerichten informieren…die Verhandlungstermine sind öffentlich…schon erstaunlich das bei allen Nachforschungen diese Quellen missachtet werden!?! warum streiten sich wohl 99% der exmittarbeiter vor gericht und bekommen auch noch recht!?!
@Beobachter: Wir haben keine Kommentare gelöscht, die positiv berichten. In den zahlreichen Kommentaren finden sich auch einige Stimmen, die Groupon loben.
Es gibt leider keine Put Optionen siehe, http://www.onvista.de/optionsscheine/os-vergleich.html
allein das spricht schon Bände..
Hi-
Ich habe kürzlich an einem von Groupon veranstalteten Assessment Center teilgenommen.
Nüchtern betrachtet ist Groupon nicht an Spitzen Führungskräften interessiert, sondern an Marionetten, welche sich wohl besser lenken lassen. Anders kann ich mir nicht erklären, warum Kandidaten selektiert wurden, die weder Profil noch Führungsqualitäten haben. Ein Großteil der selektierten Kandidaten war nicht im Stande einfache Analysen zu tätigen noch konnte kaum einer Verkaufsgespräche führen (und das als Teamleiter), von Verhandlungsgeschick mal ganz abgesehen. Kommentar: Wahrscheinlich weiß man auch bei Groupon mittlerweile, das Spitzenkandidaten dem Unternehmen nach kurzer Zeit sowieso den Rücken zukehren und auf nimmer Wiedersehen verschwunden sind.
Für das am Samstag durchgeführte Assessment Center wurden Kandidaten teilweise noch am Freitag rekrutiert.
Die Peitschen-Strategie mag vielleicht kurzfristig erfolgreich sein, wird aber auf lange Sicht das Unternehmen gerade aus Arbeitnehmersicht sehr unattraktiv machen.
Das ist ja schrecklich. Google bekommt das mit ihren tausenden von Mitarbeitern doch auch hin ordentlich mit ihren Mitarbeitern umzugehen. Ich bevorzuge dann doch lieber kleine Unternehmen mit 30-40 Mitarbeiter.
@Sebastian: http://finance.yahoo.com/q/op?s=GRPN+Options
Man merkt dass hier krampfhaft versucht wird die Zahlen zu halten. Das wird nicht nachhaltig gelingen, von daher ist alleine deshalb schon das Modell zum scheitern verurteilt. wie will man nachhaltig das wichtigste Gut – die Mitarbeiter halten?
Mein Lieblingsvideo zum Thema Sales:
http://www.youtube.com/watch?v=y-AXTx4PcKI
@Bewerber wohl nicht selektiert worden? ;)
Ich hatte von Anfang an den Eindruck das dieser Geoupon Krempel Nichts taugt, das Business Model sieht auch nicht sehr nachhaltig aus.
Aus den ganzen Kommentaren kann man nur schließen, das es auch nicht gelungen ist eine selbsttragende Dynamik im Unternehmen zu erreichen.
Da kann man jetzt Wetten auf den Zeitpunkt der Implusion abschließen.
Leider helfen die Kommentare nicht viel weiter die Samwers zu verstehen, klar ist mir nur das sie die Grenzen des machbaren voll ausreizen, ziemlich agressiv Vorgehen und jetzt nicht so die Menschenversteher sind.
Allerdings haben sie durchaus positives bewirkt in der Startup Szene in D, auch wenn es gerne etwas friktionsaermer ablaufen dürfte.
Allerdings darf man nicht vergessen das Rockefellers und Thunderbilts dieser Welt auch keine Waisenknaben waren.
Wenn ich was gründen würde, würde ich wahrscheinlich den Samwer Komplex ignorieren. Ich denke die würden mich über den Tisch ziehen außerdem habe ich andere Vorstellungen von der Umsetzung. Dieser offen zur Schau gestellte Machismo wirkt eher destruktiv – ach ja ich bin auch Experte im Zusammenfalten von Leuten nur macht mir das kein Spass.
Ich hatte vor 2 Wochen einen Bewerber im Interview, der für 6 Monate im Außendienst bei Groupon tätig war. Er berichtete, dass er zum Ende seiner kurzen Dienstzeit schon zu den “alten” Mitarbeitern gehörte, so hoch wäre die Fluktation. So viel zu den vielen Mitarbeitern, die schon von Anfang an dabei sind. Vielleicht meint dieser Manager diejenigen, die er persönlich kennt?
@Ronny D. ein Bewerber möchte sich immer gut Präsentieren. LEider ist es schwer zu argumentieren das man nur 6 Monate im Unternehmen war. Dann wird die Schuld schnell an das Unternehmen selbst geschoben. Vlt war er nicht geeignet für den Vertrieb? oder nicht Erfolgreich? Das können alles Gründe sein. Das im Vertrieb Druck ist, dürfte jedem der schon mal im Vertrieb gearbeitet hat klar sein.
