Auf den ersten Blick gilt China wohl nicht wirklich als Heimatland von Qualitätsprodukten und Designer-Stücken, dennoch tätigte dieser Tage mit der Taishan Invest AG ein chinesischer VC ein Investment, dass genau in diese Richtung zielt: Mit dem High-Tech Gründerfonds, als Lead-Investor und Mountain Super Angel AG als weiterem Geldgeber investierte der asiatische VC in den Online-Möbelanbieter design2desire (www.design2desire.com).
Im Handelsregister ist die Finanzierungsrunde noch nicht wirksam geworden, doch erfahrungsgemäß pflegt der HTGF Investments im Bereich ab 500.000 Euro. Um attraktive Preise anbieten zu können, hat design2desire ein Geschäftsmodell entwickelt, das die Wertschöpfung im Vergleich zu traditionellen Möbelherstellern verkürzt: design2desire arbeitet mit ausgewählten Produktionspartnern in Asien und Europa zusammen, um Möbel direkt und auf Bestellung an den Endkunden zu verkaufen, ohne den Umweg über Zwischenhändler, Warenlager und teure Verkaufsflächen zu nehmen. Dadurch spart design2desire einen Großteil der Kosten traditioneller Möbelhändler ein. Neben beliebten Bestsellern bietet design2desire auch die Designs junger Designer. Hierfür hat design2desire eine spezielle „Voting Section“ auf der Website eingerichtet, in der Jungdesigner ihre Kreationen vorstellen. Die Kunden entscheiden selbst darüber, welche Designs sie gerne im nächsten Produktsortiment hätten.
Neben dem Standort Shanghai, an dem Produktion und Qualitätssicherung angesiedelt sind, hat design2desire einen Standort in Berlin, an dem derzeit Marketing und Logistik aufgebaut werden. Zusätzlich wird Anfang des Jahres auch der erste Showroom in Berlin eröffnet. Design2desire wurde im Juli 2009 gegründet und hat nun die zweite Finanzierungsrunde abgeschlossen. „Uns überzeugte vor allem das lukrative Geschäftsmodell in einem stark wachsenden Online-Möbelmarkt“, begründet Romy Schnelle, Investmentmanagerin des High-Tech Gründerfonds die Investmententscheidung. Ingo Drexler, Verwaltungsrat der Mountain Super Angel AG ergänzt: „Design2desire verfügt über ein außerordentlich kompetentes und erfahrenes Managementteam mit weitreichenden Erfahrungen zu Lieferanten in Asien.“


Hab mich durch den Screenshot gerade riesig gefreut, dass ich da ne coole Couch für 159 Euro bekomme =)
Leider kostet das Ding aber 949 Euro. 159 sind alleine für das Beistellding fällig…
Die Idee klingt gut und die Seite sieht auf den ersten Blick auch ganz ansprechend aus. Ich bin mal gespannt was draus wird, aber könnte mir vorstellen, das ist eine ganz gute Sache und mit der richtigen Unterstützung. Der online Handel, Marktplätze und shops werden immer wichtiger. Immer mehr Unternehmen bauen sich mit dem Online Handel ein wichtiges 2. Standbein auf oder neugegründete Unternehmen, die sich mit dem Kaufen und Verkaufen auseinadersetzen, haben ihren USP direkt auf Internetportalen. Habe gestern eine Mail von einem ehemaligem Kommilitonen erhalten, der mit seinem neu gegründeten Startup kurz davor ist ein neues Projekt (www.revvleution.com) in den kommenden Wochen zu launchen. Es klingt auf jden Fall ganz interessant,was die da vorhaben.
Von wegen erfahrenes Management-Team, das sind doch alles Berater!
Der HTGF ist eine Förderbank und Mountain Partners bekennen sich offen zu ‘spray and pray’ – na dann Prost (Chinese) Neujahr!
[...] Laut Gründerszene hat nun auch design2desire finanzielle Unterstützung aus China an Bord (>500000 Euro), die zweite Finanzierungsrunde für das Unternehmen, das im Juli 2009 in München gegründet wurde. [...]
Verdammt, vor zwei Wochen ein Sofa bestellt dass 200€ teurer war und mir nicht so gut gefällt wie das ;)
Aus Frankreich gibt es ähnliches: myFab.com mit Sitz in Paris.
Ich finde es schon eigenartig, dass über den HTGF deutsche Steuergelder dafür ausgegeben werden, den Import chinesischer Produkte auch noch unter Umgehung deutscher Arbeitsplätze im Handel zu fördern.
Sind wir inzwischen denn von allen guten Geistern verlassen?
Eine Institution, der offenbar das Bundesministerium für Wirtschaft und die KfW angehören, sollte doch eigentlich darauf bedacht sein, die Entstehung neuer Arbeitsplätze in Deutschland zu unterstützen und nicht noch zum Verlust von Arbeitsplätzen in der deutschen Möbelbranche beizutragen.