Der Buchhändler Bookya hat den Eigentümer gewechselt, der neue VZ-Chef Clemens Riedl wettert gegen Facebook, Blog1 steht zum Verkauf, Plista und Smava gewinnen den Innovationspreis-IT der Inititative Mittelstand.

Übernahme von Bookya
Der Buchhändler Bookya (www.bookya.de) hat den Eigentümer gewechselt. Nach Informationen von Deutsche-Startups sind die Gründer aus dem Unternehmen ausgeschieden. Neuer Geschäftsführer ist Jürgen Tschirner, Gründer der LSL AG, die ebenso wie Bookya im universitären Buchgeschäft beheimatet ist. Mit der Übernahme hat Bookya auch den Standort gewechselt und seinen Sitz nun in Leipzig. Das Handelsregister verzeichnet diese Änderungen bisher nicht.
VZ-Chef wettert gegen Facebook
Der erst kürzlich ernannte StudiVZ-Chef Clemens Riedl übt harte Kritik an seinem Konkurrenten Facebook. Das amerikanische Unternehmen sei im Begriff, ein “illegales Schattennetzwerk” aufzubauen, zitiert etwa Basic Thinking den CEO. Laut Riedl sei das Verhalten Facebooks unter deutschem Datenschutz undenkbar. Auf den Vorwurf des Facebook-Bashings antwortete Riedl: “Wenn das Bashing ist, dann stehen wir auch dazu!”
Blog1.de steht zum Verkauf
Der Bloghoster Blog1 steht auf Ebay zum Verkauf. Die Plattform wird seit 2005 betrieben und gehört zum Portfolio der Adfire GmbH, dessen Geschäftsführer Thomas Promny ist. Blog1 zählt nach eigenen Angaben knapp 20.000 Blogs. Bisher gab es offenbar kein Monetarisierungsmodell, derzeit ist der Dienst noch “komplett werbefrei”, wie es in der Verkaufsbeschreibung heißt.
IT-Innovationspreis
Die Initiative Mittelstand hat wieder ihren Innovationspreis IT vergeben. Im Bereich Finanzen konnte sich der Kreditmarktplatz Smava (www.smava.de) den ersten Platz sichern. Beim Online-Marketing siegte das Präferenznetzwerk Plista (www.plista.com). Insgesamt stellten sich 2.000 Bewerber der 80-köpfigen Jury.

Drehbuch des Lebens
Was die Oscar-Verleihung 2010 in Los Angeles nicht gebracht hat, waren zitierfähige Evergreens der Filmgeschichte. Ganz anders der Podcast von Autor und Entrepreneur Barry J. Moltz bei Blogtalkradio. Die Talkrunde zeigt, was man über Unternehmertum aus Filmen lernen kann. Bei Small Business Trends sind die Referenzen, unter anderem aus Jerry Maguire und Goodfellas, noch einmal zusammengefasst.
Inhaltelieferanten ohne eigene Endkundenbeziehungen
So sieht der Zeitschriftenverlegerverband VDZ die Medienhäuser durch die Vormachtstellung von Apple und Google. Die Kritikpunkte wurden schon mehrfach beschrieben. Was die Medienwelt braucht, sind deshalb eigene und neue Wege, ihre Inhalte an den Mann zu bekommen. Einen Weg aus der Abhängigkeit beschreibt die Financial Times Deutschland am Beispiel Bertelsmann.
Wenn StartUps StartUps helfen
Mit dem Online-Projektmanagement-Tool Plan.io bieten die beiden Gründer Boris Ruf und Jan Schulz-Hofen ein Produkt, das speziell auf die Zielgruppe der jungen Unternehmer zugeschnitten ist. Im Video-Interview mit Gründerszene erklären die beiden Interna zur Preisgestaltung, den Mehrwert ihrer Idee für den Nutzer und ihre Wünsche für 2010.