Der Artikel ist erfrischend, weil er sich von der Lobhudelei abhebt, die ich sonst von Gründerszene gewohnt bin. Für die Arbeitnehmer habe ich null Verständnis. Wer einen Rest an Ehre im Leibe hat, der verläßt so einen Laden umgehend von selber. Ich weiß nicht, woher das mangelnde Selbstbewußtsein der jungen Leute kommt, aber es ist nicht nur bei Groupon so. Auf jeden Fall ist es für alle innerhalb und außerhalb des Unternehmens eine gute Idee, an der Börse auf den Niedergang dieses Ladens zu wetten, nur so kommt man zum schnellen Geld.
nahezu alle projekte von den samwers werden auch von diesen ueberwacht. menschliches befinden interessiert ueberhaupt nicht. entweder du bist 24/7 online und performst oder du wirst auf uebelste beschimpft, beleidigt, erniedrigt usw.
warum machen das die samwer brueder? um die unternehmen extrem schnell in hohe umsaetze zu pushen. kosten spielen keine rolle und sind oftmals ausser kontrolle. langfristig denken koennen die nicht da der erfolg der letzten jahre sehr schnell kam und auf schnellem wachstum basierte. meist wurde verkauft.
langfristig und nachhaltig aufbauen koennen sie einfach nicht, das wurde nie gelernt.
warum machen es die mitarbeiter? die hoffnung auch irgendwie nach oben zu rutschen, um dann in einem start up CEO zu sein und anteile zu bekommen. dann reich werden. oder erfahrung sammeln und abhauen.
rocket ist nicht erfolgreich: ALLE unternehmen der letzten jahre machen miese. Konstant. Wobei Zalando sicher den Sprung schaffen koennte.
PS: Oli Samwer hat eine sehr kleine Koerpergroesse. Genauso wie der Philipp von Groupon. Napoleoon-Syndrom? :D
@ Manu: Die Kommentare durch Ex-Mitarbeiter sind einfach zu erklären. Der Artikel hat sich via Facebook und sonstigen Social Networks einfach rasend schnell verbreitet. Die Ex-Mitarbeiter sind alle noch miteinander vernetzt, zum Teil auch, weil sie Sammelklagen eingereicht haben. Wie bereits erwähnt wurde: es gibt Termine zu öffentlichen Verhandlungen, zu denen jeder Zweifler recht herzlich eingeladen ist.
@ Uwe: Zum einen liegt das Problem darin – wie ebenfalls bereits erwähnt – dass es viele gibt, die ENDLICH mal eine Zusage bekommen haben und froh sind, mit ihrer meist ersten Arbeitsstelle in Lohn und Brot zu stehen. Das sind aber auch die, die sich langsam psychisch aufrauchen, weil sie nur die Wahl zwischen Groupon und JobCenter haben. Zum anderen herrscht auch oft die Situation: wenigstens ein halbes Jahr durchhalten, das sieht auf dem Lebenslauf nicht so doof aus. Es mag nämlich auch Leute geben, die Groupon oder die schlechten Schlagzeilen nicht kennen, eine Bewerbung erhalten und sich denken: So kurz in einem Unternehmen? Kann nur am Arbeitsnehmer liegen! Und weg mit der Bewerbung …
Ich finde, dass man niemanden einen Vorwurf machen kann, sich mal für die falsche Firma entschieden zu haben. Und was ich aus eigener Erfahrung sagen darf: Die meisten würden gerne etwas ändern, aber jede Änderung wird im Keim erstickt. Da ist dann auch irgendwann der Antrieb weg. Die einen verlassen dann das Unternehmen, die anderen leiden still vor sich hin und hoffen auf ein Wunder sprich ein anderes Jobangebot bzw. eine Zusage auf die 50. Bewerbung (die meisten bei Groupon sind Greenhorns mit null Berufserfahrung und heute wird einfach mal vorausgesetzt, dass sich diese auch schon während des Studiums angesammelt hat).
Alles in allem kann ich mir schon vorstellen, dass viele Grouponianer sich den Start ins Berufsleben extrem anders vorgestellt haben … aber das sollte man wohl unter Erfahrung abspeichern. Ich drücke allen Noch-Mitarbeitern auf jeden Fall die Daumen – für was auch immer ihr euch entscheidet!
