Justbook German Media Pool Hotels Reservierung

Auf den Plan gerufen hat sich das Berliner Hotelbuchungs-Startup Justbook bereits mehrere Male. Nach einer sehr erfolgreichen Seed-Finanzierungsrunde folgte eine gerichtliche Auseinandersetzung mit dem Buchungsportal HRS, in dem Justbook die Oberhand behielt. Nun meldet Justbook einen Media-for-Equity-Deal mit GMPVC – die erste Werbekampagne soll schon in Kürze auf dem Nachrichtensender N24 starten.

Justbook: Media-for-Equity mit GMPVC

Die GMPVC German Media Pool GmbH (www.germanmediapool.com) hat mit dem Reise-Startup JustBook (www.justbook.com) sein fünftes Media-for-Equity-Investment getätigt. Die App des Jungunternehmens soll Kurzentschlossenen per Smartphone tagesaktuellen Zugriff auf Hotels zu Last-Minute-Preisen ermöglichen. Das von Stefan Menden, Ognjen Zeric, Sebastian Fallert und Florian Waldmann gegründete Startup startet nun in Kürze mit dem GMPVC-Medienpartner N24 seine erste TV-Werbekampagne.

Das JustBook-Team wählt täglich die drei besten Hotelangebote in vier Kategorien – Luxury, Design, Upscale und Comfort – aus. Diese werden in der kostenlosen JustBook-App präsentiert und können von dort aus gebucht werden. JustBook fokussiert sich nach eigenen Angeben auf Hotels in Großstädten, die das Unternehmen zu „exklusiven Bestpreisen“ offerieren kann, weil die ausgewählten Zimmerkontingente erst ab 12.00 Uhr für die gleiche Nacht buchbar und nicht stornierbar sind. Auf diesem Weg sollen Hotels Restkontingente abverkaufen können – was nach Angaben von Justbook Rabatte bis zu 50 Prozent auf Vergleichspreise im Internet ermöglichen soll.

Erste TV-Kampagne auf N24

Im Rahmen des Media-for-Equity-Deals mit GMPVC startet JustBook nun einen ersten Werbeauftritt im Fernsehen. Die Kampagne auf N24 – der Nachrichtensender ist Medienpartner des VC – soll in Kürze starten und zirka zwei Monate lang laufen. Für die Kreation und Produktion des JustBook-TV-Werbespots verantwortlich ist die Berliner Agentur Krane und Rabe. Der Inhalt des Spots drehe sich um First-Class-Hotels zu Last-Minute-Preisen: „Pläne ändern sich, bleiben Sie flexibel – und sparen Sie mit Last-Minute-Preisen.“

Zu Beginn des Jahres hatte das Berliner Startup eine ganze Reihe bekannter Seed-Investoren anlocken können: Die Amiando-Gründer Felix Haas, Dennis von Ferenczy, Sebastian Bärhold und Armin Bauer, Brille24-Gründer Matthias Hunecke, Bigpoint-COO Nils Henning, den Initiator der Innovationsplattform YouIsNow Torsten Oelke, die Betreut.de-Geschäftsführer Steffen Zoller und Manuel Nothelfer, die DailyDeal-Gründer Fabian Heilemann und Ferry Heilemann sowie weitere Unterstützer investieren in die Last-Minute-Hotelbuchungsapp.  Der zur Verfügung gestellte „mittlere sechsstellige Betrag“ sollte eine  finanzielle Starthilfe geben – zur rechten Zeit, denn vor gut zwei Wochen erst hat Justbook mit BookitNow (www.bookit-now.comeine direkte Konkurrenz bekommen, die ebenso täglich drei Angebote in verschiedenen Preisklassen anbietet.

Gerichtliche Auseinandersetzung mit HRS

Schlagzeilen hatte Justbook vor wenigen Monaten auch schon aus anderen Gründen gemacht: Das Buchungsportal HRS hatte Hotelkunden des Berliner Startups abgemahnt. HRS warf den Hoteliers vor, sich nicht an vertragliche Preisabsprachen zu halten. Justbook behielt in der Auseinandersetzung die Oberhand und erzielte eine einstweilige Verfügung vom Oberlandesgericht Düsseldorf gegen das Buchungsportal. Das Gericht bestätigte, was das Bundeskartellamt bereits kurz zuvor durch eine Abmahnung an HRS ausgedrückt hatte: Die sogenannte „Best-Preis-Klausel”, mit der HRS sich die günstigsten Konditionen von Hotels sichern wollte, sei nicht mit dem freien Wettbewerb vereinbar.