Andere schlecht machen ist keine feine Sache. Natürlich unterliegt Facebook anderen Datenschutzbestimmungen und ich finde auch nicht alles gut,was die machen. Aber eines muss man denen lassen, sie haben es doch effektiver geschafft in aller Munde zu sein.
Egal, ob ich Radio oder TV einschalte, Magazine oder Blogs aufschlage. So ziemlich überall liest man mehr von Facebook, als von den VZ-Netzwerken. Morgens auf dem Weg zur Arbeit im Radio höre ich, wie der Moderator etwas auf seiner Facebook Seite ändern möchte. Am WE im TV höre ich eine Moderatorin wie sie eine Facebook Gruppe gründen möchte. Kaum eine Rede von VZ. Natürlich hat das viele Gründe, keine Frage. Schade ist trotzdem, auch wenn Facebook sicherlich einiges mehr an Funktionen bietet, das Produkte aus dem Ausland fast immer eher angenommen werden, als welche aus dem eigenen Land und so auch nationale Prominente und Politiker eher Facebook Seiten als VZ-Seiten haben.
“das Produkte aus dem Ausland fast immer eher angenommen werden”?!? Hast du irgendwelche Belege dazu? Ist nämlich ziemlich “counter intuitive” ;)
Es ist einfach das bessere Produkt, wie du auch erkannt hast und das überstrahlt die Probleme von Datenschutz und US-Orientierung mitlerweile bei weitem.
Hier auch noch ein kleines Statement im plista Unternehmensblog zum Sieg in der Kategorie Online Marketing.
http://blog.plista.com/2010/03/initiative-mittelstand-kurt-plista-zum-sieger-in-der-kategorie-online-marketing/
@marc: facebook ist einfach das bessere Produkt und das VZ einfach zu langsam in der Entwicklung.
Es ist aber generell ein echtes Problem für deutsche (Web)Unternehmen, dass sie strengeren Datenschutznormen unterliegen als Amerikanern oder Nachbarländern. Da entstehen hausgemachte Wettbewerbsnachteile im eigenen Land.
Guten Morgen,
das Facebook mehr bietet und schneller in der Entwicklung ist habe ich und würde ich definitiv nicht bestreiten. Das ist nun mal so, dass die Jungs ein ganzes Stück weiter sind.Was die Datenschutzbestimmungen angeht habe ich auch nicht bestritten, dass Facebook aufgrund des Firmensitzes in den USA einfach anderen Gesetzen unterliegt. Aber das ist sicherlich nicht der Grund, warum sie mehr Nutzer haben, schneller wachsen und auch bei vielen Medien besser ankommen. Denn auch wenn es anders sein sollte, so lesen sich doch wahrscheinlich die wenigsten User, vor allem die jüngeren User die Datenschutzbestimmungen in ihrer Ausführlichkeit durch. Die meisten wollen sich einfach schnell anmelden und loslegen. Uns es vom studiVZ Chef Clemens Riedl überwiegend auf die Datenschutzbestimmungen zu schieben ist doch etwas einfach.
Das Produkte aus dem Ausland, speziell aus den USA besser angenommen werden ist nicht nur im Web-Bereich so. Man sehe sich nur mal die Musik Charts an. In Deutschland mußte es sogar extra eine Auflage für Radiosender geben, damit wieder mehr deutschsprachige Musik gespielt wird. Man könnte die Debatte sicherlich noch weiter führen und tiefer ins Detail gehen. Hierbei spielen einfach viele Dinge (größere Erreichbarkeit von englischsprachigen Webseiten, mehr Aufmerksamkeit, oft mehr Nutzer etc.) eine Rolle und ich finde es auch an sich gar nicht schlimm, denn nicht immer, aber oft sind Produkte aus den USA wirklich fortschrittlicher, besser produziert, schneller und effektiver umgesetzt etc. (z.B. Webseiten: Man liest selten das ein US-Untenehmen ein dt. Kozept adaptiert hat, sondern eher umgekehrt.)Ich habe absolut nichts gegen adaptieren oder kopieren, nur ist es nun einmal so, dass es eher Sachen aus den USA sind, die hier adaptiert oder kopiert werden als umgekehrt.(Man betrachte Facebook/ studivz, Groupon und die zahlreichen dt. Ableger, Twitter und dessen dt. Ableger usw.)
Was ich aber schade finde ist einfach, wenn sich Politiker bspw. in Debatten oder Interviews beschweren, dass man sich mehr Produkte aus den eigenen Land annehmen soll, dann aber egal ob Politiker, Schauspieler, Musiker, TV- oder Radio Moderatoren z.B.doch intensiver Profile auf ausländischen Webseiten pflegen, darüber sprechen oder damit in Verbindung gebracht werden wollen.
Oh, jetzt ist es doch etwas länger geworden als geplant.