Der Artikel glänzt zwar nicht mit bahnbrechenden Neuigkeiten, sollte aber scheinbar zur Pflichtlektüre bei Groupon gehören:
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,816970,00.html
Wie im Artikel geschildert wird scheinar viel Druck aufgebaut, um neue Deals an Land zu ziehen. Andererseits scheint es intern aber auch an der Umsetzung zu hapern. Mir ist ein Fall von einem Vertriebsmitarbeiter bekannt, der einige Deals an Land gezogen hat, die bei Groupon jedoch intern nicht schnell genug umgesetzt werden konnten. Bemühungen umsonst, Provisionen weg. Die Kündigung erfolgte arbeitnehmerseitig in weniger als einem Monat.
Was ich äußerst erstaunlich finde:
- warum holt man sich als Vertriebs(!)führungskräfte Jung-Consulter oder gar Absolventen ohne jegliche Vertriebserfahrung? Warum keine Topverkäufer oder Vertriebsleiter mit viel Direktvertriebs-/Hardsellingerfahrung?
Geld genug für ordentliche Gehälter (gute erfahrene Vertriebler sind teuer) wäre doch da
“es gibt Termine zu öffentlichen Verhandlungen, zu denen jeder Zweifler recht herzlich eingeladen ist.”
Zeit, Ort?
@Georg M. Schwarz: Oliver S. ist ein absoluter Kontroll-Freak, der zahlengetrieben arbeitet. Bei Groupon gilt das “Micromanagement”-Prinzip, d.h. es gibt Regelprozesse, die abgearbeitet werden, alles sehr strukturiert, der einzelne Mitarbeiter hat so gut wie keine Freiheiten. Man glaubt, dass Ex-Berater besser geeignet sind dem Prinzip zu folgen und im Prozess selbst mehr “Power” haben.
Weiters sind Daniel Glasner und Philipp Magin bei McK gewesen, d.h. sie haben dementsprechend Zugang von der Beratung Leute zu akquirieren.
Davon abgesehen laufen bei Rocket generell sehr viele Berater in der Führungsebene herum (“Top Talent” :-) von McK, Goldman, …)
Ich war selbst 1,5 Jahre bei Groupon. Der Führungsstil ist schlecht, wenn man das als Führung bezeichnen darf.
Nur einzelne Führungskräfte sind auch solche. Aber das ist eine Minderheit. Die Frage an Daniel müsste lauten: Einstellungen im Sales Bereich 2011? Anzahl dieser Mitarbeiter die noch heute für das Unternehmen tätig sind? Das nur mit einer nicht Eignung für den Vertrieb zu begründen ist doch lächerlich.
Das Groupon Prinzip: Hire->Kontakte abschöpfen->Leads auf gut Glück zum 100 mal angehen lassen->Fire
Nachhaltigkeit gleich null. Betriebsrat? Als Daniel und Philipp davon hörten wurde sofort die Mitarbeiterin nach Berlin eingeladen. Ein anderer im Norden durch einen GF besucht. Wo ist der Betriebsrat heute?
Es gibt immer Licht und Schatten. Nur überwiegt hier der Schatten.
Einziger Trost: Bei Dailydeal ist es nicht anders, nur nicht so gut organisiert wie in der Rosenstr.
hier fehlen plötzlich eine menge kommentare:
- das youtube video zur datenübername,
- die des genervten investors mai
- die aussagen des LH mitarbeiters heroine
und auch meine nachfrage dazu.
woran liegt das?
um genau zu sein, alles von gestern zwischen 10.04 uhr und 16.45 uhr.
fuck bin im falschen link SORRY
Arbeitsgericht Berlin: Aushänge ansehen; findet man leider nicht im Internet.
Wer wissen wollte, wie es bei Groupon zugeht, konnte es schon lange vor dem Bericht von Gründerszene wissen. Ein Blick in die Bewertungen von kununu spricht Bände. Und nahezu ausnahmslos kommen die negativen Bewertungen aus dem Bereich Verkauf/Vertrieb.
Aber auch bei den Bewerbern kommt Groupon recht schlecht weg. Oft wissen die Interviewer gar nicht mehr, für welche Stelle man sich beworben hat. Während des Bewerbungsgesprächs werden dazu auch Telefonate angenommen.
Im gewissen Sinne schreibt Gründerszene nichts Neues. Jedoch halte es für sehr wichtig, dass die Zustände bei Groupon nun einer breiten Leserschaft bekannt werden.
Freunde der Sonne,
Groupon ist das schnellst wachsende Unternehmen und so viel Vibes und Energie wie Ihr hier ALLE gibt, bestätigt IHR den ERFOLG von den Jungs aus Berlin.
DIE MACHEN ALLE EINEN GUTEN JOB! schafft ihr es erst ein MAL
in der ZEIT und so lange sollten alle SCHWÄTZER die FRE**E halten.
Schmeisst lieber die schlechten Sales Consultant raus die machen Groupon schlecht, den Sie machen die DEALS!
