Kinnevik erhöht Rocket-Engagement

Kinnevik investiert 300 Millionen Euro in drei Monaten

Beteiligung an der Zalando (www.zalando.de)-Finanzierung, Aufstockung der Anteile an Rocket Internet (www.rocket-internet.de) von zwölf auf 25 Prozent, direkte Investments in unterschiedliche Rocket-Startups – die Beteiligungsgesellschaft Investment AB Kinnevik (www.kinnevik.seen) scheint nachhaltig Gefallen an den Samwer-Brüdern gefunden zu haben. Insgesamt stopfte der schwedische Investors laut Quartalsbericht allein von Januar bis März dieses Jahres rund 300 Millionen Euro in den Berliner Company-Builder und seine Sprösslinge, mehr als im gesamten Jahr 2011.

Noch beeindruckender sind die Summen, die seit des Einstiegs von Investment AB Kinnevik im Jahr 2009 geflossen sind. Umgerechnet gut 700 Millionen Euro wurden seitdem in Rocket-Projekte wie Zalando, Wimdu (www.wimdu.com), Groupon, das angeschlagene Pinspire & Co. gesteckt. Immerhin: Seit April dieses Jahres ist zumindest Zalando auch im Heimatmarkt des Geldgebers aktiv.

Samwer-Hauptfinanzierer stockte auf

Nachdem der russische Milliardär Yuri Milner verkündet hatte, er habe kein Interesse an Rocket Internet mehr (sehr wohl aber an Zalando selbst, von dem er sich einen Anteil von vier Prozent sicherte), soll der Inkubator auf der Suche nach einer neuen Finanzierung in Millardenhöhe sein, heißt es im Rocket-Umfeld. Insbesondere bei größeren Staatsfonds würden die Samwers derzeit vorstellig.

Bevor dementsprechend neue Kapitalgeber an Bord kommen konnten, hatte der Hauptfinanzier Kinnevik vor Kurzem seine Option aus dem Jahr 2009 gezogen und sein Paket auf ein Viertel aller Anteilsscheine ausgeweitet. Für die ersten zwölf Prozent hatte der Investor 35 Millionen Euro gezahlt.

Bei einigen anderen reichen Investoren seien die Samwers bislang abgeblitzt, so schreibt der Focus, “weil diese nicht mit dem bisweilen rüden Führungsstil von Oliver Samwer in Verbindung gebracht werden wollen”. Gründerszene hatte bereits über die fragwürdigen Arbeitsbedingungen bei Groupon berichtet.

Zalando und Groupon: Kein Gewinn in Sicht

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Auch über die Zalando-Geschäftszahlen hält der Quartalsabschluss interessante Informationen bereit: Im ersten Halbjahr 2011 habe der Online-Versand einen Umsatz von rund 200 Millionen Euro generiert und damit mehr als zuvor für das Gesamtjahr 2011, in dem 159 Millionen Euro zu Buche standen, ausgewiesen worden war. Gleichzeitig seien das Unternehmenswachstum und die geografische Expansion dafür verantwortlich gewesen, dass für Januar bis Juni 2011 insgesamt ein Nettoverlust ausgewiesen wurde. Kosten entstanden dabei insbesondere durch die Investitionen in ein neues Warenlager in Erfurt, das noch im Laufenden Jahr seinen Betrieb aufnehmen soll.

Auch bei der Rabatt-Plattform Groupon waren, an der Kinnevik ebenfalls beteiligt ist, waren für das Gesamtjahr 2011 keine schwarzen Zahlen in Sicht. So wurde laut dem Quartalsbericht des Investors zwar der Umsatz von 303 Millionen US-Dollar im Jahr zuvor auf rund 1,6 Milliarden US-Dollar ausgebaut. Insgesamt stand dennoch ein operativer Verlust von 233 nach zuvor 420 Millionen Euro zu Buche.

Mit dem Verkauf ihres deutschen Pendants an das US-Vorbild waren die Rocket-Internet-Gründer in die Führung der Rabattschleuder eingetreten. Erst vor wenigen Tagen hatte mit Marc Samwer der letzte der drei Brüder das Unternehmen allerdings wieder verlassen.

 

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