Handelsdeal Deal Groupon B2B

Attraktive Rabatte von bis zu 90 Prozent auf Produkte und Dienstleistungen – mit diesem vollmundigen Versprechen ist Handelsdeal im vergangenen Herbst gestartet. Allein der Erfolg blieb aus. Derzeit arbeitet das Team deshalb an einem Komplettumbau des Konzepts. Bereits in einigen Wochen soll der Relaunch stattfinden. Wird sich die Dealplattform im B2B-Geschäft dann etablieren können?

Handelsdeal: komplettes Konzept wird umgebaut

Schon seit geraumer Zeit liegt die Seite von Handelsdeal (www.handelsdeal.de) brach: Begrüßte zunächst eine Meldung den Betrachter, man arbeite derzeit an einer Modernisierung der technischen Infrastruktur der Plattform, findet sich zwar mittlerweile wieder ein Angebot auf der Seite. Das allerdings war es aber auch, erst einmal wird es keine neuen Deals geben.

Stattdessen vertröstet das Startup: Bald werde eine neue Plattform gelauncht. “Wir strukturieren und bauen das komplette Konzept um, da es sich nicht nach unseren Vorstellungen entwickelt hat”, heißt es von Handelsdeal-Mitgründer und -CEO Mark Rüdesheim. In einigen Wochen werde es dann wieder spannende Angebote geben.

Ein Groupon für Unternehmen

Das im Herbst vergangenen Jahres gestartete Berliner Jungunternehmen hatte bislang versucht, das Groupon-Modell für das B2B-Segment umzusetzen. “Handelsdeal ist ein Collective-Buying-Modell mit den Zielgruppen Gewerbetreibende, Freiberufler und kleinen und mittelständischen Unternehmen”, hatte Rüdesheim seinerzeit formuliert.

Entsprechend wollte das Handelsdeal-Team, das noch Thomas Jentzsch, Dominik Hensel und Sören Martius umfasst, Produkte und Dienstleistungen anbieten, die für diese Zielgruppe im Geschäftsalltag relevant sind – von generellem Bürobedarf über Druckerpatronen bis hin zu IT-Ausstattung wie Beamer.

Schwieriges Geschäftsmodell

Wie in der Deal-Branche üblich war auch Handelsdeal über eine Provision am Umsatz der Angebots-Anbieter beteiligt. Ein knappes Drittel des Umsatzes flossen dabei in die Kasse des Berliner Startups.

Dem Vernehmen nach kämpft derzeit ein großer Teil der Schnäppchenschleudern mit ihrem Geschäftsmodell – sei es aufgrund weiterhin ausbleibender Gewinne oder fragwürdigen Geschäftspraktiken. Wie das neue Handelsdeal-Geschäftsmodell aussehen soll, wollte Rüdesheim nicht kommentieren. Ob das Unternehmen eine Nische finden wird, um sich dauerhaft gegen die Branchengrößen etablieren zu können?