Absolut daneben, wie du dich hier äußerst! Du scheinst das Unternehmen keinen Strich zu kennen – zumindest nicht die Sales Leute! Groupon ist aufgrund seiner Führung schlecht!! Die besten Sales Leute haben sie rausgeschmissen oder verekelt, die neuen Unternehmen freuen sich darüber wie Bolle.
Wenn du ein bisschen etwas von Wirtschaft verstehst, solltest du auch wissen, dass es einen riesen Unterschied zwischen schnellem und gesundem sprich nachhaltigem Wachstum gibt. Das Tempo, das Groupon an den Tag gelegt hat, war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Dafür muss man nicht unbedingt BWL studiert haben. Dazu muss man einfach nur ein bisschen Zeitung lesen, damit man weiß, was in der Wirtschaft passiert, und Allgemeinbildung besitzen.
Insofern solltest du vielleicht nicht den Mund halten – jeder kann hier seine Meinung wiedergeben – aber eventuell erst einmal ein bisschen denken, bevor du so einen Unsinn postest!
Analyse der Trend- und Zukunftsforschung >>>
Diese Firma wir es bald nicht mehr geben denn die Entwicklung bei derartigen Firmen, mit solchen Praktiken, ist absehbar kurz.
Derartige Geschäftsgebaren im Umgang mit Mitarbeitern sowie auch mit Kunden haben keine längere Perspektive und somit auch Zukunft.
Zur Zeit wird in dieser Firma mit “Hochdruck” gearbeitet und Verträge abgeschlossen.
Jedoch werden die zur Zeit oben erwähnten Praktiken dieser Firma in naher Zukunft einen Umkehrschluss bewirken und dies wird das Ende dieser Firma besiegeln.
Eine derartig negative Resonanz bei Mitarbeitern und ehemaligen Mitarbeitern ist bei ähnlichen Firmen nicht vorhanden.
Diese Firma sollte so schnell wie möglich Ihren Kurs ändern.
Dr. Peter Kafka
Guten Tag zusammen,
als freier Autor recherchiere ich für ein auflagenstarkes überreginales Magazin schon seit einiger Zeit zum Thema Groupon. Dabei sollen alle Seiten zu Wort kommen: Verbraucher, Deal-Partner, Vertriebsmitarbeiter, GF. Groupon-Vertriebler (auch ehemalige), die Story-Input liefern möchten, können sich gerne per E-Mail zwecks erster Kontaktaufnahme an mich wenden. Anonymität kann selbstverständlich zugesichert werden.
Mit freundlichen Grüßen,
M.H.
Hah… wen wundert das denn noch? War doch bereits 1999 bei alando so und dann später bei jamba ebenfalls. Im Ernst, wer sich darüber boch aufregt, ist echt naiv. Dass das Geschäftsgebahren der Samwers radikal und brutal ist, weiss doch jeder, der sich auch nur ein bisschen damit beschäftigt. Selbst Schuld, wer dort arbeitet. Mal wieder von Titeln blenden lassen…
reporter73@gmx-topmail.de
Ich bin sicherlich das Gegenteil von gewerkschaftsnah. Aber Zivilisation bedeutet auch, dass man von Arbeitsmethoden aus der Zeit des Mittelalters und der Industrialisierung Abstand nimmt.
Dass man in einem Startup nicht nach acht Stunden nach Hause geht, sollte klar sein und auch für jeden nachvollziehbar sein. 80 Stunden und mehr sollten meines Erachtens wirklich nur für eine begrenzte Zeit (ein paar Monate) gearbeitet werden. Wer so etwas dauerhaft etabliert, sollte eingesperrt werden. Wir sind doch nicht in Bangladesch.
Auch die Büros sollten vernünftige Arbeitsplätze bieten. Wenn einen halben Meter links und rechts von mir jemand säße, würde ich Anfälle bekommen. Wenn man sich den Platz nicht leisten kann, soll man die Leute gleich von zu Hause aus arbeiten lassen.
Zu Groupon: Sehr gute Produkte verkaufen sich auch ohne Drückermethoden. In einer Anfangsphase sind derartige Methoden sicherlich extrem wichtig. Nach einer Weile muss sich ein Konzept aber zu einem signifikanten Teil selber tragen (Stammkunden / Stammkunden die neue Kunden werben). Dies scheint bei Groupon nicht zu funktionieren. Wenn sich dies rumspricht, wird dieses Projekt äußerst schwierig. Naja, die Samwers werden ihre Schäfchen im trockenen haben.
Wenn man zu viele McKinsey-Leute und WHU-Studenten anwirbt, hat man am Ende vielleicht einen Haufen fleißiger Leute, die noch nie die Sonne gesehen haben und die alles mit sich machen lassen, wird aber wenig Mitdenker im Team haben. Nachhaltig ist das nicht.
