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Zalando scheint nicht zu stoppen: Erst wor wenigen Wochen wurde die Expansion in nunmehr 13 Länder bekannt gegeben, kurz darauf vermeldete der Fashion-Versender eine halbe Milliarde Euro Umsatz. Nun wurden zwei weitere Investoren gefunden, die das Wachstum aber auch die Pflege bestehender Strukturen finanzieren sollen. Die Frage nach dem Exit wird damit immer spannender.

Zalando: J.P. Morgan-Investment als Exit-Signal?

Der Asset-Management-Arm des US-Finanzriesen J. P. Morgan Chase & Co. (www.jpmorganchase.com) und Quadrant Capital Advisors investieren in den Mode-Versender Zalando (www.zalando.de). Angaben zur Höhe der Beteiligung wollte das Musterunternehmen aus dem Samwer-Inkubator Rocket Internet (www.rocket-internet.de) zwar nicht machen, allerdings ließ das Berliner Unternehmen auf Nachfrage durchblicken, dass beide Investoren nunmehr je ein Prozent der Geschäftsanteile halten. Geht man von einer Bewertung im einstelligen Milliardenbereich aus, würde dies einem Investment im zweistelligen Millionenbereich entsprechen.

Neu ist das Segment zumindest für J. P. Morgan nicht: Im vergangenen Dezember führte der Investor eine 178-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde bei der Social-Commerce-Plattform Living Social an. Bei Zalando sei eine breite Verwendung der neuen Mittel vorgesehen: Im Vordergrund steht dabei neben der Expansion auch der nachhaltige Ausbau bereits geschaffener Strukturen, erläutert Zalando-Geschäftsführer Rubin Ritter. Wachstum weist das Unternehmen derzeit durchaus auf. Mit dem Start in Spanien, Finnland, Dänemark und Polen Ende Mai beziehungsweise Anfang Juni ist das Unternehmen aus der Samwer-Schmiede nunmehr mehr als einem Dutzend Ländern Europas aktiv, Ableger gibt es auf mehreren Kontinenten.

Eine halbe Milliarde Umsatz

Mehr als tausend Mitarbeiter zählt der Klon des US-Vorbilds Zappos (www.zappos.com) derzeit. 510 Millionen Euro Umsatz hat der Versandhändler im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben gemacht – ein beachtliches Sümmchen. Seit dem Jahr 2009, dem ersten Jahr nach der Gründung, hatte das Unternehmen netto sechs Millionen Euro umgesetzt, im Jahr darauf waren es dann 150 Millionen Euro.

Auf Basis solcher Zahlen scheint es den Samwer-Brüdern derzeit nicht schwer zu fallen, neues Kapital an Land zu ziehen. Im Frühjahr hatten die Zalando-Gesellschafter DST Global und Kinnevik eine weitere Finanzierungsrunde gezeichnet und jeweils weitere fünf Prozent an dem Unternehmen erworben. Abseits von immer wieder gestellten Retouren-Fragen und fragwürdigen Arbeitsbedingungen bei Zulieferern wird immer interessanter, wie der Exit des Fashion-Versands aussehen könnte. Kauft Amazon nach Zappos auch Rockets E-Commerce-Schlachtschiff? Oder winkt vielleicht ein Börsengang?

Bildmaterial: Zalando
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