Wo bleibt der Betriebsrat?
@ Reporter73 – bist Du auch ganz sicher keine Falle die nur darauf wartet Mitarbeiter zu ertappen die gewisse Schweigepflichten verletzten?
Ich habe hier schon einmal gefragt. Warum greift keine Behörde von außen bei Groupon ein? Es gibt doch ein Arbeitszeitgesetz und ich glaube nicht, dass die Wochenstundenzahl zahlreicher Mitarbeiter im Vertrieb damit vereinbar ist.
Ebenso kann es doch mit dem Arbeitsschutz nicht vereinbar sein, dass manche Mitarbeiter nicht einmal einen eigenen Arbeitsplatz haben?
Die Arbeitsgericht in Berlin beschäftigen Sie täglich mit Klagen ehemaliger Mitarbeiter, die müssen die Situation bei Groupon kennen.
Ich verstehe nicht, wie solche Arbeitsverhältnisse in Deutschland möglich sind.
Wir selbst merken gerade, wie sehr die Luft dort zu brennen scheint.. innerhalb einer Woche haben uns 3 Telefonverkäufer von Groupon angerufen. Erzählen immer wieder, dass wir der auserwählte Shop sind, den Groupon quasi promoten und supporten möchte und das wir uns innerhalb 48Stunden entscheiden müssten, da sonst unser Mitbeweber, natürlich ohne Namen, den Zuschlag bekommen würde. Provision liegt weit unter 30%, soviel sei gesagt… Groupon verdient an uns quasi nichts mehr, angeblich weil ihnen unser Shop so gut gefällt ;-) blablabla…
Nach den Posts hier, kann man denen ja echt nichts mehr glauben… Zumal die Jungs auch nicht gerade mit Glaubwürdigkeit punkten, wenn sie uns versprechen bis zu 5.000 Gutscheine zu verkaufen. Zur Info: Wir sind ein absoluter Nieschenshop
Gründerszene kann ja mal beim Arbeitsschutz nachfragen. Denen liegen genug Hinweise vor.
Bestechung?
Eine ausgezeichnete Idee. Ich denke, dass Gründerszene tatsächlich einmal nachfragen sollte. Gründerszene sitzt ja direkt in Berlin. Zuständig sind wohl jene hier:
Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin (LAGetSi)
Denn es ist schon verwunderlich, dass sich hier nichts tut. Behörden sind doch im Regelfall selbst bei kleinsten Verfehlungen äußerst kleinlich, penibel und geben nicht eher nach, bis ein “Problem” aus der Welt geschafft ist.
Ich erinnere mich noch an einen Streit mit dem Ordnungsamt in meiner Stadt, wo es um die Frage ging, ob die Tür einer Videothek im Sommer offen stehen darf. Das Ordnungsamt bestand darauf, dass die Tür immer geschlossen sein muss, selbst an sehr heißen Sommertagen. Alle Mitarbeiter und Kunden der Videothek haben diese Anweisung nie so recht verstanden. Aber, ich habe es nie wieder erlebt, dass in den letzten Jahren diese Tür jemals wieder offen stand.
Und gegen andere Sachen wird nichts getan…
Jungs und Mädels von Gründerszene geht der Sache doch mal nach.
Ich bin nun auch seite einiger Zeit im Sales Bereich mit an Bord und habe selbstverständlich auch eine Meinung zu dem Thema.
1.
Die Firma ist stark Umsatzgetrieben. Wachstum bedeutet alles, die Ziele sind ambitioniert. Es ist aber, ehrlich gesagt, zu schaffen und nicht verwunderlich. “the fastest growing company ever” zu bleiben hat priorität.
2.
Der Umgangston kann schon mal etwas rauher werden, ich muss aber sagen, dass ich das auch aus anderen Vetriebsorientierten Unternehmen kenne. Ohne Druck und abitionierte Ziele funktioniert effektiver Vetrieb nicht.In meinem Büro habe ich Mobbing nicht erlebt, Kündigungen haben ihre Vorzeichen und kommen nicht aus dem “Nichts”. Beschimpfungen oder gar Beleidigungen gab es bei uns nicht.
3.
Auch die Fluktation ist enorm, hier würde auch ich den ersten Kritikpunkt sehen: Es macht aus meiner Sicht wenig Sinn ständig neu Mitarbeiter einzustellen und zu “verheizen”.
Auf der anderen Seite bekommt man eine Vielzahl von Schulungen. Ich habe es in anderen Unternehmen oft genung erlebt, dass uneffektive MA´s immer wieder weiterbeschäftigt wurden und im Endeffekt nur Geld gekostet haben. Bei Groupon muss man funtkionieren, oder man geht.
4.
Die Arbeitszeiten sind außerordentlich. 60h/Woche sind Standard. Auf der anderen Seite wird auch sehr gut bezahlt. Man kann als guter Vertriebler durchaus mehr verdienen, als andrerorts ein GF.
5.
Über die GF selbst und die Inhaber möchte ich mich hier nicht äußern.
Fazit:
Groupon hat eine enorme Arbeitsbelastung, der Job ist fordernd und man muss einige Abstriche machen. Auf der anderen Seite sind die Verdienstmöglichkeiten sehr gut. Ich würde es niemandem empfehlen hier ohne Berufserfahrung einzusteigen. Dei Einarbeitungsphasen sind kurz, es stehen einem relativ schnell ambitiopnierte Ziele gegenüber. Man sollte sich auf jeden Fall gut informieren, bevor man den Arbeitsvertrag unterschreibt. Und man sollte sich vor allem über eins im klaren sein: Man MUSS funtionieren, um zhu überleben. Wer einen 9 to 5 Job sucht, ist hier definitiv falsch.
Wer einstecken kann und belastbar ist, kann hier viel Geld verdienen und hat in seinem Lebenslauf einen gewissen “Brand”.
Wer GROUPON “überlebt”, funktioniert ;-)
Na, wie sieht’s aus? Das wäre mal richtig investigativ.
Ich bin einiges gewöhnt und bin die Sache mit Groupon ganz entspannt angegangen.
Ich habe Anfang Februar 2012 angefangen und letzte Woche meine Kündigung zum 04.04.2012 bekommen.
Ich habe in einer Stadt nahe dem Erzgebirge gearbeitet, wo alle Unternehmen finanziell recht klamm sind, sich die 50% Dealgebühr einfach nicht leisten können, trotzdem habe ich mit ehrlichen Mitteln immer 3 Deals pro Woche abgeschlossen. Groupon war das leider zu wenig. Ist mir aber total am Arsch vorbei gegangen, denn, wenn etwas nicht funktioniert, dann ist es, Druck auszuüben. Druck erzeugt immer Gegendruck, und an irgendeiner Stelle beginnt dann das Kartenhaus in sich zusammen zu fallen.
Ich musste mich jeden Abend bei meinem Citymanager rechtfertigen wenn ich nach 18:00 etwas anderes machte, als zu arbeiten. Ich habe ihm aber klipp und klar gesagt, dass ich um 8:00 Uhr anfange und es ein Arbeitszeitschutzgesetz in Deutschland gibt, mein persönlicher Terminkalender schon vor Groupon ab 18:00 gut gefüllt ist, und sich das nun nicht ändern wird. Ich lasse mich nicht unter Druck setzen. Schon garnicht, wenn ich am Tag 5 Termine habe wo ich bei abgebrannten Selbstständigen sitze. Dieses System funktioniert hier eben nicht. Fertig aus. Da kann ich 24 h am Tag arbeiten, das ändert die Situation vor Ort auch nicht.
Da es hier bei Sixt keinen 1er BMW gab kurve ich mit einer C-Klasse herum. Das werde ich auch noch bis zum 4.4. genüsslich tun. Ach und der Laptop, mit dem ich gerade schreibe, gehört mir auch nicht. Was soll’s, ich bin freigestellt. Ich kann über den Laden nur lachen. Ich gebe ihm noch 6 Monate, maximal ein Jahr, dann wird er Geschichte sein. Er wird in die Geschichte der peinlichsten Börsengänge aller Zeiten eingehen… :D
PS: Eine Frage zum Thema gutes Produkt: Nenne mir bitte ein Unternehmen, das BEI GROUPON angerufen hat, und gebeten hat, zu Kooperieren? Gute Produkte verkaufen sich von selbst. Schlechte Produkte müssen den Leuten mit Vertrieb ausgeschwatzt werden. Fakt.
Hallo,
suche auf diesem Weg Leute, die über Erfahrungen bei Groupon berichten können. Vielen Dank, andreas_dieste@spiegel-tv.de
oh Spiegel-TV, diese Anfrage sieht auch sauber aus, ich würde aber vorher mal in der Redaktion anrufen (am besten mit einem Münztelefon, alles andere lässt sich nachverfolgen – aber nur Münzen verwenden oder mit einer Telefonkarte die mit Bargeld an einer stark frequentierten Stelle erworben wurde) und mich informieren.
— ich kann ausser einer Meinung nichts bieten…
Ich kann Spiegel-TV nur raten, einmal beim Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin (LAGetSi)anzufragen. Den Beamten sind ausreichend Regelverstöße gegen den Arbeitsschutz bekannt (z.B. das Platzproblem), jedoch sehe ich nicht, dass etwas gemacht wird.
Man sieht doch, wie die Situation hier ist. Mitarbeiter trauen sich nicht einmal eine kritische Mail an Journalisten zu verschicken, da es eine Falle sein könnte. Selbst Anrufe sollen von einem Münztelefon erfolgen. Das sagt doch alles über die Arbeitssituation bei Groupon.
Ich möchte auch meinen Respekt den Ex-Mitarbeiter aus dem Erzgebirge aussprechen. Genau so selbstbewusst muss man der Drucksituation entgegentreten. Die Zeiten, dass man seine Arbeitskräfte im Sinne des absoluten Mehrwerts nutzt, sind bekanntlich vorbei.
Wow. Wir haben einige National Deals mit Groupon laufen gehabt. Wir waren im Endeffekt naja zufrieden.
Was hier geschrieben wird scheint aber wirklich zu stimmen, denn:
1. Hatten wir 3 persönliche Betreuer in den letzten 5 Monaten – alle von denen sind gegangen und haben die katastrophale Lage dort beschrieben.
2. Die Aussage am Telefon vor ein paar Tagen “jeder versucht das sinkende Schiff zu verlassen” sagt alles.
3. Ich habe das Gefühl, dass dort Leute an Führungspositionen arbeiten, welche gerade das Studium abgeschlossen haben und mit der realen Welt keinen Bezug haben.
Ich glaube: ByeBye Groupon
Die Deals sind für die Kunden wirklich Schrott!
Wir zahlten 30% Provision – denkt mal nach!
Das es durch das starke Wachstum große Probleme gegeben hat, ist unbestritten. Allerdings haben wir – nach einer Pause unsererseits bei National-Deals – festgestellt, daß großer Wert auf eine zunehmende Professionalität gelegt wird. Die Prozesse sind nahezu am Optimum, die Provisionssätze orientieren sich natürlich an der Attraktivität der Produkte und sind desweiteren auch immer Verhandlungssache. Unsere aktuellen Deals wie http://www.groupon.de/deals/online-deal/groupesales/4639882 liegen über 40% unter Idealo / Amazon und sind für die Kunden ein wirklicher Deal, welches sich auch in den Verkaufszahlen um die 300 widerspiegelt.
Schaun wir mal, wie sich die Themen weiterentwickeln.
Jürgen,
was für ein Quatsch!!! Professionalität sieht anders aus, Groupon ist für mich noch nicht mal in der Nähe der akzeptablen Qualität – von Professionalität könnt ihr im Moment nur träumen.
Und:
Nirgends zahlt man bis zu 50% Provision, außer bei Groupon!! Den ersten Deal mit uns habt ihr mit 10% und den zweiten mit 15% und beim dritten wollte Groupon mind. 20% – da haben wir STOPP gesagt! Das ganze wird natürlich auch noch als “Nettodealprovision” verpackt – also zu die prozentualen Provisionen sind alle rein Nett zzgl. 19% MwSt. auf den Bruttoverkaufspreis natürlich gerechnet!
Dein Beitrag hier war nichts mehr als einen “werthaltigen” Link auf Groupon zu setzen – das ist nicht Professionell. Solange Groupon nichts einsehen will, von Frischlingen aus den Unis geführt wird, das Angebot weiter auf so irren Provisionssätzen aufbauen will, wird Groupon schneller Geschichte sein als ihr denkt.
Ein B2C Platz für Batterien, Augenlaser, Doktortitel, Mondgrundstücke etc. – wo bitte liegt der Reiz für die Zukunft?
@Ex-National Deal Partner
ich bin nicht von Groupon sondern GF von http://www.groupesales.de/ Mit über 300 Couponing-Deals in Europe und Nordamerika während der letzten 9 Monate kennen wir die Szene doch recht gut und arbeiten mit fast allen großen Couponingplattformen zusammen. Natürlich muß jeder Merchant selber wissen, welche Kanäle für ihn passend sind und wie die jeweilige P&L Rechnung für ihn aussieht.
Gruß
Wenn man diese Anschuldigungen und Kommentare hier liest scheint es bei Groupon sehr zu schneien.
Oder wie soll man so ein Verhalten von Vorgesetzten sonst erklären?
Ich kann als ehemaliger Deal Partner nur vor den fadenscheingen Verkaufsargumenten der Grouponies warnen. Bereits im Januar letzten Jahres waren die Tendenzen deutlich abzulesen. Unverständlich ist mir der geglückte Börsengang. Masons grosszügig ausgeführten Ideen sind realitätsfern und dienen einzig den persönlichen finanziellen Zielen. Glücklich das Spekulanten das Vorhaben kräftig unterstützten. Heutiger Schlusskurs 8,81 Euro. Wann wachen die Geldgeber auf?
Ich habe noch nie bei Groupon und Co gearbeitet und werde es sicher nie tun.
Wenn man sich das Geschäftskonzept aber mal ansieht, dann kann das auf Dauer gar nicht funktionieren. Jedenfalls meiner Meinung nach. Warum?
Damit so ein Deal erfolgreich ist, muss er vorallem ein sein: billig. Das liegt in der Natur der Sache. Keiner kauft bei Groupon, weil die Website so schön ist. Auf der einen Seite sind die Deals oft keine echten Deals (vergleichen hilft, erst heute hier wieder in Brasilien gesehen – Produkt wird mit 60% Rabatt angeboten, bei einer Preisvergleichsseite bekomme ich das Teil bei einem renomierten Onlineshop für den gleichen Preis ohne Versandkosten).
Aber selbst wenn die Deals ein echtes Schnäppchen sind, fragt man sich doch, wie das funktionieren kann. Da wird ein Produkt mit 60% Rabatt angeboten. Entweder die verarschen mich dann den Rest des Jahres über oder sie verdienen nichts dran bzw. zahlen drauf. Noch schlimmer: Groupon (und Co) wollen ja auch noch eine Scheibe ab. Wenn jetzt auch nur 30% an Groupon gehen, dann wird das nochmal unrealistischer.
Und die Verkaufspraxis scheint nicht nur in Deutschland so zu sein. Hier hab’ ich es auch schon erlebt: Die kleine Pizzeria von neben an war so überlastet, dass wir 3 Monate lang keinen Platz bekommen haben. Bei einem Rabatt von 50% über 2-3 Monate verdient der gute Mensch mal rein gar nichts, würde ich sagen. Die Bude ist übrigens mittlerweile zu. Wir haben die Pizza dann mit nach Hause genommen weil wir nie einen Platz bekommen haben, d.h. Cross-Selling über Getränke und Nachtisch war auch nicht drin.
Jemand der über Groupon kauft ist nicht an einer langfristigen Geschäftsbeziehung interessiert, sondern an Schnäppchen. Auf Dauer macht man mit den wenigsten ein gutes Geschäft, weil sie 1. sehr auf den Preis schauen und 2. einfach nicht wiederkommen.
Ich bezweifle nicht, dass es unter Umständen sinnvoll sein kann, so einen Deal anzubieten. Aber das muss sehr, sehr gut durchdacht sein. Und diese Verkaufspraxis ist natürlich auf Dauer ein Genickbruch. Denn wer sich einmal über den Tisch gezogen gefühlt hat, der wird (hoffentlich) nicht nochmal drauf reinfallen. Damit reduziert sich die Potenzielle Kundschaft von Groupon & Co mit jedem angebotenen Deal.
Ich bin jedenfalls mal gespannt, wie das weitergeht. Wenn die jetzt schon solche Verluste einfahren, dann gute Nacht.
Was mich etwas schockt, dass dort offensichtlich soviele Ex-Berater von McKinsey sind. Denkt denn keiner nach, wenn mit einem Geldbündel gewunken wird? Geschenkt bekommt man nirgends etwas und wenn ich aus einer gut bezahlten und renomierten Festanstellung weg soll, dann lass ich mir das Geschäftskonzept im Bewerbungsgespräch schon ganz genau erklären. Spätestens da sollte dem einen oder anderen auffallen, dass das auf Dauer eher nicht das Riesengeschäft sein kann. Gut, vielleicht sehe ich das zu konservativ. Aber ich gebe diesen ganzen Rabatt-Seiten nicht mehr lange. Klar, es wird sie immer geben, aber mit Sicherheit nicht in diesem Umfang und in dieser Form.
Wenn es sich um Deals handeln würde, die direkt vom Hersteller kommen könnte man sich die Rabatte damit erklären, dass Mittelmänner ausgeschalten wurden und deren Marge wegfällt, aber sonst?
Welches Unternehmen hat denn bitte 100% Rendite? Und das muss man haben um an einem Deal mit 50% Rabat zumindest die Kosten zu decken! Klar, bei Sportbekleidung beträgt der Händlerpreis meist 50% des Verkaufspreises (ohne MwSt). Aber da fallen ja auch noch Miete, Personalkosten, Strom, Werbung, etc. an, die aus diesen 50% bestritten werden müssen. Wenn ich jetzt das Teil statt für 100 für 50 Euro verticke, dann verkauf ich eventuell jede Menge davon. Aber ich kann halt nur die reinen Einkaufskosten abdecken. Meine Verkäufer, mein Vermieter, etc., alle wollen noch Geld sehen. Allzu oft kann man so einen Deal sicher nicht anbieten.
Und wenn dann noch solche Arbeitsbedingungen dazukommen???? Puhhh.